Fernsehauftritte

Elvis' rasanter Aufstieg zum Teeny-Idol und Rock'n'Roll-König hätte ohne das Fernsehen wohl kaum stattgefunden. Schon früh erkannte Colonel Parker die Möglichkeiten dieses damals noch jungen Massenmediums und buchte seinen Klienten in zahlreichen Variety-Shows.

Anno 1956 trat Elvis in allen wichtigen TV-Sendungen des Landes auf und entwickelte sich rasch zum Garant für hohe Einschaltquoten. Das schlug sich schnell in den Gagenforderungen des Sängers nieder, mit 50.000 US-Dollar kassierte Elvis für seine drei Auftritte in der Ed Sullivan Show  soviel, wie noch kein Entertainer vor ihm.

Nachdem Elvis auch seine Zugkraft an der Kinokasse bewiesen hatte, sollten die Fans lieber Eintrittskarten kaufen, anstatt ihr Idol kostenlos im Fernsehen anzuschauen. Um die TV-Produzenten nicht mit Ablehnungen brüskieren zu müssen, setzte Colonel Parker das Salär für einen einzelnen Fernsehauftritt seines Klienten auf 75.000 US-Dollar fest - eine Summe, die niemand zu zahlen bereit war.

Als der junge Sänger jedoch im März 1960 nach fast zweijähriger Abwesenheit von seinem Militärdienst in Deutschland zurückkehrte, hatte sich das Interesse der Massen soweit gesteigert, dass man Elvis für einen Auftritt in der Show von Frank Sinatra sogar 120.000 US-Dollar bot. Mit diesem neuerlichen Rekord verabschiedete sich der King als Gaststar in Variety-Shows und trat danach nur noch in drei eigenen TV-Specials auf.

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