The EPE Catalog

Nachdem er jahrelang die Website Echoes Of The Past betrieb, veröffentlicht der Niederländer Bob Pakes im Januar 2018 mit The EPE Catalog  sein erstes Buch.

Verlegt wird es bei KJ Consulting, die zuvor bereits für die Buch-Reihe The Elvis Files  oder auch Werke wie Ultimate Elvis  und A Touch Of Gold Lame'  verantwortlich zeichneten.

Wie bei diesem Verlag gewohnt, so handelt es sich auch hier um ein perfekt produziertes und optisch hochgradig ansprechendes Hardcover-Buch.

Auf 386 Seiten befasst sich der Autor mit den Merchandising-Produkten des Jahres 1956 und beweist damit nachdrücklich, wie umfassend der junge Rock'n'Roll-König seinerzeit vermarktet wurde. Tatsächlich war das Produktangebot zum Thema Elvis Presley damals einzigartig und stellte die Blaupause für alle nachfolgenden Stars dar.

Allein in den 1950er Jahren gab es mehr als 80 verschiedene Presley-Produkte, viele davon natürlich in mehreren Variationen.

Verantwortlich dafür war der damals erst 38jährige Henry Saperstein, der später unter anderem die Cartoon-Serie Mister Magoo produzieren sollte. Im Tandem mit Colonel Parker überrollte Saperstein das Land mit einer wahren Flut von Merchandising-Artikeln - von der Autogrammkarte bis zum T-Shirt war alles zu haben.

Das Buch beginnt mit einer generellen Beschreibung des Marchandising-Geschäfts und der Vermarktung des Kings.

Das zweite Kapitel ist dem Elvis Presley Fanclub gewidmet, der bei der Versorgung der Fans mit entsprechenden Produkten eine zentrale Rolle spielte.

Kapitel Nummer 3 ist Love Me Tender, dem ersten Spielfilm des Kings, gewidmet. Die Merchandising-Artikel verkauften den Film, welcher natürlich seinerseits den Absatz der Produkte ankurbelte bzw. die Grundlage für ebendiese darstellte.

Auf Seite 96 kommen wir schließlich zum Kern des Buches, dem EPE-Katalog. Hier werden die Artikel von A bis Z aufgeführt und beschrieben. Dies geschiet im Detail und reich bebildert. Somit bekommt der Leser einen genauen Eindruck, was damals alles angeboten wurde und wie die Produkte aussahen.

Es gab Sammelkarten, Buttons, Stofftiere, Schmuck, Kleidungsstücke, Stifte, Brotdosen und vieles mehr. Es scheint, man habe so ziemlich alles und jedes mit dem Gesicht oder Namen des Kings bedruckt, was sich irgendwie zu Geld machen ließ. Sogar RCA sprang auf den Zug auf und brachte zwei Schallplattenspieler mit Elvis' Namenszug auf den Markt.

In Kapitel Nummer 5 wird dann das Ende des Hypes beschrieben. Bereits Anfang 1957 begannen die ersten Händler, Presley-Produkte zu Ramschpreisen anzubieten.

Natürlich verdienten Elvis und sein Manager auch später noch kräftig am Merchandising-Geschäft. Man denke nur an die vielen Fotohefte und Souvenir-Halstücher, die während der Tourneen des Kings in den 1970ern abgesetzt wurden. So verrückt wie in der zweiten Hälfte des Jahres 1956 wurde es jedoch nie wieder.

Das sechste Kapitel befasst sich mit den nicht von EPE lizensierten Presley-Produkten. Selbstverständlich sprangen viele Produzenten auf den Zug auf und warfen illegal hergestellte Fan-Artikel auf den Markt.

Zum Abschluss dankt der Autor noch seinen Mitstreitern, die ihn mit Informationen und Bildern unterstützt haben. Dazu gehören Leute wie Chris Giles (Studio B - The Elvis Shop London), Ger Rijff (Autor zahlreicher Bücher über den King) und Joe Krein (Sammler und Betreiber der Website Elvis2001.net).

 

Fazit & Bewertung

Fraglos kann The EPE Catalog  als Standardwerk über das Presley-Merchandising aus den Anfangstagen des Kings bezeichnet werden.