Elvis Sessions III

Mit Elvis Sessions III legt Joseph A. Tunzi im Jahr 2004 das bis heute gültige Standardwerk bezüglich der Aufnahmesessions des Kings vor.

Das Softcover-Buch ist mehr als 630 Seiten stark und beinhaltet Informationen zu allen Sessions der Jahre 1953 (das erste, selbstfinanzierte Azetat vom Memphis Recording Service) bis 2003 (ReMix & ReRecording von Rubberneckin' durch den DJ Paul Oakenfold).

Der Anhang bietet Diskografien, Videografien, Auflistung von Auszeichnungen, Chart-Postitionen, Aufstellungen aufgenommener Proben und Konzerte, etc.

Im Gegensatz zu Ernst Jorgensens Elvis - A Life In Music  ist Elvis Sessions III als Nachschlagewerk gedacht.

Chronologisch werden die Sessions mit allen relevanten Details aufgeführt und ggf. mit Anmerkungen versehen. Geschichten, wie in dem Buch von Jorgensen, gibt es hier nicht zu lesen. Bei Joseph A. Tunzi zählen die nackten Daten.

Um dem Auge etwas Abwechslung zu gönnen, werden die Listen durch eine Vielzahl von Fotos, Abdrucken von Dokumenten, etc. aufgelockert.

Das Vorwort schrieb übrigens Bill Porter, der langjährige Toningenieur des Kings.

Joseph A. Tunzi hat seit mehreren Jahren ein Update seines Buches (Elvis Sessions III  ist ja ebenfalls ein Update der ersten beiden Bände) angekündigt. Vielleicht auch aufgrund der vielen Veröffentlichungen des zum Sony-Konzern gehörenden Sammler-Labels Follow That Dream Records blieb eine Veröffentlichung bis dato jedoch aus.

Bezüglich der Veröffentlichungen von Outtakes und Live-Aufnahmen ist Elvis Sessions III  natürlich längst nicht mehr aktuell. Die relevanten Informationen (also Infos über die tatsächlichen Sessions des Kings) sind davon logischerweise nicht betroffen. Zu diesem Thema ist wirklich alles enthalten, was enthalten sein muss.

Die Informationen gehen sogar weiter als im Buch Elvis - A Life In Music, weil Tunzi zum Beispiel gesondert auf die Overdub-Sessions eingeht und auch zu den Aufnahmen mit Elvis streckenweise weiterführende Angaben liefert.

 

Fazit & Bewertung

Wer sich für die Schallplattenaufnahmen des Kings interessiert, kommt an Elvis Sessions III  keinesfalls vorbei.