Sold Out! - Volume 13

 

Nur wenige Wochen nach dem zwölften Teil der Serie schiebt Pyramid Ende Februar 2022 die Ausgabe Nummer 13 der Sold Out! - The Ultimate 8mm Collection hinterher.

Geboten werden zwei DVDs mit einer Laufzeit von ca. 2 Stunden und 40 Minuten in einem doppelt aufklappbaren Digi-pak. Die Liner Notes steuerte Eddie Graham bei, der in Las Vegas als Perkussionist für Elvis arbeitete.

 

14. September 1970: Mobile/Alabama

Die DVD beginnt mit einem 3,75 Minuten langen Clip aus Mobile/Alabama. Der filmende Fan befand sich auf einem Balkon rechts von Elvis, filmte also von der Seite. Leider kommt die Kamera nie wirklich an den King heran, zudem ist das Bild ein wenig überbelichtet. Weil der Ton aber in Ordnung ist und Elvis eine höchst dynamische Show bietet, geht der Film als Opening in Ordnung.

 

13. November 1971: Dallas Texas (Abendshow)

Auch in Dalles gelangen dem filmenden Fan keine Nahaufnahmen. Dafür ist das Bild allerdings besser und es wurden mehr als 17 Minuten gefilmt. Der King liefert auch hier wieder 100%ig ab, bewegt sich viel und hängt sich ganz offensichtlich voll rein. Was mir persönlich den Film verleidet, ist der blecherne, leicht "kreischige" Ton.

 

9. Juni 1972: New York City/New York

Jetzt bekommen wir 2 Minuten und 40 Sekunden lang grobkörnige Ausschnitte der Pressekonferenz im New York Hilton zu sehen. Weil es diese anderswo in nahezu kompletter Form und deutlich besserer Qualität gibt, bleibt mir die Veröffentlichung dieses Filmchens hier unverständlich.

 

14 Juni 1972: Milwaukee/Wisconsin

Sechs Minuten lang erleben wir nun das Konzert in Milwaukee aus Fan-Perspektive. Dieser hier saß auf den Rängen rechts der Bühne, sah Elvis also von der Seite. Die Bildqualität ist grundsätzlich gut, es gibt halt keine Nahaufnahmen. Der Ton ist akzeptabel, aber nicht wirklich angenehm.

 

15. Juni 1972: Milwaukee/Wisconsin

Am nächsten Tag war die Kamera auf derselben Seite positioniert, allerdings näher dran und eher auf Bühnenhöhe. Grundsätzlich ist über den neuneinhalb minütigen Film dasselbe zu sagen wie über den ersten Milwaukee-Clip.

 

17. Juni 1972: Chicago/Illinois

Wieder Elvis aus der Ferne, diesmal jedoch vom Mainfloor direkt vor der Bühne gefilmt und mit besserem Ton. Fast eine Viertelstunde erleben wir die Show aus Fan-Perspektive. Ich persönlich hätte auf die schlechteren Milwaukee-Varianten dieser Experience verzichten können und wäre allein mit dieser hier zufrieden gewesen, zumal der King hier auch das seltene "My Babe" anstimmt.

 

15. November 1972: Long Beach/Kalifornien

Der erste Datenträger endet mit 23 Minuten aus Long Beach. Diesmal ist die Kamera nahe dran und auch der Sound ist für Aufnahmen dieser Art sehr gut. Leider ist nun das Bild signifikant zu dunkel, so dass auch dieser Film kein Highlight ist.

 

18. Februar 1973: Las Vegas/Nevada (Dinner Show)

Endlich sehen wir einen Film mit ordentlichem Bild, sauberen Ton und gedreht von einem Kameramann, der (platziert auf einem der Balkone leicht rechts der Bühne) ausreichend nahe an Elvis herankommt. Letzterer singt ordentlich, wirkt aber bezeichnenderweise nur beim Verlassen der Bühne wirklich dynamisch. Die Dauer des Clips beträgt übrigens 11 Minuten.

 

30. Juni 1973: Atlanta/Georgia (Abendvorstellung)

Der Film aus Atlanta startet mit Impressionen von der Arena. Leider ist die Kamera weit von Elvis weg und das Bild ist grobkörnig. Ein Genuss sind diese 3 Minuten und 40 Sekunden nicht.

 

1. Juli 1974: Omaha/Nebraska

Dieser 47minütige, mit einer Soundboard-Aufnahme unterlegte Film ist das Kernstück der Veröffentlichung. Es wurden mehrere Quellen genutzt (die erste davon schwarz/weiß), aber immer waren die Kameras vor der Bühne positioniert und die Bildqualität ist gut. Auch Elvis selbst liefert eine gute Show, so dass man hier von einem echten Highlight sprechen kann.

 

26. April 1975: Tampa/Florida (Nachmittagsvorstellung)

Wieder befand sich der filmende Fan direkt vor der Bühne und auch hier sind Bild und Ton gut. Fünf Minuten lang sehen wir einen deutlich korpulenteren Elvis, der allerdings motiviert und auch körperlich höchst aktiv zu Werke zieht. Interessant ist eine kurze Impression von "That's All Right", das hier weder als Opener, noch zur eigenen Gitarrenbegleitung dargeboten wird.

 

19. Juli 1975: Uniondale/New York (Abendshow)

Zwei Minuten lang sehen wir CloseUps in bester Amateurqualität. Leider hat Pyramid die schon auf anderen Ausgaben dieser Serie genutzt.

 

19. August 1975: Las Vegas/Nevada (Midnight Show)

Jetzt bekommen wir wieder ein echtes Highlight zu sehen. In sehr guter Amateurqualität festgehalten erleben wir einen Elvis in "Straßenklamotten", der seine Fans mit einem ungewöhnlichen Programm und jeder Menge Highlights unterhält. So singt er "Blue Suede Shoes" als zweiten Song der Show, trägt zur eigenen Gitarrenbegleitung "Are You Lonesome Tonight" vor und singt eine der wenigen Live-Fassungen von "Young And Beautiful".

 

6. Juni 1976: Atlanta/Georgia

Die dreizehnte Ausgabe der "Sold Out"-Reihe schließt mit fünf Minuten aus Atlanta. Der filmende Fan saß auf der Tribüne links von Elvis, kam mit seiner Kamera aber schön nahe an den King heran. Bild und Ton sind für Material dieser Art sehr gut, insgesamt kann man auch diesen Clip als hochgradig sehenswert einstufen. Elvis selbst ist recht korpulent, wirkt aber gut gelaunt und bietet wärend des Medleys aus "Mystery Train" und "Tiger Man" sogar ein wenig Bodyaction.

 

Fazit & Bewertung

Leider hätte man auch hier das sehenswerte Material bequem auf einer DVD zusammenfassen können. Es ist schade, dass die Serie durch dermaßen viel Füllmaterial so verwässert wird.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte Cover bei Pyramid.