Indescribably Blue / Fools Fall In Love

Das neue Elvis-Jahr beginnt am 10. Januar 1967 mit der Single Indescribably Blue / Fools Fall In Love.

Billboard notiert die Scheibe am 28. des Monats auf dem 77. Platz der Hot 100. Insgesamt wird Indescribably Blue  acht Wochen in der Hitparade zu finden sein und den 33. Platz erreichen.

In Australien, Kanada und Großbritannien ist die 45er ein wenig gefragter und schafft es immerhin in die Top20. Weltweit werden etwa eine Million Kopien verkauft.

Erneut bediente sich RCA Victor bei der Gestaltung der Bildhülle an den Werbefotos für den Film Spinout. Dass man die Verpackung auch zur Werbung für das kommende Gospel-Album How Great Thou Art  nutzte, versteht sich von selbst.

Indescribably Blue

Aufgrund einer Erkrankung blieb Elvis am 10. Juni 1966 im Hotel und ließ die Musiker zunächst nur einen Rhythm Track aufnehmen. Zwei Tage später sang er dann zu dem vorproduzierten Playback. Bereits der zweite Versuch wurde zum Master-Take.

Geschrieben wurde der Song von Darrell Glenn, Elvis' Aufnahme erfolgte im RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Der Sänger wurde just verlassen und drückt seine Trauer nun stimmgewaltig in dieser etwas schwülstigen Ballade aus. Trotz eines Timing-Fehlers in der dritten Zeile gefällt mir Indescribably Blue  sehr gut. Elvis setzt seine Stimme voll ein und klingt dabei so herrlich melodramatisch und gefühlsduselig, wie nur er es konnte.

Anno 1968 fand sich der Song auch auf der LP Elvis' Gold Records - Volume 4.

 

Fools Fall In Love

Die Uptempo-Nummer stammt aus der Feder von Jerry Leiber und Mike Stoller und wurde erstmals 1956 von den Drifters veröffentlicht. Elvis nahm Fools Fall In Love  am 28. Mai 1966 auf und benötigte dafür fünf Takes.

Er klingt dabei sehr ausgelassen und auch die Band sprüht nur so vor Spielfreude. Man hört den Beteiligten einfach an, dass ihnen diese Art von Musik viel Spaß macht. Der Sänger vertritt hier die Auffassung, dass sich nur Trottel leicht verlieben - und er neuerdings dazugehört.

Im LP-Format war Fools Fall In Love  erstmals 1971 auf dem CAMDEN-Album I Got Lucky zu haben.

 

Fazit & Bewertung

Ähnlich wie der Kopplung Love Letters / Come What May  (1966) fehlte es auch dieser Single an kommerzieller Durchschlagskraft. Es war allerdings nicht zu überhören, dass Elvis nun wieder vermehrt als ernsthafter Sänger in Erscheinung trat und sich nicht mehr auf die Rolle des singenden Filmstars beschränkte.