This Is Elvis

Anno 2015 bringt Follow That Dream Records eine Classic Album-Ausgabe von This Is Elvis  auf den Markt.

Das Original wurde im Frühjahr 1982 als Soundtrack des gleichnamigen Films veröffentlicht, ist also ein Produkt aus der Zeit nach dem Tod des Kings.

Hintergrund der Veröffentlichung sind vermutlich die vielen neu bearbeiteten Tracks, die anderweitig nicht mehr erhältlich sind und die man den Fans offenbar nicht vorenthalten wollte.

Neben den Songs der originalen Doppel-LP präsentiert FTD auch jene Tracks, die nur in der längeren Home Video-Fassung des Films zu hören sind.

Das Booklet geht leider nicht auf die Nachbearbeitungen der Tracks ein, auf dem Cover sind hier und dort falsche Aufnahmedaten angegeben.

Wer für die Nachbearbeitung der Aufnahmen zuständig war, erfährt der Käufer der Doppel-CD leider nicht. Grundsätzlich klingen die Aufnahmen etwas glanzlos, was den Verdacht nahelegt, dass das ReMastering von Lene Reidel vorgenommen wurde.

 

The Original Album

His Latest Flame

Der Popsong stammt aus der Feder von Doc Pomus und Mort Shuman, die Aufnahme erfolgte am 25. Juni 1961. Hier spielte Elvis 12 Takes ein, bevor er den achten Versuch zum Master erklärte.

Ein Freund berichtet dem Sänger von seiner neuen Flamme, einer gewissen Marie. Doch schon bald wird ihm klar, dass es sich bei der besagten Dame um seine eigene Freundin handelt, die es mit der Treue wohl nicht ganz so genau nimmt.

Der an sich traurige Text wird von einer vergleichsweise fröhlichen Melodie konterkariert und auch Elvis legt nicht eine Spur von Verzweiflung in seinen Vortrag. Aber genau das macht den Charme von His Latest Flame  aus.

1963 brachte RCA Victor das Lied auch auf dem Album Elvis' Golden Records - Volume 3  heraus, 1971 erfolgte eine weitere Veröffentlichung auf der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2.

 

Moody Blue

Der Sänger hadert mit einer äußerst wechselhaft agierenden Dame und tut dies in Form eines flotten Popsongs mit Disco-Elementen. Dieser damals moderne Stil ist völlig untypisch für Elvis, passt aber sehr gut zu ihm und ist für den Einsatz im Radio wie geschaffen.

Moody Blue stammt aus der Feder von Mark James und wurde von Elvis am 4. Februar 1976 in seiner Villa Graceland in Memphis, Tennessee innerhalb von 10 Takes aufgenommen.

Später fügte Felton Jarvis im Young 'Un Sound Studio noch Bass (15. Februar), Schlagzeug (17. Februar), Gitarren (24. Februar) sowie Geigen (24. März) hinzu und kürzte die Aufnahme um etwa anderthalb Minuten.

Die Originalversion stammt übrigens von Mark James selbst, der den Titel schon zwei Jahre vor Elvis auf einer Single herausbrachte.

 

That's All Right

That's All Right entstand am 5. Juli 1954 bei SUN Records in Memphis, Tennessee. Sam Phillips, der Besitzer des Studios, fungierte als Produzent und Tontechniker, neben Elvis (Gitarre) spielten Scotty Moore (Gitarre) und Bill Black (Bass).

Die ersten beiden Versuche wurden abgebrochen, der dritte Anlauf ging schließlich durch, Take 4 wurde zum Master.

Erstmals aufgenommen wurde That's All Right bereits 1946 durch dessen Komponisten Arthur Crudup. Elvis, Scotty und Bill spielten den Song etwas schneller und verzichteten auf die Blues-Elemente. Stattdessen setzten sie mehr auf den Rhythmus und die ungewöhnliche Stimme des Sängers.

Im Jahre 1959 veröffentlichte RCA Victor That's All Right  auch auf dem Album For LP Fans Only  und der EP A Touch Of Gold - Volume 2. Später war der Titel ebenfalls auf den LPs A Legendary Performer - Volume 1  (1974) und The Sun Sessions  (1976) zu hören.

Konzertaufnahmen befinden sich auf den Alben Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972) und Elvis In Concert  (1977).

 

Shake, Rattle And Roll / Flip, Flop And Fly

Die Basisaufnahme stammt von Elvis' Auftritt in der Stage Show  am 28. Januar 1956. Mit zusätzlichen Instrumenten versuchte der Produzent Danny Gould den Mitschnitt voller und moderner klingen zu lassen.

 

Heartbreak Hotel

Gleiches gilt auch für diese Aufnahme von der Stage Show, diesmal aufgezeichnet am 17. März 1956.

 

Hound Dog

Der dritte TV-Mitschnitt entstand am 5. Juni 1956 im Rahmen der Milton Berle Show. Natürlich versuchte man auch hier, den ursprünglich sehr rohen Sound durch zusätzliche Instrumente zu glätten.

Es handelt sich hier übrigens um jene Performance, mit der Elvis seinerzeit das konservative Fernsehpublikum zur Weißglut trieb und die Steve Allen veranlasste, den frisch gekürten Rock'n'Roll-König in seiner Sendung im Frack auftreten und das Lied einem Hund vorsingen zu lassen.

 

Excerpt From "Hy Gardner Calling" Interview

Nach ebendiesem Auftritt stellte sich Elvis am 1. Juli 1957 den Interview-Fragen von Hy Gardner. Zwei Minuten dieses Gesprächs sind hier zu hören.

 

My Baby Left Me

Die Nummer stammt aus der Feder von Arthur Crudup, dessen That's All Right  zwei Jahre zuvor die A-Seite von Elvis' erster Single dargestellt hatte. Obwohl es sich hier prinzipiell um eine Kopie des vorgenannten Songs handelt, gewinnt My Baby Left Me  für mich das Rennen.

Der King singt energischer und D.J. Fontanas Schlagzeug verleiht der Interpretation zusätzlichen Drive. Aufgenommen wurde der Song am 30. Januar 1956 im RCA Studio 1 in New York innerhalb von neun Takes.

Auch dieser Titel wurde auf der EP The Real Elvis  veröffentlicht, später war er abermals auf den Alben For LP Fans Only  (1959) und The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971) zu finden. Eine Konzertaufnahme wurde 1974 auf der LP Elvis Recorded Live On Stage In Memphis  herausgebracht.

 

Merry Christmas Baby

Die krachende Blues-Nummer wurde 15. Mai 1971 mehr oder minder spontan aufgenommen. Es gibt nur einen einzigen Take, der für This Is Elvis  auf 2:45 Minuten gekürzt wurde. Zudem wurden der Aufnahme für dieses Projekt Streicher hinzugefügt, die den Mix für meinen Geschmack etwas zu sehr dominieren.

Geschrieben wurde der Song übrigens von Johnny Moore und Lou Baxter, erstmals aufgenommen wurde er 1947 von Johnny Moore's Three Blazers.

 

Mean Woman Blues

Elvis nahm den Song von Claude Demetrius am 13. Januar 1957 bei Radio Recorders auf und benötigte dafür 14 Takes. Noch im selben Jahr coverte Jerry Lee Lewis den Titel, 1963 folgte Roy Orbison mit einer weiteren Fassung.

Die Kombination aus dem ironischen Text und Elvis' rotzigem Gesang macht diesen 12-Bar-Blues für mich zu einem der Highlights im Katalog des Kings.

Die Fans kannten den Titel bereits von der EP Loving You - Volume 2. Später sollte er ebenfalls auf der The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2-Box (1971) zu finden sein. Auf dem This Is Elvis - Soundtrack gab es erstmals die Filmversion dieses Songs zu hören.

 

Don't Be Cruel

Laut dem Cover der Original-LP handelt es sich hier um eine Live-Aufnahme vom 6. Juni 1956, bei der Sammler-Ausgabe von FTD wird der 9. September 1956 angegeben. Tatsächlich entstand der Mitschnitt jedoch am 6. Januar 1957 im Rahmen der Ed Sullivan Show.

Natürlich wurde auch diese Aufnahme mit zusätzlichen Instrumenten versehen.

 

Teddy Bear

Weil Elvis angeblich Plüschbären sammelte, griffen Karl Mann (Kalman Cohen) und Bernie Lowe das Thema auf und schrieben einen Song namens Teddy Bear. Der King nahm ihn am 16. Januar 1957 auf der Paramount Sound Stage in Hollywood, Kalifornien auf und benötigte dafür 13 Takes.

Die Fans kannten den Titel bereits von der Single Teddy Bear / Loving You, später war er auch auf der EP Loving You - Volume 1  zu hören. Im folgenden Jahr fand er sich zudem auf dem Album Elvis' Golden Records, 1970 wurde er noch einmal auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  herausgebracht.

In dem Lied bittet Elvis seine Liebste, doch ihr Kuschelbärchen sein zu dürfen - Tiger sind ihm zu wild und Löwen irgendwie nicht knuddelig genug. Für einen Sänger, der noch kurz zuvor als King Of Rock'n'Roll vermarktet worden war, konnte solch ein Text mit Fug und Recht als peinlich angesehen werden.

Doch die weibliche Anhängerschaft war kaum noch zu bremsen und machte Teddy Bear zum Evergreen. In den 1970ern gehörte das Lied zum Standardprogramm der Bühnenshow und wurde zumeist als Medley mit Don't Be Cruel  vorgetragen.

Live-Aufnahmen davon finden sich auf den Alben Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972) und Elvis In Concert  (1977).

 

Jailhouse Rock

Der legendäre Rock'n'Roll-Song entstand am 30. April 1957 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien. Zunächst spielte Elvis acht Takes ein, von denen aber nur die Versuche 4 und 5 vollständig durchgingen.

Danach wurden zwei so genannte Pick-Up-Takes produziert, die mitten im Song ansetzten und mit denen man die zuvor nicht komplett durchgespielten Versionen ergänzen konnte. Die schlussendlich veröffentlichte Fassung besteht aus Take 6 (eigentlich ein langer Fehlstart) und Pick-Up-Take 2.

Als Jailhouse Rock  im September 1957 zusammen mit Treat Me Nice  auf einer Single veröffentlicht wurde, erreichte der Song die ersten Plätze der Top 100, der Country Best Seller Chart und der R&B Best Seller Chart. RCA Victor brachte ihn außerdem auf der gleichnamigen Soundtrack-EP sowie den Alben Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970), Pure Gold  (1975) und A Legendary Performer - Volume 2  (1976) heraus.

Live-Aufnahmen sind auf den LPs Elvis  (1968) und Elvis In Concert  (1977) zu finden. Im Rahmen des Rock'n'Roll Medley ist der Titel zudem auf dem Album Elvis Recorded Live On Stage In Memphis  (1974) enthalten.

Für mich zählt Jailhouse Rock  zu den absoluten Signature Songs des Kings. An die Klasse seiner Studioaufnahme kam niemand -einschließlich er selbst- jemals wieder heran. Geschrieben wurde der Titel übrigens von Jerry Leiber und Mike Stoller, was sich auch in dem herrlich subversiven Text wiederspiegelt.

 

Excerpt From Army Swearing In

Natürlich war die Presse dabei, als Elvis am 24. März 1958 seinen Armee-Dienst begann. Hier hören wir einen 28sekündigen Ausschnitt der Vereidigungszeremonie.

 

G.I. Blues

Thematisch passend folgt der Titelsong des ersten Spielfilms des Kings nach seinem Comeback im Jahr 1960. Geschrieben wurde es von Sid Tepper und Roy C. Bennett, die Aufnahme fand am 27. April 1960 statt. Der Master stellt einen Zusammenschnitt aus Take 7 und Take 10 (Workpart) dar.

Der Sänger beklagt hier auf humorvolle Weise sein Schicksal als ein in Deutschland stationierter US-Soldat. Dem Thema des Films entsprechend hat der Song einen militärischen Rhythmus und enthält auch einige deutsche Worte.

 

Excerpt From Depature For Gemany Interview

Bevor Elvis am 22. September 1958 zur Ableistung seines Militär-Dienstes nach Deutschland aufbrach, gab er abermals eine Pressekonferenz. Diese war später auch auf der EP Elvis Sails  zu hören. Eine knappe Minute davon bekommt auch der Käufer dieses Albums geboten.

 

Excerpt From Home From Germany Press Conference

Das Ende des Army-Service wird mit einem Ausschnitt der Pressekonferenz vom 7. März 1960 dokumentiert, die Elvis im Büro seines Vaters auf dem Graceland-Anwesen in Memphis, Tennessee gab.

 

Too Much Monkey Business

Elvis spielte die Chuck-Berry-Nummer am 15. Januar 1968 im RCA Studio B in Nashville innerhalb von 14 Takes ein, danach fügte Jerry Reed sein prägnantes Spiel auf der Akustikgitarre hinzu. Dafür wurden fünf Durchläufe benötigt.

Der Sänger beschreibt hier im Telegrammstil verschiedene Situationen in seinem Leben, in denen er sich ausgenutzt vorkam.

Das Original wurde von Chuck Berry bereits 1956 veröffentlicht, Elvis aktualisierte den Text ein wenig von verlegte seinen Militäreinsatz von Yokohama nach Vietnam. Der King ist mit Eifer bei der Sache, man kann ihm den Spaß an diesem Song förmlich anhören.

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1968 auf der LP Elvis Sings FLAMING STAR, hier ist eine um etwa 30 Sekunden kürzere Version zu hören.

 

Love Me Tender

Die Ballade wurde von Ken Darby verfasst und basiert auf dem Klassiker Aura Lee  aus dem Jahr 1861. Weil Darby öffentlich nicht in Erscheinung treten wollte und dem King Of Rock'n'Roll außerdem die Hälfte der Komponisten-Tantiemen zugesagt worden war, ließ er offiziell seine Frau Vera Matson und Elvis Presley als Urheber eintragen.

Aufgenommen wurde Love Me Tender  am 24. August 1956 auf der Tonbühne von 20th Century Fox in Hollywood, Kalifornien innerhalb von nur zwei Takes.

Schnell avancierte der Song zum Favoriten der weiblichen Fans und fand sich später nicht nur auf der Soundtrack-EP zum gleichnamigen Spielfilm, sondern auch auf den Alben Elvis' Golden Records  (1958), A Legendary Performer  (1974), Pure Gold  (1975) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970). Live-Versionen sind auf den LPs Elvis  (1968) und Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972) zu finden.

Der King selbst konnte Love Me Tender  nicht allzu viel abgewinnen - eine Meinung, die ich mit ihm teile.

 

I've Got A Thing About You Baby

Diese lässige Liebeserklärung stammt aus der Feder von Tony Joe White, von dem Elvis zuvor auch schon Polk Salad Annie  übernommen hatte. White hatte I've Got A Thing About You Baby  1972 auch als erster aufgenommen. Elvis' Version stammt vom 22. Juli 1973, Take 15 wurde zum Master-Take. Die Nachbearbeitung erfolgte am 28. September.

Musikalisch weicht das Lied etwas vom typischen Presley-Stil ab, wird aber exzellent gesungen und gehört seit Jahren zu meinen persönlichen Favoriten.

 

I Need Your Love Tonight

Der Rocker wurde von Sid Wayne und Bix Reichner geschrieben, die Aufnahme stammt aus dem RCA Studio B in Nashville, Tennessee vom 10. Juni 1958. Elvis benötigte 18 Takes, bevor er den schnellen Song zu seiner Zufriedenheit auf dem Band hatte.

Bei dem Lied handelt es sich um einen typischen Rock'n'Roll mit einfachem Text, aber jeder Menge Energie. Die Teenies sollten schließlich tanzen und nicht nachdenken.

Später fand sich I Need Your Love Tonight  auch auf dem Album 50,000,000 Elvis Fans Can't Be Wrong - Elvis' Gold Records Volume 2  (1959) und der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971).

 

Blue Suede Shoes

Mit dem Rock'n'Roll-Klassiker aus der Feder von Carl Perkins folgt nun wieder eine Spezialversion, die exklusiv für das This Is Elvis -Projekt angefertigt wurde.

Der Song beginnt sparsam instrumentiert mit der Fassung aus einer der informellen Shows vom 27. Juni 1968, die für das TV-Special SINGER presents Elvis  aufgezeichnet wurden. Dann gibt der King auf einmal so richtig schön Gas und eine Band und ein Orchester steigen mit ein.

Dieser zweite Teil entstand zwei Tage später im Rahmen der beiden anderen Auftritte, bei denen sich Elvis allein auf der Bühne befand und die Musiker im Zuschauerraum untergebracht waren.

Mir persönlich gefällt diese Kombination ausgesprochen gut, ohne Frage stellt sie eines der Highlights dieser Veröffentlichung dar.

 

Viva Las Vegas

Bereits am 10. Juli 1963 versuchten sich Elvis und seine Studio-Band an Viva Las Vegas, gaben aber nach einem Take auf und setzten ihre Bemühungen am folgenden Tag fort.

Mit einem leicht veränderten Arrangement folgten weitere sechs Versuche, von denen der letzte zum Master erklärt wurde. Weil der Produzent die Nummerierung vom Vortag fortsetzte, handelt es sich offiziell um Take 7.

Die Autoren von Viva Las Vegas heißen Doc Pomus und Mort Shuman und es verwundert nur wenig, dass dieser großartige Popsong über die Jahre zur inoffiziellen Hymne der Spielerstadt in der Wüste Nevadas avancierte. 1970 veröffentlichte RCA Victor den Song ebenfalls auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1.

 

Suspicious Minds

Im Film ist eine Aufnahme von 1970 zu sehen und auch auf dem Album Cover wurde dieses Jahr genannt. Die Sammler-Ausgabe von Follow That Dream Records präzisiert diese Angabe und nennt als Aufnahmedatum den 12. August 1970.

Tatsächlich ist aber nach wie vor die Fassung vom 14. Januar 1973 zu hören, wie wir sie vom Soundtrack des TV-Konzertes Aloha From Hawaii Via Satellite  kennen.

 

Excerpt From Elvis' Speech At The JC's Award

Im Januar 1971 wurde der King als einer der Ten Most Outstanding Young Men Of The Year  ausgezeichnet. Hier ist nun ein 19sekündiger Ausschnitt aus seiner Dankesrede vom 19.01.1971 zu hören.

 

Promised Land

Der Rocker stammt aus der Feder von Chuck Berry, der es damit 1964 auf den 41. Platz der Hot 100 brachte. Elvis' Version entstand am 15. Dezember 1973 innerhalb von sechs Takes. Der von Elvis am selben Tag eingesungene Harmonie-Gesang und die am 2. Januar 1974 hinzugefügte Orgel wurden später wieder entfernt, lediglich der Tamburin-Overdub vom 15. Januar blieb erhalten.

Im Vergleich zum Original wird das Lied hier schneller gespielt, zudem fehlt eine Strophe. Insgesamt halte ich die Fassung des Kings für deutlich besser. James Burton glänzt an der E-Gitarre, Per-Erik Hallin spielt ein funky klingendes Clavinet und auch Elvis selbst hat hörbar seinen Spaß an der Nummer.

Das mag auch an dem leicht ironischen Text gelegen haben, in dem der Ich-Erzähler seine abenteuerliche Reise von Virginia über Louisiana nach Kalifornien, dem gelobten Land, schildert.

Auf This Is Elvis  ist die ursprüngliche Master-Version zu hören, inklusive Harmonie-Gesang und Orgel. Zwar ist diese Fassung für uns Fans sehr interessant, schlussendlich lag der King aber mit seiner Einschätzung richtig, dass hier weniger mehr ist und der Song ohne diese Zugaben besser klingt.

 

Excerpt From Madison Square Garden Press Conference

Bevor Elvis im Juni 1972 im New Yorker Madison Square Garden auftrat, stellte er sich etwa 25 Minuten lang den Fragen der Presse. Der hier zu hörende Ausschnitt läuft allerdings nur 1:16 Minuten.

 

Always On My Mind

Hier handelt es sich nicht um die seinerzeit auf der Single Separate Ways / Always On My Mind  veröffentlichte Fassung, sondern um die im Rahmen des Films Elvis On Tour  aufgenommene Alternativ-Version vom 30. März 1972.

Diese wurde nachträglich für This Is Elvis  mit Streichern angereichert, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ohne Frage handelt es such auch hier um einen Höhepunkt der LP.

 

Are You Lonesome Tonight

Grundsätzlich handelt es sich um dieselbe Aufnahme, die wir bereits von dem Doppel-Album Elvis In Concert  (1977) kennen. Sie entstand am 21. Juni 1977 im Rahmen des gleichnamigen TV-Specials.

Im Gegensatz zu der Version auf der LP-Veröffentlichung ist hier allerdings die Ansage des Kings zu hören.

 

My Way

Aus derselben Quelle stammt auch dieser Song. Nach dem Tod des Kings veröffentlichte RCA die Aufnahme zusätzlich auf einer Single, die in den USA zum Top30-Hit wurde und sich weltweit mehr als drei Millionen Mal verkaufte.

 

An American Trilogy

Das letzte Highlight der LP heißt An American Trilogy  und wurde am 9. April 1972 in Hampton Roads für den Film Elvis On Tour  aufgenommen.

Bis dato war der Mitschnitt noch nicht veröffentlicht worden, für This Is Elvis  hatte man die Aufnahme mit Geigen ergänzt. Dies geschah auf äußerst geschmackvolle Weise, so dass der Song aus meiner Sicht durch die Nachbearbeitung gewinnt.

 

Memories

In der Ballade von Billy Strange und Mac Davis erinnert sich der Sänger seiner verflossenen Liebe und klingt dabei fast ein wenig poetisch.

Der Rhythm Track entstand am 23. Juni 1968 bei Western Recorders in Hollywood, Kalifornien innerhalb von vier Takes. Elvis' Stimme wurde am folgenden Tag hinzugefügt. Offenbar fiel dem King Memories  nicht sonderlich schwer, schon beim zweiten Versuch hatte er die Nummer im Kasten.

Im August und September 1969 kam der Song auch auf der Bühne regelmäßig zum Einsatz. Eine Live-Aufnahme wurde allerdings erst nach dem Tode des Kings veröffentlicht. Bei der hier zu hörenden Fassung handelt es sich grundsätzlich um die reguläre, vom Album Elvis  (1968) und der Single Memories / Charro!  (1969) bekannte Version.

Für den This Is Elvis - Soundtrack wurde der Master lediglich ein wenig gekürzt. Damit endet die erste CD dieses Sets und auch das Repertoire der Original-Veröffentlichung aus dem Jahr 1981.

 

Expanded Home Video Tracks

I Was The One

Auf der zweiten CD gibt es jene Songs zu hören, die nur in der deutlich längeren Home Video-Fassung von This Is Elvis  zu sehen waren.

Den Anfang macht I Was The One, aufgenommen am 18. Februar 1956 im Rahmen eines Auftritts in der Stage Show. Im Gegensatz zu den vorherigen Mitschnitten dieser Art wurde hier auf nachträgliche Overdubs verzichtet.

 

Hound Dog

Gemäß den Angaben auf dem Cover hören wir hier eine Aufnahme aus der Steve Allen Show  vom 1. Juli 1956. Tatsächlich handelt es sich aber um den schon auf der ersten Disc enthaltenen Mitschnitt vom 5. Juni 1956 aus der Milton Berle Show.

Diesmal bekommen wir den Song allerdings ohne die nachträglich hinzugefügten Instrumente zu hören.

 

Love Me Tender

Auch dieses Lied ist auf der ersten CD dieses Sets enthalten. Hier bekommen wir als Zugabe jedoch die zweite Film-Version zu hören, die am Ende des Westerns gezeigt wird.

 

Trouble

Auch Trouble  gehört für mich zu den besten Presley-Songs überhaupt. Elvis legt ein Höchstmaß an Bedrohlichkeit in seine Stimme und liefert eine grandiose Interpretation dieser Komposition von Jerry Leiber und Mike Stoller ab.

1968 eröffnete der King auch seine TV Show SINGER presents Elvis  mit dieser Nummer und sang den Song auch während des Elvis Summer Festival 1973  in Las Vegas.

Die Studio-Aufnahme vom 15. Januar 1958 (Take 5 wurde zum Master) blieb jedoch unerreicht. Zuvor war Trouble schon auf der EP King Creole - Volume 2  (1958) veröffentlicht worden, später brachte RCA Victor es auf der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971) noch einmal heraus. Eine weitere Fassung findet sich auf dem Album Elvis  (1968)..

 

Ready Teddy

Die Live-Aufnahme aus der Ed Sullivan Show  vom 9. September 1956 kannten die meisten Fans bereits aus dem Film Elvis On Tour. Auf einem Tonträger war der Mitschnitt bis dato jedoch noch nicht veröffentlicht worden.

 

King Creole

Der Rocker stammt aus der Feder von Jerry Leiber und Mike Stoller und stellt den Titelsong des Leinwandabenteuers dar. Weil dieses in New Orleans spielt, unterlegte man den das Lied mit Blechbläsern, was ihn sehr schön von den übrigen Aufnahmen dieser Art abhebt.

Am 15. Januar 1958 spielte der King 18 Takes von King Creole  ein, war mit dem Endergebnis jedoch unzufrieden. Und so folgten am 23. Januar dreizehn weitere Takes, von denen der letzte schließlich zum Master erklärt wurde.

Die Fans kannten das Lied bereits von der EP King Creole - Volume 1  (1958), später war es auch auf der Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971) zu hören.

 

As Long As I Have You

Die Ballade wurde von Fred Wise und Ben Weisman geschrieben - diese Herren würden im kommenden Jahrzehnt zu stetigen Lieferanten von Movie Tunes avancieren. Im Gegensatz zu den meisten dieser späteren Arbeiten hat As Long As I Have You  aber echte Qualität und wird von Elvis auch sehr gut vorgetragen.

Aufgenommen wurde der Song am 16. Januar 1958, Take 10 wurde zum Master. Das Lied findet sich ebenfalls auf der EP King Creole - Volume 1  (1958).

 

Frankfort Special

Hier freut sich der Sänger schon auf die deutsche Großstadt mit ähnlicher Schreibweise, wobei ihm insbesondere die weiblichen Einwohner am Herzen liegen.

Der flotte Song stammt aus der Feder von Sid Wayne und Sherman Edwards und war von Elvis am 27. April 1960 eingespielt worden. Weil er mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, nahm er das Lied am 6. Mai noch einmal auf und benötigte dafür zehn Takes. Mit einigen Zwischenrufen der Jordanaires soll auch hier wieder deutsches Flair erzeugt werden.

Zu meinen Favoriten gehört Frankfort Special  nicht, für einen Filmschlager ist der Song aber OK.

 

Stuck On You

Um seine Rückkehr vom Militärdienst bekannt zu machen und die neue Single zu promoten, war Elvis am 26. März 1960 in der Fernsehshow von Frank Sinatra zu Gast. Mit seiner Performance bewies er, dass er noch immer mit dem Publikum zu Spielen verstand.

 

Love Me Tender / Witchcraft

Natürlich sangen Elvis und Sinatra auch einen Titel gemeinsam. Bei diesem Medley stimmt Ol' Blue Eyes eine Swing-Version von Love Me Tender  an, der King versucht sich an Sinatras Witchcraft. Die letzte Zeile singen die Herren gemeinsam und harmonieren dabei wirklich großartig.

 

Blue Hawaii

Der Titelsong des Films wurde von Leo Robin und Ralph Rainger geschrieben, Bing Crosby sang ihn bereits 1937 und auch Patti Page und Frank Sinatra hatten Blue Hawaii  vor Elvis eingespielt. Die Version des Kings entstand am 22. März 1961, Take 7 wurde zum Master.

Auch wenn Blue Hawaii  nicht zu meinen Favoriten gehört, verbreitet der Song trotzdem eine angenehme Urlaubsatmosphäre und passt perfekt zum Thema des Films.

Im Januar 1973 nahm Elvis das Lied für die TV Show Aloha From Hawaii Via Satellite  noch einmal auf, klang dabei allerdings eher müde als romantisch-verträumt.

 

Rock-A-Hula Baby

Geschrieben wurde der Song von Fred Wise, Ben Weisman und Dolores Fuller, die Aufnahme erfolgte am 23. März 1961 innerhalb von fünf Takes.

In einem Interview erzählte Mrs. Fuller einmal, sie sei durch The Twist  zu ihrer Komposition inspiriert worden. Tatsächlich versuchte auch RCA Victor vom damaligen Hype um den Modetanz zu profitieren und vermarktete die 45er als Twist Special. Insgesamt halte ich die Nummer für recht gelungen, unter den Filmschlagern zählt sie zweifellos zu den Highlights.

1970 fand sich Rock-A-Hula Baby  auch auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1.

 

King Of The Whole Wide World

Alles ist gut, solange Du nur ein Lied auf den Lippen hast. So in etwa lautet die Aussage von King Of The Whole Wide World, einer Komposition von Ruth Batchelor und Bob Roberts.

Am 26.Oktober 1961 spielte Elvis 31 Takes dieses Liedes ein, war aber mit keiner Version zufrieden. Und so entstanden am folgenden Tag vier weitere Versuche, von denen der letzte schließlich zum Master-Take erklärt wurde.

In Deutschland veröffentlichte RCA Victor King Of The Whole Wide World  auch auf einer Single, die den 26. Platz der Hitparade erreichte. Auf einem Album war der Song erstmals im Jahre 1971 zu finden. Das Budget-Label CAMDEN brachte ihn auf der LP C'mon Everybody  heraus.

 

I Got Stung

Hier handelt es sich um einen reinrassigen Rock'n'Roll aus der Feder von Aaron Schroeder und David Hill. Elvis spielte den Song am 11. Juni 1958 in Nashville, Tennessee ein und benötigte dafür 24 Takes.

Der Sänger ist verliebt und tut nun kund, er sei von einer süßen Biene gestochen worden. Ein toller Song, der von Elvis auch absolut phantastisch vorgetragen wird.

RCA Victor brachte I Got Stung  später erneut auf dem Album 50,000,000 Elvis Fans Can't Be Wrong - Elvis' Gold Records Volume 2  (1959) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) heraus.

 

Trouble /Guitar Man

Angeblich handelt es sich hier um eine neu geschnittene Fassung dieses Medleys, tatsächlich hören wir aber dieselbe Version wie auf der LP Elvis  aus dem Jahr 1968.

Die Stimme des Kings klingt rau, erdig und ungeschliffen - so hatte man den Sänger noch nie gehört. Auch die Idee, den Klassiker Trouble  (1958) mit einer aktuellen Single (Guitar Man  wurde Anfang 1968 aus dem Clambake-Soundtrack ausgekoppelt) zu einem Medley zu verbinden, halte ich für großartig. Die Nummer schlägt einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und zeigt dem Publikum, dass Elvis allen Schlagerfilmen zum Trotz noch immer der Rock'n'Roll-König ist.

Aufgenommen wurde das Medley am 22. Juni 1968 innerhalb von 32 Takes. Der Master ist ein Zusammenschnitt aus den Durchläufen 21 (Trouble) sowie 32 und 19 (Guitar Man).

 

Let Yourself Go

Diese Aufnahme entstand ebenfalls im Rahmen der TV-Show SINGER presents Elvis. Seinerzeit war der Titel jedoch nicht auf dem Soundtrack zu hören, RCA veröffentlichte ihn erst später auf dem Album A Legendary Performer - Volume 3.

 

If I Can Dream

Das Special endete mit dem von W. Earl Brown verfassten Traum von einer besseren Welt. Offenbar traf der King damit endlich wieder den aktuellen Zeitgeschmack, denn die im November 1968 veröffentlichte Single If I Can Dream / Edge Of Reality  erreichte in den Hot 100 den zwölften Platz und stellte damit Elvis' erfolgreichste 45er seit drei Jahren dar.

Aufgenommen wurde der Song am 23. Juni 1968 innerhalb von fünf Takes. Später fand sich If I Can Dream  auch auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) und dem Album A Legendary Performer - Volume 2  (1976).

Gesanglich orientierte sich der King übrigens an Tony Bruno, den er in den Monaten zuvor in Las Vegas gesehen hatte.

 

A Big Hunk O' Love

Weiter geht es mit zwei Aufnahmen aus dem 1973er TV-Konzert Aloha From Hawaii Via Satellite. Nachdem Elvis die meisten schnellen Songs dieser Show ehr mühevoll über die Bühne gebracht hatte, erinnerte er sich hier wohl doch noch seiner Tage als Rock'n'Roll-König und brachte seinen großen Hit aus dem Jahre 1959 zumindest solide und mit einem Anflug von Spielfreude rüber.

 

Can't Help Falling In Love

Der King erwähnt nun, dass er vor etwa zehn Jahren hier einen Film namens Blue Hawaii  gedreht habe und den nächsten Song daher speziell für das heutige Publikum singen wolle. Das war natürlich Humbug, denn er beendete fast jede Show mit Can't Help Falling In Love.

Sowohl auf der Doppel-LP From Memphis To Vegas / From Vegas To Memphis als auch auf dem Album Elvis As Recorded At Madison Square Garden  stellt diese Ballade die Schlussnummer der Konzerte dar und leider muss auch hier gesagt werden, dass die Fassung aus der Aloha-Show die bislang schwächste war.

Ohne Unterbrechung geht der Song in das Closing VAMP  über. Im Fernsehen sah man Elvis noch eine Krone von einem Zuschauer entgegennehmen, sich ein paar Mal verbeugen und dann die Bühne verlassen. Dies tat er mit einem Elan, den man von ihm den ganzen Abend nicht gesehen hatte.

 

Fazit & Bewertung

Prinzipiell hat die Sammler-Ausgabe von This Is Elvis  aufgrund der ReMixes und ReMakes ihren Reiz. Viel Mühe gab man sich bei FTD mit dem Projekt aber offenbar nicht.