Elvis For Everyone!

Im Jahr 2014 fand auch die Compilation Elvis For Everyone!  ihren Weg in die Classic Album-Serie.

Neben den Songs der Original-LP sind hier auch jene Lieder enthalten, die seinerzeit für das Projekt in Betracht gezogen, schlussendlich aber verworfen wurden.

Die zweite CD enthält Outtakes aus den frühen 1960ern, die von FTD bis dato noch nicht auf den Markt gebracht wurden.

Zwar haben die Lieder nicht zwingend etwas mit der LP Elvis For Everyone!  zu tun, aber weil das Label keine reinen Outtake-CDs mehr veröffentlicht, halte ich die Idee dieser Bonus-Disc für durchaus gelungen.

In dem beigefügten Booklet wird ausführlich auf die Geschichte des Albums eingegangen. Zudem werden Schallplatten-Cover, Dokumente, etc. gezeigt.

Die erste Seite des Booklets zeigt übrigens die italienische Ausgabe der LP. Dort orientierte man sich bei der Namensgebung an der britischen Konkurrenz und nannte den Tonträger Elvis '65.

Bei den Masters auf der ersten CD griffen Ernst Jorgenson und Roger Semon auf die Fassungen von der Box The Complete Elvis Presley Masters  aus dem Jahr 2010 zurück.

Die Outtakes auf der zweiten Scheibe wurden ebenfalls von Vic Anesini und Sebastian Jeansson bearbeitet, so dass sich die Tonqualität auf demselben, hohen Niveau befindet. 

 

The Original Album

Your Cheatin' Heart

Das Album beginnt mit Your Cheatin' Heart, einer Aufnahme vom 1. Februar 1958 aus dem Radio Recorders Studio in Hollywood, Kalifornien. Zehn Takes benötigte Elvis damals, um den Hank Williams Klassiker aus dem Jahr 1952 einzuspielen.

Mit diesem Song war der King inzwischen wieder aktuell, denn im Vorjahr hatte MGM unter dem Titel Your Cheatin' Heart  eine Williams-Biographie in die Kinos gebracht. Ursprünglich war sogar einmal angedacht gewesen, Elvis die Hauptrolle spielen zu lassen. Schlussendlich ging der Part jedoch an George Hamilton.

Mir persönlich gefällt diese Country-Nummer übrigens sehr gut, man hört deutlich heraus, dass der King diese Art von Musik sehr mochte. Anfang 1977 veröffentlichte RCA das Lied erneut auf dem Album Welcome To My World.

 

Summer Kisses, Winter Tears

Einige Fans kannten den Song schon von der im Februar 1961 veröffentlichten EP Elvis By Request. Der King hatte ihn am 8. August 1960 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien aufgenommen und dafür 26 Takes eingespielt. Am Ende befand er den 20. Versuch als den gelungensten und wählte ihn zum Master.

Ursprünglich war Summer Kisses, Winter Tears  auch im Film Flaming Star  (1960) zu hören gewesen, nachdem das Testpublikum bei der Szene aber in Gelächter ausgebrochen war, entfernte Regisseur Don Siegel den Song wieder aus dem an sich seriösen Western.

Das Lied stammt aus der Feder von Fred Wise, Ben Weisman und Jack Lloyd. Der Sänger erinnert sich hier seiner verflossenen Liebe und man nimmt Elvis die Trauer und Einsamkeit auch ohne Weiteres ab. Ein schöner Song, der heute leider ein wenig in Vergessenheit geraten ist.

 

Finders Keepers, Losers Weepers

Im Mai 1963 nahm der King im RCA Studio B in Nashville, Tennessee Songs für eine weitere LP auf, die aber schlussendlich nicht zustande kam. RCA nutzte die Lieder stattdessen für diverse Singles und als Bonus Songs auf Soundtrack-Alben.

Finders Keepers, Loosers Weepers  stammt aus ebendiesen Sessions und wurde von Elvis am 26. Mai 1963 innerhalb von drei Takes eingespielt. Der flotte Popsong wurde von Dorie und Ollie Jones geschrieben und geht sofort ins Ohr.

 

In My Way

Die Ballade stammt aus der Feder von Fred Wise und Ben Weisman und war erstmals im Film Wild In The Country  (1961) zu hören. Elvis nahm den Song am 7. November 1960 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien auf und benötigte dafür acht Takes.

In diesem traurigen, nur von einer Gitarre begleiteten Lied verspricht der Sänger nicht die ewige Liebe und erwartet diese auch nicht von seinem Mädchen. Elvis singt sehr einfühlsam und einmal mehr nimmt man ihm jedes Wort ungefragt ab.

Das Budget-Label CAMDEN brachte In My Way  auf dem Album Separate Ways  (1972) heraus.

 

Tomorrow Night

Elvis hatte das Lied bereits am 10. September 1954 für SUN Records in Memphis, Tennessee eingespielt.

Um den Sound ein bisschen zu modernisieren, wurden am 18. März 1965 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee ein Gitarren-Overdub und der Hintergrundgesang der Anita Kerr Singers hinzugefügt. Außerdem ließ man die Originalaufnahme ein wenig langsamer laufen, um Elvis' relativ hohen Gesang seiner aktuellen Tonlage anzupassen.

Das Ergebnis dieser Nachbearbeitungen ist absolut perfekt, ich halte Tomorrow Night  für einen der Höhepunkte dieser LP.

Das Original stammt übrigens aus dem 1939 erstmals aufgeführten Musical Knights.

 

Memphis, Tennessee

Am 27. Mai 1963 hatte Elvis im RCA Studio B in Nashville, Tennessee den Chuck-Berry-Hit aufgenommen.

RCA Victor wollte den Titel im Herbst zusammen mit dem ebenfalls während dieser Session entstandenen Witchcraft  auf einer Single herausbringen, doch dann zweifelte der King an der Qualität seiner Einspielung und wollte das Lied noch einmal neu aufnehmen.

RCA veröffentlichte stattdessen Bossa Nova Baby (ein Lied aus dem damals aktuellen Spielfilm Fun In Acapulco) und Elvis spielte den Song am 12. Januar 1964 ein zweites Mal ein. Take 6 wurde zum Master erklärt und wäre wohl auch auf einer Single herausgebracht worden, wenn Elvis die Aufnahme nicht dem Sänger Johnny Rivers vorgespielt hätte.

Dieser veröffentlichte nämlich kurze Zeit später eine eigene, sehr ähnlich klingende Fassung von Memphis Tennessee, landete einen Nummer-2-Hit und machte damit sämtliche Planungen von Elvis und RCA Victor zunichte.

In dem Lied bittet der Sänger das Fräulein vom Amt (damals gab es noch Telefonzentralen, die den Anrufer manuell weitervermitteln mussten), ihn doch nach Memphis, Tennessee zu einer gewissen Marie durchzustellen. Zunächst vermutet man, es handele sich um die Freundin des Interpreten und deren Mutter habe sich gegen die Beziehung ausgesprochen. Erst in der letzten Strophe wird klar, dass es sich bei Marie um die sechsjährige Tochter der Sängers handelt und bei der Mutter um dessen Frau.

Für mich gehört Memphis Tennessee  zu Elvis' besten Aufnahmen aus den 1960ern.

 

For The Millionth And The Last Time

Die Ballade entstand am 15. Oktober 1961 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee. Geschrieben wurde sie von Sid Tepper und Roy C. Bennett, Elvis benötigte insgesamt 12 Versuche für das Lied.

Der Sänger ist schwer verliebt und schafft es nicht, sich endgültig für diesen Abend von seiner Freundin zu verabschieden.

Ich würde den Song als südländisch angehauchten Teenager-Pop bezeichnen, der von allen Beteiligten grandios vorgetragen wird.

 

Forget Me Never

Hier handelt es sich um ein weiteres, nur zur Gitarrenbegleitung vorgetragenes Lied aus dem Film Wild In The Country  (1961).

Auch hier singt Elvis absolut großartig und einmal mehr nimmt man ihm seine Traurigkeit voll und ganz ab.

Aufgenommen wurde dieser von Fred Wise und Ben Weisman geschriebene Song am 7. November 1960 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien. Nach drei Takes hatte der King die Nummer im Kasten.

Sieben Jahre nach der Veröffentlichung dieses Albums war Forget Me Never  auch auf der CAMDEN-Produktion Separate Ways  zu hören.

 

Sound Advice

Mit dem Kinderlied möchte Elvis seinen kleinen Zuhörern mit auf den Weg geben, dass es auch schlechte Ratschläge gibt und nicht jeder Tipp gut gemeint ist.

Der Text dieser Komposition aus dem Hause Bill Giant/Bernie Baum/Florence Kaye spielt mit der Doppelbedeutung des Wortes sound  und wurde am 2. Juli 1961 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee für den Film Follow That Dream  aufgenommen. Take 6 wurde zum Master.

Seinerzeit mochte Elvis das Lied nicht besonders und wollte es deshalb auch nicht auf der Soundtrack-EP veröffentlicht sehen. Vier Jahre später hatte er offenbar seine Meinung geändert und stimmte der Verwendung zu.

 

Santa Lucia

Das traditionelle Santa Lucia  stammt aus dem Film Viva Las Vegas  (1964), war aber nicht auf der entsprechenden Soundtrack-EP zu hören.

Der Text wurde 1850 von Teodoro Cottrau geschrieben, aufgenommen wurde das Lied erstmals 1916 durch Enrico Caruso.

Nun handelte es sich bei Elvis um keinen Tenor, sein Gesangsstil war eindeutig Pop und von der italienischen Sprache hatte er nicht einmal rudimentäre Kenntnisse. Trotzdem gefällt mir seine Interpretation sehr gut und auch sein Italienisch klingt für mich - als ein dieser Sprache ebenfalls nicht mächtigen Zuhörer - zumindest akzeptabel.

Damit man Santa Lucia  im eigenen Verlag unterbringen konnte, trug man als Komponist einfach "Traditional - Arranged By Elvis Presley" ein.

Die Aufnahme entstand am 10. Juli 1963 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien. Trotz des Textes in der fremden Sprache benötigte Elvis nur drei Takes, bevor er das Lied im Kasten hatte.

1972 erfolgte eine Zweitverwertung auf der CAMDEN-LP Burning Love And Hits From His Movies.

 

I Met Her Today

Der Song stammt aus der Feder von Don Robertson und wurde von Elvis am 15. Oktober 1961 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee aufgenommen. Elvis arbeitete hat an dieser zarten Ballade, erst der 18. Take wurde zum Master.

Der Sänger teilt hier seiner offenbar untreuen Freundin mit, dass er sich nun - nachdem er sie lange genug vorgewarnt hat - partnerschaftlich neu orientieren möchte.

Elvis singt sehr hoch und klingt dabei äußerst gefühlvoll, ja nahezu zerbrechlich. Wenn ich mich in der richtigen Stimmung befinde, weiß ich I Met Her Today  durchaus zu schätzen.

Auch dieser Song wurde von CAMDEN für ein Budget-Album genutzt. Im Dezember 1972 fand er sich auf der LP Separate Ways.

 

When It Rains It Really Pours

Im November 1955 hatte Elvis bei SUN Records acht Takes von When It Rains It Really Pours  eingespielt und den fünften Versuch zum Master erklärt. Am 24. Februar 1957 entstanden bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien acht weitere Takes, die allerdings ebenfalls im Archiv verschwanden.

Als man für Elvis For Everyone!  nach unveröffentlichtem Material suchte, stieß man auch auf When It Rains It Really Pours  und erklärte kurzerhand den achten Versuch der 1957er Session zum Master.

 Die SUN-Version galt lange Jahre als verschollen, erst 1982 fand man das Tape und veröffentlichte es zwei Jahre später auf dem Album A Legendary Performer - Volume 4. Das Original stammt übrigens ebenfalls von SUN Records. Billy "The Kid" Emerson spielte es 1954 unter dem Titel When It Rains, It Pours  ein.

 

The Optional Masters

Flaming Star

Am 8. August 1960 nahm Elvis bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien Black Star, das Titellied seines neusten Spielfilms, auf. Nach 13 Takes spielte er zusätzlich noch 5 Insert-Takes ein, den Master kombinierte man schließlich aus den Durchgängen 13 und 5 (Insert-Take).

Weil 20th Century Fox die Produktion später in Flaming Star  umbenannte, mussten auch die Autoren Sid Wayne und Sherman Edwards ihr Lied anpassen und Elvis die Nummer noch einmal aufnehmen. Dies geschah am 7. Oktober 1960 innerhalb von 6 Takes.

Als das Elvis For Everyone!-Projekt diskutiert wurde, war Flaming Star  lediglich auf der inzwischen aus dem Katalog gestrichenen EP Elvis By Request  veröffentlicht worden.

Nachdem sich der King gegen den Track entschieden hatte, dauerte es bis 1969, ehe die Fans das Lied (auf der Budget-LP Elvis Sings "Flaming Star" & Others) erneut kaufen konnten.

 

Wild In The Country (UK-Album Version)

Die Ballade stellte den Titelsong zu Elvis' gleichnamigem Spielfilm dar und wurde von Hugo Peretti, Luigi Creatore und George Weiss geschrieben.

Aufgenommen wurde der Song am 7. November 1960 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien innerhalb von 19 Takes.

Dieser langsame Titel gefällt mir ausgesprochen gut und zählt für mich zu den schönsten Movie Tunes des Kings.

RCA Victor hatte das Lied im Mai 1961 auf der B-Seite der Single I Feel So Bad  herausgebracht. Obwohl es sich nicht um den Hauptsong der Veröffentlichung handelte, konnte sich Wild In The Country  jedoch eigenständig in den Billboard Charts platzieren und erreichte den 26. Platz.

1971 kam der Song im Rahmen der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  erneut auf den Markt.

Die auf der britischen Ausgabe von Elvis For Everyone!  zu hörende Version von Wild In The Country  wurde nachträglich mit Maracas angereichert. Vermutlich wurden diese Overdubs am 18. März 1965 vorgenommen, da an diesem Tag auch Tomorrow Night  nachbearbeitet wurde.

 

Lonely Man

Lonely Man  wurde von Bennie Benjamin und Sol Marcus geschrieben, die Aufnahme erfolgte am 7. November 1960 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Elvis benötigte 13 Takes für diese wunderschöne Ballade, die auch ohne den Spielfilm ihre Daseinsberechtigung gehabt hätte.

Die Fans kannten das Lied bis dato nur von der B-Seite des Nummer 1-Hits Surrender.

Nachdem es Lonely Man  nicht auf das Album geschafft hatte, veröffentlichte RCA Victor die Ballade auf der LP Elvis' Gold Records - Volume 4  (1968). Drei Jahre später war das Lied ebenfalls auf der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  enthalten.

 

Mama

Im Film Girls! Girls! Girls!  (1962) sangen The Amigos diese Ballade. Elvis hatte ebenfalls eine Version davon eingespielt, die aber seinerzeit weder im Film, noch auf der Soundtrack-LP Verwendung fand.

Geschrieben wurde diese 58 Sekunden lange Nummer von Charles O' Curran und Dudley Brooks.

Der Song ist recht kitschig, aber trotzdem nett anzuhören. Es gibt sicherlich schlechtere Film-Balladen als Mama.

Weil das Liedchen im Jahr 1970 noch immer im Archiv lag, veröffentlichte CAMDEN es auf der Budget-LP Let's Be Friends.

 

Plantation Rock

Elvis spielte die Komposition aus der Feder des Teams Giant/Baum/Kaye am 28. März 1962 für den Film Girls! Girls! Girls! ein.

Nach 17 Takes nahm er noch zwei Insert-Takes mit dem Ende des Songs auf, die mit den Nummern 18 und 19 archiviert wurden. Den Master stellte man aus den Takes 17 und 19 zusammen.

Damals fand die Nummer weder im Film, noch auf dem Soundtrack-Album Verwendung und auch für das Elvis For Everyone!-Projekt wurde sie schlussendlich abgelehnt.

RCA veröffentlichte den Plantation Rock  erst im Jahr 1983 auf der LP Elvis - A Legendary Performer Volume 3.

 

Night Life

Das Lied wurde für den Spielfilm Viva Las Vegas aufgenommen, fand dort aber schlussendlich keine Verwendung.

Elvis spielte die Nummer von Bill Giant, Bernie Baum und Florence Kaye am 9. Juli 1963 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien ein und benötigte dafür 14 Takes.

Wie es der Titel bereits vermuten lässt, wird hier das Nachtleben (Neonlichter, Spieler und schöne Frauen) besungen. Unter den Movie Tunes würde ich Night Life  zu den besseren Liedern zählen.

RCA veröffentlichte die Nummer schließlich Anfang 1969 auf dem Budget-Album Elvis Sings "Flaming Star" & Others. Die beiden folgenden Songs sollten sich auf derselben LP finden.

 

Do The Vega

Der King benötigte am 10. Juli 1963 für die Komposition von Bill Giant, Bernie Baum und Florence Kaye sieben Takes.

Dieses Lied war übrigens ebenfalls für Viva Las Vegas  geplant, wurde aber schlussendlich verworfen.

Ein durchschlagender Erfolg wäre der Vega wohl nicht geworden, prinzipiell ist die Nummer aber nett gemacht und als Filmschlager daher akzeptabel.

 

The Yellow Rose Of Texas / The Eyes Of Texas

Abermals hören wir einen Titel, der im Zusammenhang mit Viva Las Vegas  entstand.

Dieses Exemplar wurde allerdings akzeptiert und war entsprechend im Film zu sehen. Rusty (Elvis) singt es in einem Casino vor einer Horde von Südstaatlern.

Bei den Songs handelt es sich um Traditionals, die von Randy Star und Fred Wise bearbeitet und zu einem Medley verbunden wurden.

Aufgenommen wurde die Nummer am 10. Juli 1963 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien innerhalb von 9 Takes.

Weil sich hauptberufliche Sänger zu professionell angehört hätten, wurden der Part des lautstark mitgrölenden Casino-Publikums von den Studio-Musikern übernommen.

 

What Now, What Next, Where To

Hier wurde bereits der erste Versuch zum Master Take. Die Aufnahme der Don Robertson-Komposition entstand am 26. Mai 1963 aus dem RCA Studio B in Nashville, Tennessee. Ursprünglich hatte Robertson das Lied für Johnny Cash geschrieben, der hatte es jedoch abgelehnt.

Nachdem die Aufnahme vier Jahre lang im Archiv gelegen hatte, veröffentlichte RCA Victor sie als Bonus Song auf dem Soundtrack-Album Double Trouble. Ende 1972 fand sich What Now, What Next, Where To auch auf dem CAMDEN-Album Separate Ways.

Mir persönlich gefällt der Song sehr gut.

 

Western Union

Elvis spielte das Lied am 27. Mai 1963 hatte Elvis im RCA Studio B in Nashville, Tennessee ein. Vier Takes benötigte er, um die Nummer von Sid Tepper und Roy C. Bennett zu seiner Zufriedenheit aufzunehmen.

Das Lied klingt ein wenig wie der kleine Bruder von Return To Sender  und auch inhaltlich gibt es einige Parallelen. Erneut hatte der Sänger mit seiner Liebsten Streit und möchte sich schriftlich entschuldigen - nur dass der Versand diesmal über Western Union  erfolgt. Insgesamt halte ich das Lied für gelungen. 

Veröffentlicht wurde der Song als Zugabe auf dem Soundtrack zum Film Speedway.

 

Blue River

Blue River entstand am 27. Mai 1963 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Die Autoren des Liedes heißen Paul Evans und Fred Tobias, die Grundlage des Masters bildet Take 2. Weil dieser Steve Sholes als zu kurz für eine Single-Veröffentlichung erschien, schnitt er die letzte Strophe und einen Refrain ans Ende des Vortrags und brachte den Song so auf eine Laufzeit von über zwei Minuten.

RCA brachte den Song Ende 1965 zunächst auf der B-Seite der Single Tell Me Why  heraus, später fand er sich auch als Bonus Song auf der Double Trouble-LP.

 

Tell Me Why

Die Ballade stammt aus der Feder von Titus Turner und wurde erstmals 1956 von Marie Knight veröffentlicht.

Elvis spielte seine Fassung am 12. Januar 1957 bei Radio Recorders in Hollywood ein, doch den Produzenten Steve Sholes beschlichen Zweifel aufgrund der Ähnlichkeit zum Gospel Just A Closer Walk With Thee.

Und so wurde der zum Master auserkorene Take 5 zunächst im Archiv belassen, um möglichen Plagiatsvorwürfen aus dem Weg zu gehen.

Gesanglich ist Elvis hier noch von seiner späteren Klasse entfernt, trägt den Song aber insgesamt ordentlich vor.

Nach der Veröffentlichung auf der gerade erwähnten Single war Tell Me Why  im Jahr 1971 auch auf der Box The Other Sides - 50 Worldwide Gold Award Hits Volume 2  zu finden.

 

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