Something For Everybody

Die Classic Album-Ausgabe der LP Something For Everybody  kommt im Jahr 2006 auf den Markt.

Wie inzwischen üblich, handelt es sich um zwei CDs, die neben den Tracks der Original-LP auch Bonus Songs und Outtakes enthalten.

Für den digitalen Transfer der Aufnahmen sorgte Andreas Meyer, die weitere Bearbeitung übernahm Sebastian Jeansson.

Zwar wurden auch diese Tracks später noch zweimal von Vic Anesini nachbearbeitet (für die im Jahr 2010 veröffentlichte Mega-Box The Complete Elvis Presley Masters  und für die 2016er Box The RCA Album Collection), aber echte Verbesserungen konnte auch er nicht mehr erzielen.

Kurz und gut: Die FTD-Version klingt von A bis Z einfach großartig.

Die erste Disc enthält die Aufnahmen der Original-LP sowie einige im selben Zeitraum veröffentlichte Singles und frühe, vollständig durchgespielte Takes.

Auf der zweiten Scheibe sind dann Album Sessions Outtakes, Single Sessions Outtakes und die jeweils letzten Takes vor den Masters zu hören.

Leider findet sich hier auch ein zusammengestückelter Take von Judy. Eigentlich hanelt es sich um einen abgebrochenen Vortrag, doch bei FTD griff man zur digitalen Bastelschere und kreierte kurzerhand einen durchgehende Performance.

Dass die Singles berücksichtigt wurden, verleitet zu der Annahme, dass man bei FTD seinerzeit noch nicht an eine Classic Album-Version von Elvis' Golden Records Volume 3  dachte. Tatsächlich sollten auch noch zehn Jahre vergehen, ehe sich Ernst Jorgensen und Roger Semon zu einer solchen entschlossen.

 

The Album

There's Always Me

Getreu dem Motto Something For Everybody  enthält die LP schnelle und langsame Songs. Die erste Seite ist den Balladen gewidmet, auf der B-Seite finden sich die flotteren Titel.

Eröffnet wird das Album mit There's Always Me  aus der Feder von Don Robertson. Elvis war von dem Lied begeistert und sein Vortrag (beim Master handelt es sich um Take 10) darf mit Fug und Recht als perfekt bezeichnet werden.

Der Sänger verspricht seiner Liebsten, immer für sie da zu sein - und das, obwohl die Dame offenbar gar kein romantisches Interesse an ihm hat und zudem partnerschaftlich anderweitig gebunden ist.

Elvis' Stimme klingt einfach wunderbar und man nimmt ihm das bange Hoffen, vielleicht doch irgendwann erhört zu werden jederzeit ab.

1967 veröffentlichte RCA Victor den Song zusammen mit Judy  auf einer Single. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Musikgeschmack der Massen jedoch längst geändert, so dass die 45er keine großen Erfolge erringen konnte.

 

Give Me The Right

Mit bluesigem Unterton buhlt Elvis um die Gunst seiner Ex-Freundin.

Ich mag diesen Song sehr, vor allem die Gesangseinlagen von Millie Kirkham gefallen mir gut.

Geschrieben wurde Give Me The Right  von Norman Blagman und Fred Wise, Elvis benötigte für die Aufnahme vier Takes.

 

It's A Sin

Die Ballade wurde von Fred Rose und Zeb Turner für Eddy Arnold geschrieben, der damit 1947 einen Nummer 1 Hit im Bereich Country & Western verbuchen konnte. Sieben Jahre später besuchte Elvis ein Konzert von Arnold im Ellis Auditorium in Memphis, bei dem der Country-Star auch It's A Sin  vortrug.

The Jordanaires waren bei dieser Show ebenfalls zugegen und der junge Mr. Presley nutzte auch gleich die Gelegenheit, Gordon Stoker mitzuteilen, dass er eines Tages selbst einmal von dem Quartett begleitet werden wolle. Nur zwei Jahre später hatte sich sein Traum erfüllt und The Jordanaires sangen mit ihm im Studio und auf der Bühne!

Natürlich war die Gruppe auch während dieser Session zugegen und bereicherte Elvis' Version von It's A Sin  mit ihrem Gesang. Zum Master wurde Take 4.

 

Sentimental Me

Die Ballade stammt aus der Feder von Jimmy Cassin und Jim Morehead und wurde 1950 erstmals von den Ames Brothers veröffentlicht. Später folgten noch zahlreiche andere Versionen, hierzulande veröffentlichte zum Beispiel Peter Alexander 1962 eine deutsche Fassung mit dem Titel Mondscheinmelodie.

Elvis benötigte für seine Aufnahme nur zwei Takes, lieferte aber trotzdem ein absolut perfektes Ergebnis.

Zum dritten Mal in Folge wirbt der King mit diesem Lied um die Gunst einer Dame, diesmal allerdings in mittlerem Tempo und durchaus hoffnungsvoll. I

In einigen europäischen Ländern veröffentlichte RCA Victor Sentimental Me  auch auf einer Single, die in Italien sogar den ersten Platz erreichte. 1972 war der Song auch auf der CAMDEN-LP Separate Ways zu finden.

 

Starting Today

Mit Starting Today  folgt eine weitere Ballade von Don Robertson. Auch hier kam Elvis schnell zu einem Ergebnis, schon der dritte Take wurde zum Master.

Der Sänger nimmt sich hier vor, ab heute nicht mehr seiner Verflossenen nachzutrauern, was ihm offenkundig jedoch nicht ganz gelingt.

 

Gently

Im Gegensatz zum Vorgänger wird hier das Entstehen einer Liebe beschrieben.

Die Instrumentierung ist äußerst sparsam, getragen wird das Lied im Wesentlichen durch Elvis, den Harmonie-Gesang der Jordanaires und das Gitarrenspiel von Hank Garland.

Geschrieben wurde dieser wunderbare Song von Murray Wizell und Edward Lisbona, nach fünf Takes hatte Elvis die Aufnahme im Kasten. Mit diesem Lied endet auch die erste Seite des Albums.

 

I'm Coming Home

Als Elvis 1960 wieder einmal bei seinem Entdecker Sam Phillips vorbeischaute, gab ihm dieser auch eine Kopie seiner neusten Produktion. Der Sänger dieses Liedes hieß Carl Mann, der Komponist war Charlie Rich. Kommerziell blieb die 45er erfolglos, doch Elvis mochte den Song sehr und wollte ihn unbedingt aufnehmen.

Weil das Lied erst kurzfristig auf die Agenda genommen worden war, lagen weder der Text, noch das Arrangement für die Musiker vor und man beschränkte sich darauf, mehr oder minder die Single von Mann zu kopieren.

Das gelang allerdings exzellent, denn I'm Coming Home  gehört ohne Zweifel zu den besten Songs dieser LP.

 

In Your Arms

Diese Aron Schroeder/Wally Gold - Komposition kann da zwar nicht ganz mithalten, trotzdem gefällt mir auch dieser Song recht gut.

Der Sänger erklärt hier, dass er nirgendwo anders sein möchte als in den Armen seiner Liebsten und tut dies in einem etwas monoton wirkenden Shuffle-Rhythmus.

Elvis' Gesang ist erstklassig und auch die Einwürfe der Jordanaires gefallen mir sehr gut. Schon der zweite Versuch wurde zum Master..

 

Put The Blame On Me

Der Sänger ist verliebt und demzufolge auch bereit, die Schuld für sämtliche Verfehlungen des Paares auf sich zu nehmen.

Besonders das von Floyd Cramer gespielte Wurlitzer-Piano macht diesen Song interessant und lässt den Zuhörer aufhorchen.

Geschrieben wurde das Lied von Kathleen Twomey, Fred Wise und Norman Blagman, Take 5 wurde zum Master.

Anno 1965 war Put The Blame On Me  übrigens auch im Film Tickle Me  zu hören und fand sich ebenfalls auf der entsprechenden Soundtrack-EP.

 

Judy

Das Lied stammt aus der Feder von Teddy Redell, der es auch als erster aufnahm und auf einer Single veröffentlichte. Auch Elvis' Version wurde von RCA Victor auf einer Single herausgebracht, allerdings erst 1967 und auch nur auf der B-Seite von There's Always Me. Für die Aufnahme dieses äußerst gefälligen Popsongs benötigte der King acht Versuche.

Der Sänger möchte hier seine Ex-Freundin, die besagte Judy, dazu bewegen, ihren neuen Freund aufzugeben und wieder zu ihm zurückzukehren.

Völlig hoffnungslos dürfte diese Aktion nicht sein, denn das Lied geht sofort ins Ohr und wird von Elvis exzellent gesungen. Er spielt regelrecht mit seiner Stimme und man hört der Aufnahme förmlich an, wie sehr der King den Song mochte.

1969 war Judy  auch für das Live-Comeback in Las Vegas vorgesehen und wurde mit der Band geprobt. Zu einer tatsächlichen Aufführung kam es meines Wissens jedoch nicht.

 

I Want You With Me

Auch I Want You With Me  zählt zu den Highlights dieses Albums. Das Original stammt von Bobby Darin aus dem Jahr 1958, geschrieben wurde es von Woody Harris.

Elvis präsentierte den Rocker als schnellen Popsong mit einem leichten Touch von Blues, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Eine große Herausforderung schien I Want You With Me  für ihn jedoch nicht zu sein, nach zwei Takes hatte er die Nummer im Kasten.

 

I Slipped, I Stumbled, I Fell

Die LP endet mit dieser Komposition von Fred Wise und Ben Weisman für den Spielfilm Wild In The Country.

Die Aufnahme entstand am 8. November 1960 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien. Insgesamt versuchte sich Elvis 18 Mal an dem Song, schlussendlich erklärte er Take 13 zum Master.

Das Lied selbst kann sich durchaus hören lassen, die Tonqualität der Aufnahme fällt aber im Vergleich zu den im RCA Studio B eingespielten Titeln deutlich ab.

1972 nutzte CAMDEN I Slipped, I Stumbled, I Fell  für die LP Separate Ways.

 

The Singles

I Feel So Bad

Die Single I Feel So Bad / Wild In The Country  wurde im Mai 1961 veröffentlicht und erreichte in den Pop-Charts die Ränge 5 (I Feel So Bad) und 26 (Wild In The Country). Die A-Seite eroberte zudem den 15. Platz der R&B-Charts.

Insgesamt ging die Scheibe etwa 2,5 Millionen Mal über die Ladentheken und brachte dem King posthum im Jahr 1983 eine Goldene Schallplatte ein

Das Lied stammt aus der Feder von Chuck Willis, der es 1954 auch als erster veröffentlichte. Da Elvis das Arrangement des Originals kopierte, benötigte er für seine Fassung am 12. März 1961 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee nur zwei Versuche.

RCA Victor veröffentlichte I Feel So Bad  später auch auf den Alben Elvis' Golden Records - Volume 3  (1963) und Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

Obwohl der King den schnellen Blues exzellent vorträgt, gehört die Nummer nicht zu meinen Favoriten.

 

Little Sister

Die im August 1961 veröffentlichte Single His Latest Flame / Little Sister  stellte eine Doppel-A-Seite dar, man verzichtete also darauf, einen der Songs zur "Zugabe" zu erklären.

In den Pop-Charts erreichen die Lieder die Plätze 4 und 5, in der Hitparade für Easy Listening Musik wird His Latest Flame  sogar zum Nummer 2-Hit.

Weltweit konnte RCA Victor 3,25 Millionen Exemplare absetzen, 1992 verlieh die RIAA dem King nachträglich eine Goldene Schallplatte. 

Der Popsong stammt aus der Feder von Doc Pomus und Mort Shuman, die Aufnahme erfolgte am 25. Juni 1961. Nachdem er elf Takes eingespielt hatte, entschied er sich für den vierten Durchlauf und erklärte ihn zum Master.

1963 war Little Sister  auf dem Album Elvis' Golden Records - Volume 3  zu finden, 1970 folgte eine weitere Veröffentlichung auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1. Eine Live-Aufnahme wurde 1977 auf dem Doppel-Album Elvis In Concert  herausgebracht.

Das Lied wird von einer vergleichsweise hart gespielten E-Gitarre eingeleitet, die es über weite Teile auch dominiert. Als Rockmusik oder R&B würde ich Little Sister  aber dennoch nicht bezeichnen, für mich ist es eher ein Popsong.

 

His Latest Flame

Auch hier heißen die Autoren Doc Pomus und Mort Shuman und auch diesen Titel nahm Elvis am 25. Juni 1961 auf. Hier spielte Elvis 12 Takes ein, bevor er den achten Versuch zum Master erklärte.

Ein Freund berichtet dem Sänger von seiner neuen Flamme, einer gewissen Marie. Doch schon bald wird ihm klar, dass es sich bei der besagten Dame um seine eigene Freundin handelt, die es mit der Treue wohl nicht ganz so genau nimmt.

Der an sich traurige Text wird von einer vergleichsweise fröhlichen Melodie konterkariert und auch Elvis legt nicht eine Spur von Verzweiflung in seinen Vortrag. Aber genau das macht den Charme von His Latest Flame  aus.

1963 brachte RCA Victor das Lied auch auf dem Album Elvis' Golden Records - Volume 3  heraus, 1971 erfolgte eine weitere Veröffentlichung auf der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2.

 

Good Luck Charm

Die letzte Bonus-Single auf dieser Compilation ist auch gleichzeitig die erfolgreichste.

Mit der im Februar 1962 veröffentlichten Kopplung Good Luck Charm / Anything That's Part Of You  erreichte der King die Plätze 1 und 31 der Pop-Charts und Rang 6 der Easy Listening Hitparade.

Der weltweite Absatz liegt bei 4,5 Millionen Kopien, eine Goldene Schallplatte wurde trotzdem erst im Jahre 1992 beantragt.

Good Luck Charm  entstand am 15. Oktober 1961 im RCA Studio B in Nashville, Tennessee. Insgesamt benötigte der King vier Takes, bevor er die Nummer zu seiner Zufriedenheit im Kasten hatte.

Elvis bittet hier seine Liebste, sie möge doch sein Glücksbringer werden und wohl kaum ein weiblicher Fan hätte ihm damals diesen Wunsch abgeschlagen.

Ich würde Good Luck Charm  als perfekten Radio-Pop bezeichnen, der mit seiner unaufdringlichen, aber einschmeichelnden Melodie und dem grandiosen Harmonie-Gesang der Jordanaires sofort ins Ohr geht.

Später fand sich Good Luck Charm  auch auf dem Album Elvis' Golden Records - Volume 3  (1963) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970). Komponiert wurde dieser Schlager übrigens von Aaron Schroeder und Wally Gold.

 

Anything That's Part Of You

Die Ballade stammt aus der Feder von Don Robertson und wurde am selben Tag aufgenommen wie die A-Seite dieser Single. Allerdings benötigte Elvis für diesen langsamen Song ein paar Versuche mehr, denn erst nach zehn Takes zeigte er sich mit dem Endergebnis zufrieden.

Der Sänger wurde just verlassen und greift nun nach jedem sprichwörtlichen Strohhalm, der ihn an die Dame seines Herzens erinnert. In diesem Falle geschieht das mit dermaßen viel Gefühl, dass sich die Traurigkeit in Elvis' Stimme direkt auf die Zuhörer überträgt.

Für mich zählt Anything That's Part Of You  daher zu den absoluten Highlights im Presley-Katalog. Im LP-Format war der Song erstmals auf Elvis' Golden Records - Volume 3  (1963) zu haben, eine weitere Veröffentlichung erfolgte auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

 

Early Complete Takes

There's Always Me (Take 1)

Nach der Take-Ansage durch die Tonregie verspielt sich Floyd Cramer zunächst beim Intro. Steve Sholes wertet dies aber als Fehlstart und macht keinen separaten Take daraus.

Bei diesem ersten Durchlauf betont Elvis noch nicht so perfekt wie beim Master und singt auch etwas unsicher.

Für einen Erstversuch klingt die Aufnahme allerdings hervorragend.

 

Give Me The Right (Take 1)

Der erste Take unterscheidet sich vom Arrangement her noch ein wenig von der veröffentlichten Fassung. Dies ist insbesondere am Saxophon, dem Schlagzeug und dem Sophrangesang festzumachen.

Grundsätzlich scheint die Nummer aber niemanden vor größere Herausforderungen zu stellen.

 

It's A Sin (Takes 1 & 2)

Hier weicht FTD erstmals vom Konzept ab, denn man wollte uns ja eigentlich frühe, durchgehende Takes servieren und nicht einen Abbruch und einen kompletten Durchlauf.

Beim ersten Versuch kommen Elvis und seine Crew nach etwa einer Minute aus dem Tritt und setzen ein zweites Mal an.

Abermals klingt die Aufnahme für den ersten vollständigen Durchlauf nahezu perfekt.

 

Sentimental Me (Take 1)

Elvis variiert hier seine Stimme noch nicht so, wie später beim Master. Zudem klingt er hier und dort etwas wackelig.

 

Starting Today (Take 1)

Abermals liefert der King einen ersten Durchlauf, der bei vielen anderen Künstlern vermutlich bereits als Endprodukt durchgegangen wäre.

 

Gently (Takes 1 & 2)

Nachdem Elvis das erste Wort gesungen hat, verspielt sich der Gitarrist und man bricht ab.

Die Tonregie wertet dies allerdings nicht als Fehlstart, sondern macht einen separaten Take daraus.

Take 2 läuft dann von A bis Z durch und klingt abermals schon nahezu perfekt.

 

I'm Coming Home (Take 2)

Wir hören Studio-Gespräche, der Gitarrist übt das Intro.

Der Hintergrundgesang und das Gitarrensolo unterscheiden sich noch deutlich von der später veröffentlichten Fassung. Elvis singt hier noch recht zurückhaltend.

 

In Your Arms (Take 1)

Nach kurzen Absprachen beginnt man die Aufnahe.

Auch hier singt der King deutlich zurückhaltender als beim Master und weiß auch nicht immer 100%ig, wie er die Zeilen betonen soll.

 

Put The Blame On Me (Takes 1 & 2)

Der erste Versuch wird beendet, nachdem Elvis beim Wort arms  die Stimme wegbricht.

Beim zweiten Anlauf bekommt er die Passage ebenfalls nicht richtig hin, es wird aber weitergespielt. Doch dann versagt ihm abermals die Stimme und auch dieser Versuch ist Geschichte.

Als Elvis und seine Jungs den Song zum dritten Mal ansetzen, zählt die Tonregie dies als zweiten Take. Wieder singt der King nicht immer sauber, aber man will die Nummer jetzt wohl endgültig durchspielen.

 

Judy (Take 1)

Die Band spielt das Intro, danach übt der Gitarrist seinen Part.

Grundsätzlich funktioniert der Song bereits sehr gut, wobei Elvis hier noch nicht ganz so begeistert von seiner Judy singt. Er muss erst noch mit dem Lied warmwerden.

 

I Want You With Me (Take 1)

Auch hier lässt es Elvis etwas ruhiger angehen, als beim Master-Take.

Musikalisch stellt das Arrangement des Pianos den größten Unterschied zur bekannten Version dar.

 

Little Sister (Take 3)

Zunächst haben Elvis und seine Jungs Probleme damit, in den Song hineinzufinden. Das Intro klingt chaotisch und wird wiederholt.

Auch die Performance selbst klingt noch nicht so "auf den Punkt", wie das Endprodukt. Das Schlagzeug wird noch zu lasch gespielt und auch der Gitarrist hat die richtigen Licks noch nicht gefunden.

 

His Latest Flame (Take 2)

Bei diesem frühen Take wird die Nummer schneller gespielt, als die bekannte Fassung. Auch wird der Rhythmus mehr betont, wodurch der Song recht abgehackt klingt.

Elvis' Gesang ist logischerweise ebenfalls noch nicht so geschmeidig, wie bei späteren Takes.

 

Anything That's Part Of You (Take 1)

Da es sich um einen ersten Durchlauf handelt, konzentriert sich der King noch auf den Text und lässt ergo das nötige Gefühl vermissen.

Dennoch muss ich auch hier wieder feststellen, dass die Aufnahme für einen Erstversuch nahezu unglaublich perfekt klingt.

 

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