Elvis

Das zweite Album des Rock'n'Roll-Königs wird im Jahr 2014 in die Classic Album-Serie von Follow That Dream Records inkludiert.

Die erste CD enthält die Lieder der Original-LP, seinerzeit nur im Single- und EP-Format erhältliche Bonus Songs sowie Outtakes von Rip It Up  und Old Shep.

Auf der zweiten Disc ist Elvis' letzter Auftritt in der Radio-Sendung The Louisiana Hayride  zu hören, bei dem der Rock'n'Roll-König auch einige Songs dieser LP vortrug.

Mancher Fan wird die nicht ausgenutzte Spielzeit der Tonträger kritisieren, aber man muss nun einmal der Tatsache ins Auge sehen, dass die Archive kaum Outtakes der frühen Presley-Sessions enthalten.

Über die Jahre sind die Bänder diversen Aufräumarbeiten zum Opfer gefallen, denn für RCA stellten damals eben nur die Master-Versionen einen Wert dar. In den 1950ern konnte schließlich niemand ahnen, dass es einmal einen Markt für Ausschussware dieser Art geben würde.

Die Studioaufnahmen wurden von Sebastian Jeansson bearbeitet, um den Konzertmitschnitt kümmerte sich Vic Anesini. Letzteres geschah allerdings nicht für diese CD-Produktion, sondern bereits ein paar Jahre zuvor für die Sammler-Box The Young Man With The Big Beat.

 

The Original Album

Rip It Up

Das Album beginnt standesgemäß mit einem Rocker, in diesem Fall aus der Feder von Robert Blackwell und John Marscalco. Das Original war im Sommer 1956 von Little Richard veröffentlicht worden, Elvis' Version entstand am 3. September 1956 innerhalb von 19 Takes.

Es ist Wochenende, der Sänger hat seine Lohntüte bekommen und lässt es jetzt so richtig krachen. Die gute Laune überträgt sich mühelos auf den Zuhörer. Für mich zählt Rip It Up  zu den absoluten Highlights unter den frühen Aufnahmen des Kings.

Der Song befand sich übrigens auch auf der EP Elvis - Volume 1.

 

Love Me

Das Original wurde 1954 von Willie & Ruth gesungen, Elvis spielte seine Fassung am 1. September 1956 ein und erklärte den neunten Versuch zum Master.

Angeblich mochten die Komponisten Jerry Leiber und Mike Stoller die Aufnahme nicht, weil der King die von ihnen vorgesehene Ironie komplett vermissen ließ und den Song todernst und zudem auch noch recht schmalzig vortrug. Schlussendlich traf er mit seiner Interpretation aber genau in die Herzen der weiblichen Anhängerschaft, die ihn nur allzu gerne flehen hörte Behandel mich wie einen Deppen, sei böse und gemein zu mir, aber hab' mich nur ein bisserl' lieb.

Wie schon das vorangegangene Rip It Up  war auch Love Me  auf der EP Elvis - Volume 1  zu hören. 1958 brachte RCA Victor das Lied auf dem Album Elvis' Golden Records  heraus, 1971 fand sich die Ballade außerdem auf der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2.

Seit den frühen 1970ern gehörte Love Me  zum Standardprogramm eines jeden Elvis Presley-Konzertes und findet sich daher auch auf den Live-Alben Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972), Aloha From Hawaii Via Satellite  (1973), Elvis Recorded Live On Stage In Memphis  (1974) und Elvis In Concert (1977). Eine im Rahmen der TV-Show SINGER presents Elvis  aufgezeichnete Version wurde 1974 auf der LP A Legendary Performer  herausgebracht.

Es sei allerdings angemerkt, dass der King dieser wunderbaren Ballade auf der Bühne nur selten gerecht wurde. Die Studioaufnahme gefällt mir jedoch gut.

 

When My Blue Moon Turns To Gold Again

Die Aufnahme entstand am 2. September 1956, Take 10 wurde zum Master. Das Original wurde 1941 von Wiley Walker & Gene Sullivan herausgebracht, drei Jahre später konnte die Sängerin Cindy Walker (keine Verwandtschaft zu Wiley Walker) mit dem Song sogar einen Top5-Hit landen.

Ich mag diesen Country-Schlager, dessen Inhalt man mit Irgendwann kehrst Du zurück und das Leben wird wieder schön  zusammenfassen könnte, sehr gerne. Elvis schien den Titel ebenfalls zu mögen, denn in seiner 1968er TV-Show SINGER presents Elvis  kam er noch einmal darauf zurück.

RCA Victor veröffentlichte die Studio-Aufnahme auch auf der EP Elvis - Volume 1  und der Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971).

 

Long Tall Sally

Einmal mehr coverte Elvis hier einen Hit von Little Richard. In dem Lied beobachtet der Sänger seinen angeblich kranken Onkel John, wie er mit einer gewissen Sally in einer Seitenstraße verschwindet, als Tante Mary um die Ecke biegt. Zwar weiß der Interpret sofort was Sache ist (...she's build for speed), hat aber Verständnis für seinen Onkel und will ihn nicht zuhause anschwärzen.

Die Autoren heißen Richard Penniman (Little Richard) und Robert Blackwell, Elvis spielte seine Fassung am 2. September 1956 ein und benötigte dafür vier Takes.

RCA Victor veröffentlichte die Nummer Anfang 1957 noch einmal auf der EP Strictly Elvis, Konzertaufnahmen finden sich auf den Alben Aloha From Hawaii Via Satellite  (1973) und Elvis Recorded Live On Stage In Memphis  (1974).

 

First In Line

First In Line  ist das erste Lied dieser LP, das speziell für Elvis geschrieben wurde. Der Sänger schmachtet seine Liebste an, sie sei wohl die erste in der Warteschlange gewesen, als die schönsten, Augen, Lippen, etc. vergeben wurden.

Ohne Frage schlägt sich der King Of Rock'n'Roll nicht schlecht, doch sein Gesang berührt mich nicht wirklich und auch der Komposition von Aaron Schroeder und Ben Weisman kann ich nur wenig abgewinnen.

Elvis bewertete First In Line  offenbar völlig anders, denn er gab sich am 3. September 1956 erst mit dem 27. Take zufrieden. RCA Victor brachte die Ballade später auch auf der EP Strictly Elvis  heraus.

 

Paralyzed

Nachdem sich Elvis am 1. September 1956 erfolglos an dem Song versucht hatte, spielte er am folgenden Tag weitere 12 Takes dieses flotten Popsongs aus der Feder von Otis Blackwell ein. Weil auch diesmal kein Durchlauf wirklich perfekt klang, produzierte man fünf Insert-Takes. Der Master wurde schließlich aus Take 12 und Take 5 (Insert Take) zusammengeschnitten.

Paralyzed  fand sich auch auf der EP Elvis - Volume 1  und der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971).

Musikalisch schwimmt der Song stark im Fahrwasser von Don't Be Cruel  und All Shook Up, geht aber trotz der mangelnden Originalität sofort ins Ohr.

Für Elvis war die Aufnahme von Paralyzed  übrigens doppelt lukrativ, denn sein cleverer Manager ließ ihn kurzerhand als Komponisten eintragen und sicherte ihm somit die Hälfte der Urhebertantiemen.

 

So Glad You're Mine

Die zweite Seite der LP beginnt mit einem Überbleibsel vom 30. Januar 1956. Zehn Takes benötigte Elvis im RCA Studio in New York, bevor er den Arthur Crudup-Song perfekt eingespielt hatte.

Wie die meisten anderen Lieder auf diesem Album, so war auch So Glad You're Mine  nicht neu. Bereits zehn Jahre vor Elvis hatte Crudup selbst den Song auf einer Single herausgebracht.

Die Version des King erschien ebenfalls auf der EP Elvis - Volume 2.

 

Old Shep

Seinerzeit dürfte Elvis mit Old Shep  für eine Überraschung gesorgt haben, denn eine traurige Ballade über einen Jungen und seinen Hund erwartete wohl niemand vom King Of Rock'nRoll.

Tatsächlich stellte die Aufnahme für Elvis aber eine Herzensangelegenheit dar, denn er sang das Lied bereits seit seinen Kindertagen. RCA Victor veröffentlichte Old Shep  auch auf der EP Elvis - Volume 2, im Jahr 1972 war der Song ebenfalls auf dem CAMDEN-Album Separate Ways  zu finden.

Der Autor heißt übrigens Red Foley, der den Titel auch als erster herausbrachte. Elvis spielte am 2. September 1956 fünf Takes von Old Shep  ein, entschied sich schlussendlich aber für den ersten Versuch.

Durch einen Fehler von RCA Victor enthielten einige Pressungen von Elvis  den fünften Take. Diese Exemplare gelten heute als gesuchte Raritäten.

Mir persönlich gefällt Old Shep  sehr gut, zumal die Aufnahme auch zu den wenigen Balladen der 1950er gehört, die Elvis glaubhaft zu verkaufen wusste.

 

Ready Teddy

Ready Teddy  ist ein weiterer Song von Robert Blackwell und John Marscalco und auch dieser Titel stammt im Original von Little Richard.

Elvis nahm ihn am 3. September 1956 innerhalb von 12 Takes auf und lieferte damit Rock'n'Roll vom Allerfeinsten. Der Text ist absolut nichtssagend, aber der Rhythmus ist treibend und der Gesang einfach grandios.

Unter anderem ist Ready Teddy  auch auf der EP Elvis - Volume 2  zu finden.

 

Anyplace Is Paradise

Der Sänger befindet, dass jeder Ort dem Paradies gleicht wenn nur seine Liebste dort ist.

Anyplace Is Paradise  wurde von Joe Thomas direkt für Elvis geschrieben und von diesem am 2. September 1956 aufgenommen. Der King arbeitete hart an dem langsamen Popsong, insgesamt benötigte er 22 Takes um das Lied einzuspielen. Potenzial für eine Single hat es zwar nicht, aber als Album-Titel halte ich Anyplace Is Paradise  für sehr gelungen.

Auf der EP Elvis - Volume 2  veröffentlichte RCA Victor ihn erneut.

 

How's The World Treating You

Der Sänger trifft hier auf seine Verflossene und fragt sie, wie das Leben ihr seit der Trennung mitgespielt hat. Ihm selbst geht es hundeelend, denn er hat sich noch lange nicht mit dem Ende der Beziehung abgefunden.

Eigentlich gehörten langsame und tieftraurige Balladen dieser Art nicht gerade zu den Stärken des jungen Elvis, diese Komposition von Chet Atkins und Boudeleaux Bryant handhabte er jedoch gut.

Die Aufnahme entstand am 1. September 1956 innerhalb von sieben Takes, Anfang 1957 brachte RCA Victor sie erneut auf der EP Strictly Elvis  heraus. Das Original wurde bereits vier Jahre zuvor veröffentlicht und stammt von Eddy Arnold.

 

How Do You Think I Feel

Schon im April 1955 hatten sich Elvis, Scotty und Bill mit der Unterstützung des Schlagzeugers Jimmie Lott an How Do You Think I Feel  versucht. Schlussendlich legten sie den Song aber wieder ad acta, so dass es bis zum 1. September 1956 dauerte, ehe der King auf das Lied zurück kam und es innerhalb von sieben Takes einspielte.

Das Original stammt von Red Sovine, wenig später nahm auch Jimmy Rodgers-Snow den Titel auf. Geschrieben wurde How Do You Think I Feel  von Wayne Walker und Webb Pierce.

Auch dieser Song landete später auf der EP Strictly Elvis.

 

Bonus Songs:

Playing For Keeps

Die Ballade entstand am 1. September 1956 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien. Da man sich für keinen einzelnen Take als Master entscheiden konnte, schnitt man die endgültige Version aus den Takes 7 und 18 zusammen.

In der Komposition von Stanley A. Kesler wendet sich der Sänger direkt an seine Liebste, schwört die ewige Treue und beteuert, dass es bei keiner anderen so war wie bei ihr. Meinen Geschmack trifft Playing For Keeps  nicht und auch Elvis' Gesang kann ich nicht viel abgewinnen.

Die Single Playing For Keeps / Too Much  kam im Januar 1957 auf den Markt. Während sich die A-Seite mit Rang 34 zufriedengeben musste, landete die Zugabe auf dem zweiten Platz der Billboard-Charts und wurde zum Hit. Insgesamt verkaufte sich die 45er etwa drei Millionen Mal und wurde von der RIAA mit einer Goldenen Schallplatte zertifiziert.

RCA Victor veröffentlichte den Playing For Keeps  abermals auf dem Album For LP Fans Only  (1959) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

 

Too Much

Too Much  wurde von Lee Rosenberg und Leonard Weinman geschrieben, erstmals aufgenommen wurde der Song 1954 von Bernie Hardison. Elvis spielte seine Version am 2. September 1956 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien ein. Nachdem er zwölf Takes aufgenommen hatte, wurden zur Fehlerkorrektur noch zwei Insert-Takes produziert. Den Master stellte man schließlich aus Take 12 und Insert-Take 2 zusammen.

1958 war Too Much  auch auf dem Album Elvis' Golden Records  zu finden. Weiterhin veröffentlichte RCA Victor den Titel auf der EP A Touch Of Gold - Volume 3  (1960) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

Der Sänger wird hier wissentlich von seiner Freundin ausgenommen, kann sich aufgrund seiner übergroßen Liebe aber nicht von ihr trennen. Traurig ist er darüber nicht, die Melodie ist schmissig und fröhlich und auch im Gesang des Kings schwingt nicht die Spur von Trauer oder Verzweiflung.

Musikalisch orientierte man sich übrigens stark an Good Lovin'  von den Clovers. Elvis mochte die Gruppe sehr und erkannte vermutlich sofort die Gemeinsamkeiten der beiden Songs.

 

Don't Be Cruel

Don't Be Cruel  entstand am 2. Juli 1956 innerhalb von 28 Takes im RCA Studio 1 in New York.

Nur zwölf Tage später brachte RCA Victor das Lied zusammen mit Hound Dog  auf einer Single heraus. Beide Songs konnten sich in der Hitparade von Billboard platzieren - Don't Be Cruel  auf Rang 1 und Hound Dog  auf der Nummer 2! Mit einem weltweiten Absatz von acht Millionen Kopien gilt die Scheibe heute als die kommerziell erfolgreichste Single-Veröffentlichung der 1950er Jahre.

Weitere Verwertungen fanden auf der EP The Real Elvis  (1956) und auf den Alben Elvis' Golden Records  (1958), Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970), Elvis - A Legendary Performer  (1974) und Pure Gold  (1975) statt. Daneben findet sich der Titel auch als Teil eines Medleys mit Teddy Bear  auf den Live-LPs Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972) und Elvis In Concert  (1977).

Neben Otis Blackwell ist auch Elvis selbst als Komponist gelistet, tatsächlich ging es aber nur darum, dem neuen Superstar zusätzlich zu seinen Einnahmen als Sänger auch noch die Hälfte der Komponisten-Tantiemen zu sichern.

Weil sich Blackwell bei Don't Be Cruel  wohl ein wenig zu sehr an populären Liedern der Konkurrenz orientiert hatte, wurden schnell Plagiatsvorwürfe gegen den Songschreiber laut. Doch ob nun abgekupfert oder nicht, die Nummer zählt für mich zu den absoluten Highlights im Kanon des Kings. 

 

Hound Dog

Am selben Tag wie Don't Be Cruel  spielte Elvis auch Hound Dog  ein. An diesem Song arbeitete er ebenfalls hart, denn er benötigte 31 Durchläufe, ehe er sich mit dem Resultat zufrieden gab.

Das Lied wurde von Jerry Leiber und Mike Stoller geschrieben, wobei ursprünglich auch Johnny Otis als Komponist angegeben wurde. Erst seit einer gerichtlichen Auseinandersetzung werden Leiber und Stoller als alleinige Urheber aufgeführt.

Die Originalaufnahme stammt aus dem Jahr 1952 von Willie Mea "Big Mama" Thornton, später sangen auch Jack Turner und Eddie Hazlewood das Lied.

Dieser Song war noch im selben Jahr auf der EP The Real Elvis  zu hören und fand sich später auf den Alben Elvis' Golden Records  (1958) und Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970).

Im Konzertprogramm des Kings hatte die Nummer ihren festen Platz und findet sich auf den Live-LPs From Memphis To Vegas / From Vegas To Memphis  (1969), Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972), Aloha From Hawaii Via Satellite  (1973), Elvis Recorded Live On Stage In Memphis  (1974) und Elvis In Concert  (1977). Auf dem Soundtrack zum TV-Special SINGER presents Elvis  ist das Lied ebenfalls zu hören. An die Großartigkeit der Studioaufnahme kam der King allerdings nie wieder heran. 

 

Any Way You Want Me

Dieser Song erschien am 28. September 1956 auf der B-Seite der Nummer 1-Single Love Me Tender, die weltweit etwa 4,5 Millionen Mal über die Ladentheken ging und in den USA dreifachen Platin-Status innehat.

Nur eine Woche vor der Veröffentlichung dieser Single war Any Way You Want Me  bereits auf einer gleichnamigen EP herausgebracht worden. Vermutlich hoffte man bei RCA Victor auf den Effekt der Cross Promotion und setzte darauf, dass die Käufer der Single auch die EP erwerben würden - und natürlich auch umgekehrt. Schlussendlich konnte die EP jedoch nicht von der Popularität der 45er profitieren und ging landesweit weniger als 200.000 Mal über die Ladentheken.

Nichtsdestotrotz war Any Way You Want Me  später auf dem Album Elvis' Golden Records  (1958) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) zu finden.

Geschrieben wurde die Ballade von Aaron Schroeder und Cliff Owens, Elvis nahm sie am 2. Juli 1956 in den RCA Studios in New York innerhalb von 12 Takes auf.

Nach meinem Ermessen gibt der King hier ein wenig zu viel Gas und auch die Komposition an sich trifft nicht meinen Geschmack.

 

Outtakes

Rip It Up (Takes 10-14)

Take Nummer 10 wird etwa eine halbe Minute alt, dann bricht man ab.

Beim nächsten Anlauf misslingt das Schlagzeug-Intro, danach kommt Elvis bis zur ersten Zeile.

Als sich das Spielchen wiederholt, fragt der King What's happening?

Take 14 läuft dann vollständig durch, wobei das Gitarren-Solo von Scotty Moore von der bekannten Version abweicht.

 

Rip It Up (Take 15)

Wir hören etwas Studio-Talk, Hugh Jarrett wirft ein tiefes Natalie Wood  (als Referenz an die anwesende Schauspielerin) ein.

Grundsätzlich haben alle Beteiligten die Rock'n'Roll-Nummer im Griff, bei union hall  bricht dem King allerdings die Stimme weg.

 

Rip It Up (Take 16)

Am Anfang klingt Elvis etwas brüchig, später kann man seine Stimme ebenfalls ungewollt "quietschen" hören.

 

Rip It Up (Take 17)

Dieser Take läuft sauber durch. Als Textänderung fällt auf, dass Elvis seine Dame jetzt in der social hall  und nicht mehr in der union hall  aufreißen will.

 

Rip It Up (Takes 18 & 19)

Beim 18. Take zittert wieder die Stimme des Kings, woraufhin DJ Fontana (Schlagzeug) und Scotty Moore (Gitarre) mehr oder weniger das Spiel einstellen. Hey Nick, you wanna play drums?  fragt Elvis scherzhaft Nick Adams.

Elvis hatte Nick und Natalie Wood während seiner Arbeit in Hollywood kennengelernt und sich mit den beiden angefreundet. Bei Natalie ging die Freundschaft wohl etwas weiter, dafür blieb Nick dem Dunstkreis des Kings längerfristig erhalten und die beiden blieben über die nächsten Jahre in Kontakt.

Mit Take 19 folgt der allseits bekannte Master von Rip It Up.

 

Old Shep (Take 5)

Wie bei der Beschreibung der Album-Tracks bereits erwähnt, spielte Elvis insgesamt fünf Takes dieser Ballade ein.

Auf das Album nahm man schlussendlich den ersten Durchlauf, einige Pressungen enthielten aufgrund eines Fehlers bei RCA aber fälschlicherweise Take 5.

Diesen bekommen wir zum Abschluss der ersten CD nun ebenfalls zu hören. Das Lied wird etwas langsamer gespielt und hat einen leichten Touch von Blues.

Vermutlich wählte Elvis den ersten Take zum Master, weil er hier emotionaler sang als bei den späteren Versuchen.

 

weiter zur zweiten CD