A Touch Of Gold - Volume 3

Der dritte Teil der A Touch Of Gold - Serie erscheint am 23. Februar 1960. Mit 50.000 Kopien liegt der US-Absatz deutlich unter dem der beiden Vorgänger und auch die weltweite Nachfrage hält sich in Grenzen.

Da es sich um den dritten Teil der Reihe handelte, ist der goldene Elvis nun dreimal auf dem Cover zu sehen. Die Rückseite bewirbt die vorangegangenen Ausgaben der Serie.

All Shook Up

Im März 1957 kam mit All Shook Up / That's When Your Heartaches Begin  eine der erfolgreichsten Presley-Singles auf den Markt. All Shook Up  kannten die Fans bereits von David Hill (ein Pseudonym des Schauspielers David Hess), der die Otis Blackwell-Komposition im November 1956 aufgenommen und zu Beginn des folgenden Jahres unter dem Titel I'm All Shook Up  auf einer Single herausgebracht hatte.

Doch nicht nur der Name des Liedes hatte sich bei Elvis leicht verändert, auf einmal wurde der King Of Rock'n'Roll auch als Co-Autor angeführt. Der Grund dafür war simpel: Elvis hätte den Song schlicht und einfach nicht aufgenommen, wenn Mr. Blackwell nicht die Hälfte seiner Tantiemen an ihn abgetreten hätte. Weil sich die Presley-Singles aber so gut verkauften, bedeutete 50% der Ansprüche noch immer mehr Geld auf dem Bankkonto, als 100% bei irgend einem anderen Sänger. Deshalb spielte Otis Blackwell das Spiel mit - genauso wie schon andere Komponisten vor ihm.

Elvis' Version von All Shook Up  entstand am 12. Januar 1957 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien innerhalb von 10 Takes. Die Duett-Stimme gehört dem Jordanaires-Mitglied Gordon Stoker, Klavier spielte sein Chor-Kollege Hoyt Hawkins.

Im Jahre 1958 veröffentlichte RCA Victor den Titel noch einmal auf dem Album Elvis' Golden Records, auf der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) und dem Album Pure Gold  (1975) war All Shook Up  ebenfalls zu hören. Live-Aufnahmen finden sich auf dem Doppel-Album From Memphis To Vegas / From Vegas To Memphis  (1969) und auf der LP Elvis As Recorded At Madison Square Garden  (1972).

Für mich gehört dieser Gute-Laune-Song zu den absoluten Highlights im Katalog des Kings.

 

Don't Ask Me Why

Die gesungene Liebeserklärung stammt aus der Feder von Fred Wise und Ben Weisman und wurde von Elvis am 16. Januar 1958 bei Radio Recorders eingespielt. Zum Master-Take wurde schließlich der zwölfte Durchlauf gewählt.

RCA Victor veröffentlichte Don't Ask Me Why  auf der B-Seite der Single Hard Headed Woman  (1958), dem King Creole-Soundtrack (1958) und der 4-LP-Box The Other Sides - Worldwide Gold Award Hits Volume 2  (1971).

 

Too Much

Too Much  wurde von Lee Rosenberg und Leonard Weinman geschrieben, erstmals aufgenommen wurde der Song 1954 von Bernie Hardison. Elvis spielte seine Version am 2. September 1956 bei Radio Recorders in Hollywood, Kalifornien ein. Nachdem er zwölf Takes aufgenommen hatte, wurden zur Fehlerkorrektur noch zwei Insert-Takes produziert. Den Master stellte man schließlich aus Take 12 und Insert-Take 2 zusammen.

Anfang 1957 veröffentlichte RCA Victor Too Much  auf der B-Seite der Single Playing For Keeps, später war das Lied auch auf dem Album Elvis' Golden Records  (1958) und der 4-LP-Box Worldwide 50 Gold Award Hits - Volume 1  (1970) zu finden.

Der Sänger wird hier wissentlich von seiner Freundin ausgenommen, kann sich aufgrund seiner übergroßen Liebe aber nicht von ihr trennen. Traurig ist er darüber nicht, die Melodie ist schmissig und fröhlich und auch im Gesang des King schwingt nicht die Spur von Trauer oder Verzweiflung. Musikalisch orientierte man sich übrigens stark an Good Lovin'  von den Clovers. Elvis mochte die Gruppe sehr und erkannte vermutlich sofort die Gemeinsamkeiten der beiden Songs. Too Much  gehört zu meinen absoluten Lieblingsliedern von Elvis.

 

Blue Moon Of Kentucky

Am 7. Juli 1954 kehrten Elvis, Scotty und Bill zu SUN Records zurück, um eine B-Seite für die neue Single That's All Right  aufzunehmen. Die Wahl fiel auf Blue Moon Of Kentucky, einen Titel aus der Feder von Bill Monroe, der ihn 1946 auch als erster aufnahm.

Prinzipiell nutzte man für diese Nummer dasselbe Rezept wie für den Hauptsong. Das Lied wurde ein wenig aufgepeppt und im neu entstandenen Presley-Stil vorgetragen. Speziell in den Jahren 1954/55 tauchte Blue Moon Of Kentucky  regelmäßig in den Live-Shows des Hillbilly Cat auf.

RCA Victor veröffentlichte den Song auf den Alben A Date With Elvis  (1959) und The Sun Sessions  (1976),

 

Fazit & Bewertung

Auch der dritte Teil der Reihe kann für sich in Anspruch nehmen, gut zusammengestellt zu sein und dem Zuhörer musikalische Abwechslung zu bieten. Wie die Verkaufszahlen aber zeigen, wollten die Fans keinen alten Wein in neuen Schläuchen mehr kaufen, sondern warteten sehnsüchtig auf neue Aufnahmen ihres Idols.