Elvis On Tour: April 1976

Nur vier Wochen vor dem ersten Konzert-Termin begann Ende März der Vorverkauf für eine neuerliche Tournee des Kings. Dem kommerziellen Erfolg schien dieses Vorgehen jedoch keinen Abbruch zu tun, denn auch diesmal waren die Shows ausverkauft.

 

Stationen

21.04.1976; Kansas City, Missouri; Kemper Arena (17.600 Zuschauer)
22.04.1976; Omaha, Nebraska; City Auditorium (10.546 Zuschauer)
23.04.1976; Denver, Colorado; McNichols Sports Arena (19.000 Zuschauer)
24.04.1976; San Diego, Kalifornien; Sports Arena (17.500 Zuschauer)
25.04.1976; Long Beach, Kalifornien; Long Beach Arena (28.000 Zuschauer, 2 Shows)
26.04.1976; Seattle, Washington; Coliseum (14.687 Zuschauer)
27.04.1976; Spokane, Washington; Coliseum (7.500 Zuschauer)

 

Musiker

James Burton (Gitarre), John Wilkinson (Gitarre), Ronnie Tutt (Schlagzeug), Jerry Scheff (Bass), Tony Brown (Klavier), David Briggs (E-Piano und Clavinet), Charlie Hodge (Gitarre und Harmonie-Gesang), Joe Guercio Orchestra, The Sweet Inspirations (Sylvia Shemwell, Myrna Smith & Estelle Brown, Hintergrundgesang), J.D. Sumner & The Stamps (Larry Strickland, Ed Hill, Ed Enoch & Ron Booth, Hintergrundgesang), Kathy Westmoreland (Hintergrundgesang) und Sherrill Nielsen (Hintergrundgesang).

 

Ablauf & Ereignisse

Bereits im März waren für Elvis aufgrund seiner angespannten finanziellen Situation kurzfristig einige Konzert-Termine gebucht worden, für den April wurden Management III und RCA Record Tours ebenfalls mit der Organisation einer kleinen Tournee beauftragt.

Bevor es losgehen konnte, mussten allerdings einmal mehr neue Musiker angeworben werden. Nach den Schallplatten-Aufnahmen im Februar hatten Ronnie Tutt, Glen D. Hardin und James Burton erklärt, nicht mehr mit Elvis auftreten zu wollen. Durch eine signifikante Erhöhung der Gage ließ sich Mr. Burton im folgenden Monat umstimmen, die Herren Tutt und Hardin wurden jedoch durch Larry Londin und Shane Kiester ersetzt.

Im April gelang es Elvis schließlich, ebenfalls mit einer deutlichen Erhöhung der Bezahlung, Ronnie Tutt zur Rückkehr zu bewegen. Glen D. Hardin blieb allerdings standhaft und verweigerte definitiv die weitere Zusammenarbeit.

Daher engagierte man den bekannten Session-Musiker Tony Brown, der zuvor bereits mit J.D. Sumner & The Stamps oder auch der Presley-Backupgruppe Voice gearbeitet hatte. Ironischerweise sollte Mr. Brown drei Jahre später abermals der Nachfolger von Glen D. Hardin werden - diesmal in der Band der Country-Sängerin Emmylou Harris.

Weil die Tournee so kurzfristig angesetzt worden war, stand Joe Guercio für die ersten Auftritte nicht als Diregent zur Verfügung. In dieser Zeit übernahme Marty Harrell, die rechte Hand des Orchester-Chefs, diese Aufgabe.

Trotz der erneuten Umbesetzungen verzichtete Elvis auf Konzertproben. Das Repertoire entsprach im Wesentlichen dem der vorangegangenen Tour, allerdings reaktivierte der King die Songs If You Love Me (Let Me Know),  My Way  und Help Me

Diese Konzertreise war übrigens die letzte, bevor den King das QCS (Quick Closing Syndrome) erwischte. Schon bald würde er dazu übergehen, nach der ausufernden Bandvorstellung nur noch zwei oder drei Songs zu singen.

Als Bühnenoutfits nutzte Elvis den White Egyptian Bird Suit, den Blue Egyptian Bird Suit, den V-Neck Suit  und den Chicken Rib Suit.

Direkt nach dem Ende der Tour flogen der King und seine Crew nach Stateline / Nevada, wo ab dem 30. April ein weiteres Gastspiel im Del Webb's Sahara Tahoe Hotel auf dem Plan stand.

 

Tonaufnahmen

 

Filmaufnahmen

Long Beach Airport (26. April 1976)