Elvis On Tour: Maerz 1976

Ein Dreivierteljahr nach der erfolgreichen Konzertreise im Juli 1975 begab sich der King abermals auf eine Tournee. Zum ersten Mal seit seinem Bühnencomeback wurden die Eintrittspreise erhöht und betrugen nun $ 12,50, $ 10,00 und $ 7,50.

Die Organisation übernahmen Concerts West und Mid-South Concerts. Nach Abzug aller Ausgaben verblieb ein Gewinn von etwa 500.000 US-Dollar.

 

Stationen

17.03.1976; Johnson City, Tennessee; Freedom Hall (7.000 Zuschauer)
18.03.1976; Johnson City, Tennessee; Freedom Hall (7.000 Zuschauer)
19.03.1976; Johnson City, Tennessee; Freedom Hall (7.000 Zuschauer)
20.03.1976; Charlotte, North Carolina; Charlotte Coliseum (24.000 Zuschauer, 2 Shows)
21.03.1976; Cincinnati, Ohio; Riverfront Coliseum (35.080 Zuschauer, 2 Shows)
22.03.1976; St. Louis, Missouri; Kiel Auditorium (10.546 Zuschauer)

 

Musiker

James Burton (Gitarre), John Wilkinson (Gitarre), Larry Londin (Schlagzeug), Jerry Scheff (Bass), Shane Kiester (Klavier), David Briggs (E-Piano und Clavinet), Charlie Hodge (Gitarre und Harmonie-Gesang), Joe Guercio Orchestra, The Sweet Inspirations (Sylvia Shemwell, Myrna Smith & Estelle Brown, Hintergrundgesang), J.D. Sumner & The Stamps (Larry Strickland, Ed Hill, Ed Enoch & Ron Booth, Hintergrundgesang), Kathy Westmoreland (Hintergrundgesang) und Sherrill Nielsen (Hintergrundgesang).

 

Ablauf & Ereignisse

Nach den Schallplatten-Aufnahmen im Februar hätte Elvis eigentlich bis zum Beginn seines ab dem 30. April angesetzten Gastspiels im Del Webb's Sahara Tahoe Hotel pausieren sollen. Doch seine finanzielle Lage ließ den Müßiggang nicht zu und so wurde rasch eine sechstägige Tournee mit acht Konzerten organisiert.

Weil die Shows des Kings für die Musiker keine Herausforderungen mehr darstellten, hingen einige Bandmitglieder ihre Jobs bei Elvis an den Nagel. Schon nach den Sessions im Februar hatte Glen D. Hardin unmissverständlich klargemacht, dass er für weitere Buchungen durch Elvis nicht mehr zur Verfügung stünde und auch James Burton und Ronnie Tutt wollten künftig andere Jobs annehmen. Nur mit großer Überredungskunst und einer stattlichen Gagenerhöhung konnte James Burton zum Bleiben bewegt werden, Hardin und Tutt jedoch ließen sich anderweitig verpflichten.

Als Ersatz engagierte Elvis den Schlagzeuger Larry Londin sowie die Pianisten Shane Kiester (Klavier) und David Briggs (Clavinet).

Im Vorfeld der Tournee traf sich der King mit seinen Musikern in der Graceland-Villa, doch man beschränkte sich auf das kurze Anspielen einiger bekannter Songs und hielt sich nicht allzu lange mit ernsthaften Vorbereitungen auf.

Nichtsdestotrotz stellte Elvis im Rahmen dieser Konzertreise erstmals seine kommende Single Hurt  vor und auch das während des vorangegangenen Vegas-Gastspiels ins Programm genommene America, The Beautiful  wurde regelmäßig gespielt. Das restliche Programm entsprach dem Show-Ablauf der vergangenen Jahre, zu den wenigen Überraschungen gehörte der Top40-Hit Until It's Time For You To Go  von 1972.

Wie beim Pre-Holiday Jubilee  in Las Vegas trug Elvis während dieser Tour den Rainfall Suit, den Chicken Rib Suit  und den White Egyptian Bird Suit. Letzteren Anzug kombinierte er nun erstmals mit dem Originalgürtel, der im Dezember des Vorjahres noch nicht fertiggestellt worden war. Neu im Kleiderschrank war der Blue Egyptian Bird Suit, der neben der Farbe lediglich in einigen Details von seinem weißen Pendant abwich. Die Bühnenpremiere dieses Kostüms dauerte allerdings keine 30 Minuten, da während des Vortrags von Polk Salad Annie  die Hosennaht riss und den King zum Umziehen zwang.

Am Eröffnungsabend präsentierte sich Elvis in guter Form. Zwar hatte er sichtbar an Gewicht zugenommen, stimmlich war er jedoch in ordentlicher Verfassung und die Liedauswahl konnte als abwechslungsreich bezeichnet werden. Leider konnte der King diesen Standard nicht bei allen Konzerten halten. In St. Louis wirkte er kraftlos, in Cincinnati sprach er undeutlich und vergaß mehrfach die Texte seiner Songs. Die Fans waren nach wie vor von ihrem Idol begeistert, im Umfeld des Sängers spekulierte man allerdings offen über das Ausmaß seiner Probleme.

 

Tonaufnahmen

 

Filmaufnahmen

Johnson City, Tennessee (17.03.1976)

 

Charlotte, North Carolina (20.03.1976)