Elvis On Tour: Mai 1974

Bevor der King sein drittes Gastspiel im Del Web's Sahara Tahoe Hotel in Stateline antrat, ging er auf eine kurze Tournee durch Kalifornien.

 

Stationen

10.05.1974: San Bernadino, Kalifornien; Swing Auditorium (7.200 Zuschauer)
11.05.1974: Los Angeles, Kalifornien; Forum Of Inglewood (37.000 Zuschauer, 2 Shows)
12.05.1974: Fresno, Kalifornien; Selland Arena (7.500 Zuschauer)
13.05..1974: San Bernadino, Kalifornien; Swing Auditorium (7.200 Zuschauer)

 

Musiker

James Burton (Gitarre), Charlie Hodge (Gitarre und Harmonie-Gesang), John Wilkinson (Gitarre), Duke Bardwell (Bass), Glen D. Hardin (Klavier) und Ronnie Tutt (Schlagzeug), Joe Guercio Orchestra, The Sweet Inspirations (Myrna Smith, Sylvia Shemwell & Estelle Brown, Hintergrundgesang), J.D. Sumner & The Stamps (Dave Rowland, Ed Enoch & Bill Baize, Hintergrundgesang), Voice (Donnie Sumner, Per-Erik Hallin & Tim Baty, Hintergrundgesang), Sherrill Nielsen (Hintergrundgesang) und Kathy Westmoreland (Hintergrundgesang)

 

Ablauf & Ereignisse

Verglichen mit dem Vegas-Gastspiel und der Tournee im März zeigte die neuerliche Konzertreise den King wieder um einige Pfunde leichter und mit einem gesunden Teint. Auch der Stil seiner Jumpsuits hatte sich merklich geändert.

Weil die mit Strass-Steinen und Metall-Elementen verzierten Anzüge schwer und unkomfortabel waren, ging der Designer Gene Ducette zu gestickten Motiven über. Die ersten vier Outfits dieser Art waren der Blue Swirl Suit, der Peacock Suit, der American Eagle Suit und der Turquise Phoenix Suit. Das letztgenannte Outfit gefiel dem King so sehr, dass er im folgenden Jahr eine ganze Serie mit diesem Design bestellte.

Weil die Gürtel noch nicht fertig waren, kombinierte Elvis die neuen Kostüme zunächst mit farblich passenden Exemplaren aus seinem Fundus.

Musikalisch gab es mit Big Boss Man  und You Can Have Her  zwei Neuzugänge zu verzeichnen, wobei You Can Have Her  über eine einzelne Aufführung nicht hinauskam. Big Boss Man  sollte der King aber bis zur letzten Tournee im Programm behalten und immer mal wieder darauf zurückkommen.

Stimmlich befand sich Elvis in guter Form und auch seine Laune schien blendend. Der große Nachteil der aktuellen Show lag darin, dass die erste Hälfte des Programms fast ausschließlich aus Oldies bestand und der Meister diesen Songs nur noch wenig Interesse entgegen brachte. Erst nach der Bandvorstellung kamen die neueren Titel zum Einsatz. Hier wirkte der King bedeutend engagierter und zeigte, was wirklich in ihm steckte.

Die Fans schienen sich an den vielen, ein wenig zu routiniert vorgetragenen Klassikern jedoch nicht zu stören. Im Ganzen war die Show auch noch in Ordnung, der Rückschritt gegenüber den Auftritten zu Beginn des Jahres war allerdings augenfällig.


Literatur

 

Tonaufnahmen

 

 

Filmaufnahmen

Los Angeles, Kalifornien (11. Mai 1974)