Elvis On Tour: April 1972

Die erste Tournee des Jahres 1972 stellte die bis dato längste Konzertreise des Kings dar und wurde von Concerts West organisiert. Die Eintrittspreise blieben auch in neuen Jahr stabil und betrugen $5, $7,50 und $10.

 

Stationen

05.04.1972: Buffalo, New York; Memorial Auditorium (17.360 Zuschauer)
06.04.1972: Detroit, Michigan; Olympia Stadium (16.216 Zuschauer)
07.04.1972: Dayton, Ohio; University Of Dayton Arena (13.788 Zuschauer)
08.04.1972: Knoxville, Tennessee; Stokley Athletics Center (23.800 Zuschauer, 2 Shows)
09.04.1972: Hampton, Virginia; Hampton Roads Coliseum (21.650 Zuschauer, 2 Shows)
10.04.1972: Richmond, Virginia; Richmond Coliseum (11.500 Zuschauer)
11.04.1972: Roanoke, Virginia; Civic Center (10.436 Zuschauer)
12.04.1972: Indianapolis, Indiana; Fair Ground's Coliseum (11.000 Zuschauer)
13.04.1972: Charlotte, North Carolina; Charlotte Coliseum (12.000 Zuschauer)
14.04.1972: Greensboro, North Carolina; Greensboro Coliseum (16.300 Zuschauer)
15.04.1972: Macon, Georgia, Macon Coliseum (23.000 Zuschauer, 2 Shows)
16.04.1972: Jacksonville, Florida, Veteran's Memorial Coliseum (18.758 Zuschauer, 2 Shows)
17.04.1972: Little Rock, Arkansas; TH Baton Coliseum (10.000 Zuschauer)
18.04.1972: San Antonio, Texas; Convention Center (10.500 Zuschauer)
19.04.1972: Albuquerque, New Mexico, Tingley Coliseum (11.847 Zuschauer)

 

 

Musiker

James Burton (Gitarre), John Wilkinson (Gitarre), Charlie Hodge (Gitarre und Harmonie-Gesang), Jerry Scheff (Bass), Ronnie Tutt (Schlagzeug), Glen D. Hardin (Klavier), Joe Guercio Orchestra, The Sweet Inspirations (Myrna Smitz, Sylvia Shemwell & Estelle Brown, Hintergrundgesang), J.D. Sumner & The Stamps (Donnie Sumner, Bill Baize, Ed Enoch & Richard Sterban, Hintergrundgesang) und Kathy Westmoreland (Hintergrundgesang).

 

 

Ablauf & Ereignisse

Die meisten Fans kennen die Tournee natürlich aus dem Film Elvis On Tour, aber RCA Victor hatte schon lange vor dem Filmprojekt Pläne im Zusammenhang mit dieser Konzertreise. Man wollte nämlich das in Las Vegas auf der Bühne begonnene und im März im Studio fortgesetzte Projekt Standing Room Only! mit weiteren Live-Aufnahmen in Knoxville abschließen. Eine Fehlfunktion der Stromzufuhr machte die Aufnahmepläne schließlich allerdings zunichte, was wohl ein weiterer Auslöser dafür war, das Album-Projekt fallenzulassen und sich stattdessen auf die Produktion einer Soundtrack-LP zu konzentrieren.

Wie wir heute wissen, legte der RCA Victor auch diese Pläne wieder ad acta und veröffentlichte stattdessen das Live-Album Elvis As Recorded At Madison Square Garden.

Im Rahmen der April-Tournee schnitt der Schallplatten-Konzern dieselben Auftritte mit, die auch von MGM gefilmt wurden. Hierbei handelt es sich um die Shows in Hampton, Richmond, Greensboro und San Antonio. Bob Abel, einer der Produzenten von Elvis On Tour, machte außerdem mit einer Handkamera Aufnahmen in Buffalo. Damit sollte den an diesem Projekt beteiligten Personen ein erster Eindruck der Bühnenshow vermittelt werden.

Auch Colonel Parker, der nimmermüde Manager des Kings, war nicht untätig geblieben. An den Verkaufstischen konnten die Fans neben vielen anderen Artikeln ein neues Foto-Buch, zwei weitere Buttons (Elvis, We Love You!  und Elvis In Person) sowie ein während des Januar/Februar-Gastspiels in Vegas geschossenes Portrait-Foto erwerben.

Elvis selbst überraschte mit der Country-Ballade For The Good Times  und dem Rocker Burning Love. Letzteren sang er allerdings nur zweimal für die MGM-Kameras, denn die Nummer sollte im Spätsommer auf einer Single veröffentlicht werden und das Filmstudio wollte natürlich auch den neusten Presley-Hit im Kino zeigen.

Zu den aktuellen Titeln im Programm gehörten die letzten beiden Singles (An American Trilogy  und Until It's Time For You To Go) sowie Never Been To Spain  und You Gave Me A Mountain. Unter den Oldies zählten A Big Hunk O' Love  und Lawdy Miss Clawdy  zu den absoluten Highlights.

Obgleich Elvis etwas ruhiger und routinierter zu Werke zog als während der letzten Tournee, schien seine Spiel- und Sangesfreude ungebremst. Und auch stimmlich befand er sich in hervorragender Verfassung.

Körperlich konnte man jedoch eine Veränderung erkennen. Das Gesicht des Kings wirkte oft blass und an einigen Abenden auch ein wenig aufgedunsen. Damals nahm davon offenbar niemand Notiz, heute allerdings wissen wir, dass es sich hier um eine Nebenwirkung des von Elvis immer häufiger konsumierten Demerols (ein vollsynthetisches Opioid) handelte und damit als erstes, sichtbares Anzeichen für den Niedergang des Sängers angesehen werden kann.

Kleidungstechnisch griff Elvis auf jene Anzüge zurück, die er bereits während der letzten Tournee im November 1971 und im Rahmen seines Vegas-Engagements im Januar und Februar 1972 getragen hatte. Dazu gehörten der Pinwheel Suit (in den Farben weiß und rot), der Royal Blue Fireworks Suit, der White Pyramid Suit, der Light Blue Nail Suit und der White Snowflake Suit.

Den Red Pinwheel Suit  und den White Pyramid Suit   kombinierte Elvis dabei mit dem Gold Attendance Belt, der ihm drei Jahre zuvor vom Management des International Hotels in Las Vegas überreicht worden war.

 

Der Kinofilm

 

Tonaufnahmen

 

Filmaufnahmen

San Antonio, Texas (14. April 1972)