Elvis On Tour: November 1971

Im Vorjahr hatte der King im Herbst zwei kurze Konzertreisen unternommen, die ersten seit 1957. Auch Ende 1971 war er wieder auf Tournee, diesmal besuchte er 12 Städte und spielte 14 Konzerte.

Um die Buchungen kümmerte sich die in Seattle ansässige Firma Management III, die Karten kosteten $5, $7,50 und $10.

 

Stationen

05.11.1971: Minneapolis, Minnesota; Metropolitan Sports Center (17.600 Zuschauer)
06.11.1971: Cleveland, Ohio Cleveland; Public Hall (20.000 Zuschauer, 2 Shows)
07.11.1971: Louisville, Kentucky; Fair & Expo Center Freedom Hall (18.550 Zuschauer)
08.11.1971: Philadelphia, Pennsylvania; Spectrum (16.601 Zuschauer)
09.11.1971: Baltimore, Maryland; Civic Center (12.228 Zuschauer)
10.11.1971: Boston, Massachusetts; Boston Garden (15.509 Zuschauer)
11.11.1971: Cincinnati, Ohio; Cincinnati Gardens (13.272 Zuschauer)
12.11.1971: Houston, Texas; Hofheinz Pavilion (12.000 Zuschauer)
13.11.1971: Dallas, Texas; Memorial Auditorium (20.000 Zuschauer, 2 Shows)
14.11.1971: Tuscaloosa, Alabama; University Of Alabama Fieldhouse (12.000 Zuschauer)
15.11.1971: Kansas City, Missouri; Municipal Auditorium (10.400 Zuschauer)
16.11.1971: Salt Lake City, Utah; Salt Palace (13.000 Zuschauer)

 

Musiker

James Burton (Gitarre), John Wilkinson (Gitarre), Charlie Hodge (Gitarre und Harmonie-Gesang), Jerry Scheff (Bass), Ronnie Tutt (Schlagzeug), Glen D. Hardin (Klavier), Tony Bruno Orchestra (unter der Leitung von Joe Guercio), The Sweet Inspirations (Myrna Smitz, Sylvia Shemwell & Estelle Brown, Hintergrundgesang), J.D. Sumner & The Stamps (Donnie Sumner, Bill Baize, Ed Enoch & Richard Sterban, Hintergrundgesang) und Kathy Westmoreland (Hintergrundgesang).

 

Ablauf & Ereignisse

Während des vorangegangenen Las Vegas-Gastspiels waren die Imperials aufgrund ihrer Gagenforderungen mit Colonel Parker aneinandergeraten. Da Elvis offenbar nicht viel am Engagement der Gesangsgruppe lag, intervenierte er nicht, sondern buchte kurzerhand J.D. Sumner & The Stamps.

Schon in jungen Jahren war er ein Fan des Bass-Sängers gewesen, jetzt bot sich ihm unverhofft die Möglichkeit, mit dem Idol seiner Jugend zusammenzuarbeiten. Sumner & Co. wurden schnell zum festen Bestandteil der Elvis-Presley-Show und sollten bis zum letzten Konzert dabei bleiben.

Joe Guercio nahm aus Kostengründen nicht das komplette Orchester mit auf Tour, sondern ergänzte seine Kerntruppe in den jeweiligen Städten mit lokalen Musikern.

Im Laufe der letzten Monate war Elvis' Bühnengarderobe immer ausgefallener geworden und auch während dieser Tournee präsentierte er eine ganze Reihe neuer Kostüme.

Die Ensembles bestanden aus einem einteiligen, zumeist mit Metall-Elementen verzierten Anzug, einem breiten Ledergürtel und einem Cape. Gelegentlich trug der King auch den goldenen Gürtel, den er zwei Jahre zuvor vom Management des International Hotel in Las Vegas erhalten hatte.

Bei den Outfits handelte es sich um den White Fireworks Suit & Light Blue Cape, den White Pinwheel Suit & Red Cape, den Black Pinwheel Suit & Red Cape  und den White Snowflake Suit & Black Cape.

Auch im folgenden Jahr griff Elvis häufig auf diese Anzüge zurück, der White Pinwheel Suit  ist unter anderem auch im Film Elvis On Tour  zu sehen.

Während der King ein paar Wochen zuvor in Las Vegas eher ruhig und zurückhaltend gewirkt hatte, präsentierte er sich auf dieser Tournee äußerst dynamisch. Er bewegte sich viel, sang mit voller Kraft und es war ihm anzumerken, dass er die Auftritte in den großen Hallen den Nachtclub-Shows vorzog.

In Louisville, Kentucky konnte Elvis übrigens einen ganz besonderen Gast begrüßen. Sein Großvater, Jesse D. Presley, saß im Publikum und sah sich erstmals seit 1956 wieder eine Show seines Enkels an.

 

Tonaufnahmen

 

 

Filmaufnahmen

Houston, Texas (12. November 1971)