Filme

 

Zwischen 1956 und 1969 trat Elvis in 31 Spielfilmen auf, danach stand er im Mittelpunkt zweier Konzert-Dokumentationen. Aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Produktionskosten erzielten die Filme herausragende Renditen und garantierten dem King beständig steigende Gagen.

Sein Hollywood-Debut wurde 1956 noch mit 100.000 US-Dollar entlohnt, nur ein Jahr später bot MGM für Jailhouse Rock bereits 250.000 USD. Anfang der 1960er Jahre konnte Elvis für seine Kinoeinsätze eine halbe Million verlangen, zur Mitte des Jahrzehnts waren daraus sogar 850.000 US-Dollar geworden. Hinzu kam noch eine Beteiligung am Reingewinn von bis zu 50% - eine Quote, die bis heute unerreicht ist. Obwohl Elvis' Filme eigentlich nur ein Abfallprodukt seiner Gesangskarriere darstellten, schaffte er es gleich mehrfach in die Top10 der bestbezahlten Schauspieler. Um die Zahlen grob in die Gegenwart zu übersetzen, lege ich die Steigerung von Eintrittspreisen und Filmgagen zwischen 1960 und 2020 zugrunde, die etwa beim Faktor 13 liegt. Die Durchschnittspreise haben sich in dieser Zeitspanne verneunfacht. Wie bei der Umrechnung der Tonträgerverkäufe in Streams ist auch diese Kalkulation alles andere als sauber, sie reicht aber aus, um eine gewisse Vergleichbarkeit mit dem Hier und Jetzt herzustellen.

In den ersten Jahren versuchte sich Elvis gelegentlich auch als ernsthafter Darsteller in Filmen mit wenig Musik, doch nur die Musicals wurden zu echten Blockbustern. Ab 1963 konzentrierte sich der King auf diese Art von Film und die Produktion der zugehörigen Soundtracks. Die liefen nämlich seinen ebenfalls nicht gerade erfolglosen Alben den Rang ab und verkauften sich teilweise sogar in doppelter Stückzahl.

Nach beständigen Erfolgen und einer Hochphase in der ersten Hälfte der 1960er Jahre brachen die Umsätze ab 1967 allerdings regelrecht ein und erreichten größtenteils nicht einmal mehr 50% der Einspielergebnisse der bis 1966 produzierten Filme. Die im Rekordtempo schwindende Popularität tangierte ihn finanziell jedoch kaum, denn sein Manager hatte auf dem Höhepunkt der Erfolge langfristige Verträge zu Top-Konditionen ausgehandelt. Diese banden Elvis zwar an Hollywood, garantierten ihm andererseits aber auch weiterhin ein Millioneneinkommen.

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TV

 

In den 1950ern war Elvis in verschiedenen Variety-Shows zu Gast, in den Jahren 1968, 1973 und 1977 trat er dann jeweils in eigenen TV-Specials auf.

Ähnlich wie im Kino, so avancierte Elvis auch in diesem Medium schnell zum absoluten Gagenkönig. Als Jackie Gleason den damals noch vergleichsweise unbekannten Künstler für seine Stage Show buchte, zahlte er ihm 1.250 US-Dollar pro Auftritt. Nur ein halbes Jahr später kassierte Elvis für drei Auftritte in der Ed Sullivan Show 50.000 US-Dollar und stellte damit einen neuen Rekord auf. Als er sein Comeback nach der Armeezeit im Frühjahr 1960 im Programm von Frank Sinatra stattfinden ließ, zahlte ihm Ol' Blue Eyes dafür sagenhafte 125.000 USD - für 8 Minuten vor den Fernsehkameras. Sein erstes eigenes Special brachte ihm zwar die doppelte Summe ein, nahm allerdings auch wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Sein TV-Konzert Aloha From Hawaii Via Satellite wurde mit einer Million US-Dollar bezahlt, für Elvis In Concert begnügte er sich mit 750.000 USD - allerdings ließ er sich auch lediglich bei zwei Auftritten filmen, die er im Rahmen einer Tournee sowieso schon gab.

In den 1950er Jahren waren Fernsehshows etwas für bekannte Stars, die ihre bekannten Hits sangen. Für Experimente oder Newcomer war dort kein Platz. Da es kein Internet und keine Video-Plattformen zur Selbstvermarktung gab, musste man jahrelang auf Tournee gehen und irgendwann so bekannt werden, dass einem ein Schallplattenvertrag angeboten wurde. Wenn sich dann Erfolg einstellte, konnte man auf die Buchung in einer dieser TV-Shows hoffen. So lief das Business und so wurde es allgemein akzeptiert. Colonel Parker begriff als einer der ersten, dass das Fernsehen nicht nur etablierte Stars im Gespräch halten, sondern auch neue Stars produzieren konnte. Sein Glück war, dass die quotenschwache Stage Show verweifelt gegen den Abstieg kämpfte und dem Produzenten fünf Singles bei einem obskuren Label in Memphis sowie ein Schallplattenvertrag mit RCA ohne bisherige Veröffentlichung ausreichten, um Elvis zu buchen. Der Effekt war durchschlagend, nach sechs Auftritten war der junge Sänger landesweit im Gespräch, hatte einen Nummer 1-Hit und ein sich großartig verkaufendes Album vorzuweisen. Das führte zur Buchung durch etablierte Shows und das wiederum zu noch größerer Bekanntheit. Elvis Presley war der erste, der das damals noch junge Medium gezielt für seinen Aufstieg nutzte.

Als der geschafft war, zog sich Elvis aus der TV-Welt zurück. 1960 trat er bei Frank Sinatra auf, um nach zweijähriger Armeezeit sein Comeback zu verkünden die aktuelle Single vorzustellen. Acht Jahre später, als seine Filme nicht mehr liefen und seine Schallplatten wie Blei in den Regalen lagen, nutzte er ebenfalls das Fernsehen und läutete mit einer krachenden Retro-Show ein weiteres Comeback ein. Die 1973er Extravaganz Aloha From Hawaii Via Satellite, das teuerste und wohl auch technisch anspruchsvollste TV-Special seiner Zeit, zementierte dann das Image als Mega Star und lebende Legende. Hätte der King die Ausstrahlung von Elvis In Concert noch erlebt, wäre sein Ruf wohl beschädigt worden. Schließlich hatten drei ehemalige Leibwächter gerade ein Buch über Elvis' Verfall und Drogensucht veröffentlicht und sein Zustand lieferte unübersehbar den Beweis, dass die Aussagen der Ex-Mitarbeiter nicht völlig aus der Luft gegriffen waren.

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