Frankie And Johnny

 

Passend zu den Sommerferien lässt Paramount im Juli 1966 Paradise, Hawaiian Style in den Kinos anlaufen. Aus dem Verleih erwirtschaftet das Studio auf dem Heimatmarkt 2,5 Millionen US-Dollar, was einem Karten-Absatz von etwa fünf Millionen US-Dollar entspricht. Damit landet Paradise, Hawaiian Style auf dem vierzigsten Platz der Jahresliste von Variety. Heute hätte der Ticketverkauf etwa 65 Millionen USD eingebracht, bei Paramount wären 33 Millionen USD hängengeblieben. Paradise, Hawaiian Style bestätigt den Abwärtstrend, Tickle Me hatte im Vorjahr eine Million US-Dollar mehr eingespielt, was nach unserer Faustformel heute etwa 13 Millionen ergeben würde.

Ab dem 23. Dezember ist das Leinwandabenteuer auch in Deutschland zu sehen. Hier trägt es den klangvollen Namen Südsee-Paradies.

 

Handlung

Der arbeitslose Pilot Rick Richards kehrt in seine alte Heimat, die Hawaii-Inseln, zurück und startet zusammen mit seinem Kumpel Danny einen Helikopter-Service. Dabei spannt er seine zahlreich vorhandenen Ex-Freundinnen für seine Zwecke ein.

Doch dann verliert er seine Fluglizenz und kann das Geschäft nicht mehr aufrechterhalten. Als sein Kumpel Danny in Not gerät, setzt er sich jedoch über das Verbot hinweg und sucht ihn mit dem Helikopter. Nachdem er seinen Freund gerettet hat, ist auch die Rückgabe der Lizenz nur noch eine Frage der Zeit.

 

Stab

Hal B. Wallis (Produzent), Michael Moore (Regie), Allan Weiss und Anthony Lawrence (Drehbuch, nach einer Story von Allan Weiss), Joseph J. Lilley (Musik), W. Wallace Keley (Kamera), Warren Low (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Rick Richards), Suzanna Leigh (Judy Hudson), James Shigeta (Danny Kohana), Donna Butterworth (Jan Kohana), Marianna Hill (Lani), Irene Tsu (Pua), Linda Wong (Lehua) und Julie Parrish (Joanna). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Das Gesamtbudget des Films betrug 2 Millionen US-Dollar, zehn Prozent davon entfielen auf die Gage des Kings. Zusätzlich erhielt er einen Bonus von 90.000 US-Dollar, den er allerdings hälftig mit seinem Manager teilen musste. Heute müsste man etwas anders kalkulieren, weil die Gagen überproportional angestiegen sind. Die Summe von zwei Millionen Dollar entspricht ca. 18 Millionen in der Gegenwart, Elvis hätte ca. 2,6 Millionen USD bekommen, der Bonus hätte, wenn die Summe wie die Bezahlung der Stars angestiegen wäre, 1,17 Millionen betragen.

Gedreht wurde zwischen dem 7. August und 30. September 1965 auf den Hawaii-Inseln und im Paramount-Studio in Hollywood, Kalifornien. Zunächst sollte die Sängerin Petula Clark die weibliche Hauptrolle übernehmen, als sie jedoch absagte, engagierte man die britische Schauspielerin Suzanna Leigh.

Einmal mehr setzte Hal B. Wallis auf jene Zutaten, die auch schon Blue Hawaii (1961) und Fun In Acapulco (1963) zu Erfolgen gemacht hatten. Es gab eine exotische Kulisse, schöne Frauen und ein Kind als Sympathieträger. Natürlich durfte auch die obligatorische Prügelei nicht fehlen, ebenso wenig wie ein Schuss Romantik und jede Menge Musik.

Da Elvis einen Hubschrauberpiloten darstellte, konnte Wallis den Streifen mit vielen Flug-Szenen anreichern und dem Kinozuschauer wunderbare Landschaftsaufnahmen der Hawaii-Inseln präsentieren.

 

Soundtrack

Das Soundtrack-Album wurde etwa vier Wochen vor dem Start des zugehörigen Leinwandabenteuers in die Geschäfte gebracht. In den amerikanischen Billboard Charts erreichte es Rang 15 und verkaufte sich weltweit etwa 2,5 Millionen Mal.

Über das Cover gelangt ihr zu einer detaillierten Beschreibung der Schallplatte.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Paramount den Film im Rahmen der Elvis - 8 Movies Collection  auf einer DVD. In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

Über das Cover kommt ihr auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Zweifellos wollte Paramount den Erfolg von Blue Hawaii wiederholen, doch weder konnten die Songs mit denen des großen Vorbilds mithalten, noch befand sich Elvis in derselben Verfassung wie im Jahr 1961. Zu allem Überfluss wirkt auch die Inszenierung ein wenig müde und altbacken.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten und am DVD-Cover bei Paramount, am Schallplatten-Cover bei RCA Victor.