Girl Happy

 

Der erste Elvis-Film des Jahres 1965 heißt Girl Happy und läuft nach einer Preview am 12. März im April in den Kinos an. MGM generiert aus dem Verleih in den USA und Kanada 3,25 Millionen US-Dollar, was auf ein Einspielergebnis an den Kinokassen von mindestens 6,5 Millionen US-Dollar schließen lässt. In der Box Office Chart des Jahres 1965 landet Girl Happy auf Rang 25. Kommerziell liegt der King damit weiterhin auf dem selben, erfolgreichen Niveau wie im Vorjahr. In der heutigen Zeit käme Girl Happy auf ein Einspielergebnis von ca. 85 Millionen und Verleihgebühren von 43 Millionen US-Dollar.

In Deutschland ist der Streifen ab dem 4. Februar 1966 unter dem etwas merkwürdig anmutenden Titel Kurven-Lilli zu sehen. Seine Fernsehpremiere erlebt der Film am 18. Mai 1986 in der ARD. Die Sehbeteiligung liegt bei 15%.

 

Handlung

Rusty Wells und seine Beat Band spielen im Club 77 in Chicago. Weil seine gerade volljährig gewordene Tochter zusammen mit ihren Freundinnen Urlaub in Fort Laudadale machen möchte, engagiert Big Frank, der Besitzer des Clubs, die Jungs als heimliche Aufpasser. Natürlich verliebt sich Rusty in die junge Dame und es kommt zu Turbulenzen.

 

Stab

Joe Pasternak (Produzent), Boris Sagal (Regie), Harvey Bullock und R.S. Allen (Drehbuch), George Stoll (Musik), Philip H. Lathrop (Kamera), Rita Roland (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Rusty Wells), Shelley Fabares (Valerie), Harold J. Stone (Big Frank), Gary Crosby (Andy), Joby Baker (Wilbur), Nita Talbot (Sunny Daze), Mary Ann Mobley (Deena) und Fabrizio Mioni (Romano). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Mit Girl Happy endete Elvis' Vertrag aus dem Jahre 1961. Gemäß dieser Vereinbarung erhielt der King eine Gage von 400.000 US-Dollar zuzüglich einer Kostenpauschale von 100.000 US-Dollar und einen Anteil des um diese Summen reduzierten Reingewinns von 50%. Gegenwärtig hätte der King also allein durch die Garantiezahlungen 6,5 Millionen USD mit nach Hause genommen.

Die Dreharbeiten dauerten vom 22. Juni bis zum 31. Juli 1964 und fanden in Fort Laudadale, Florida und auf dem MGM-Studiogelände in Culver City, Kalifornien statt.

Inhaltlich versuchte man vom Spring-Break-Hype jener Tage zu profitieren. Als Zugeständnis an den damaligen Musikgeschmack spielt Elvis hier übrigens erstmals den Sänger einer Beat Band. Leider vergaß man, auch die Musik entsprechend anzupassen - mit dem aktuellen Mersey Beat hatten die Filmschlager rein gar nichts gemein.

Mary Ann Mobey spielte auch in Harum Scarum, dem nächsten MGM-Film des Kings mit. Ein Wiedersehen mit Shelley Fabares gab es in Spinout und Clambake.

 

Soundtrack

Im Februar 1965 bringt RCA Victor die Single Do The Clam / You'll Be Gone auf den Markt, einen Monat später folgt das Album. Im Oktober schiebt das Label noch die Single Puppet On A String hinterher und koppelt die Ballade mit Wooden Heart aus dem Film G.I. Blues. Das Album wird zum Top10-Hit und verkauft sich 2,5 Millionen Mal. Durch die beiden Single-Veröffentlichungen kommen weitere 2,1 Millionen Tonträger hinzu.

Über die jeweiligen Cover gelangt ihr zu den Reviews der Veröffentlichungen. Dort finden sich auch die Umrechnungen in Streams.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Warner Brothers den Film im Rahmen der Hollywood Collection  auf einer DVD. In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

Über das Cover gelangt ihr auch hier zu einer Review.

 

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Mit Girl Happy lieferte MGM einen unterhaltsamen Strand-Film mit einem Hauptdarsteller in Top-Form und jeder Menge Musik. Letztere hat allerdings nicht mehr die Qualität der vorangegenen Soundtracks.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten bei MGM, am DVD-Cover bei Warner Brothers und an den Schallplatten-Covers bei RCA-Victor.