Roustabout

 

Mit Roustabout feiert am 11. November 1964 der nunmehr sechzehnte Spielfilm des Kings Premiere, in den wöchentlichen Kinocharts von Variety erreicht er den achten Platz. An den Kinokassen setzt der Roustabout etwa 6,5 Millionen US-Dollar um, was Paramount 3,3 Millionen USD an Verleihgebühren einbringt. Gegenwärtig hätte das Studio mit dem Film ca. 43 Millionen USD verdient, in den Lichtspielhäusern hätte er mehr als 85 Millionen USD umgesetzt.

Gegenüber Viva Las Vegas bedeutet das Einspielergebnis natürlich einen deutlichen Rückschritt, allerdings sollte man diesen Blockbuster auch nicht als Standard betrachten. Im Vergleich mit den durchschnittlichen Presley-Filmen schlägt sich Roustabout mehr als ordentlich.

Die Writers Guild Of America nominiert die Drehbuchautoren Anthony Lawrence und Allan Weiss in der Kategorie Best Written American Musical  für einen Award.

In Deutschland ist König der Heissen Rhythmen ab dem 25. Dezember im Kino zu sehen.

 

Handlung

Nachdem er aufgrund einer Schlägerei seinen Job als Sänger verloren hat fährt Charlie Rodgers mit seinem Motorrad zunächst ziellos durch die Lande. Dabei trifft er auf eine nahezu bankrotte Schaustellerfamilie, der er sich anschließt.

Schnell lockt er mit seiner Stimme wieder ein zahlungskräftiges Publikum an und kann außerdem das Herz der schönen Cathy gewinnen.

Doch als er des Diebstahls verdächtigt wird, heuert Charlie bei der Konkurrenz an und mit dem Unternehmen geht es erneut bergab. Schlussendlich kann Cathy den Sänger zur Rückkehr überreden und alles wird wieder gut.

 

Stab

Hal B. Wallis (Produzent), John Rich (Regie), Anthony Lawrence und Allan Weiss (Drehbuch, nach einer Vorlage von Allan Weiss), Joseph J. Lilley (Musik), Lucien Ballard (Kamera), Warren Low (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Charlie Rodgers), Barbara Stanwyck (Maggie Morgan), Joan Freeman (Cathy Lean), Leif Erickson (Joe Lean), Sue Ane Langdon (Madame Mijanou), Marianna Hill (Viola), Raquel Welch (Studentin) und Richard Kiel (starker Mann). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Gemäß seinem Vertrag mit Paramount aus dem Jahr 1961 erhielt Elvis für Roustabout eine Gage von 200.000 US-Dollar, was im heutigen Hollywood 2,6 Millionen USD entsprechen würde. Das war erschreckend wenig, denn MGM zahlte dem Sänger inzwischen eine halbe Million pro Film und sicherte ihm außerdem noch 50% der Gewinne zu.

Gedreht wurde vom 9. März bis zum 20. April 1964. Dabei arbeitete man sowohl auf dem Studiogelände von Paramount, als auch im Potrero Valley im kalifornischen Thousand Oaks. In dem Film sind frühe Auftritte von Raquel Welch (eine Ikone unter den Sexbomben der 1960er) und Richard Kiel (der "Beißer" aus den James-Bond-Filmen Der Spion Der Mich Liebte  und Moonraker) zu sehen.

Bevor die Dreharbeiten begannen wandte sich Hal Wallis zunächst an Colonel Parker. Er hatte den Film Viva Las Vegas gesehen und war vom allgemeinen Erscheinungsbild des Kings nicht gerade begeistert. Seine Konturen waren ihm zu weich, die Haare zu schwarz und überhaupt sähe die Frisur aus wie eine schlechte Perücke. Er empfahl dem Manager, an der Optik seines Klienten zu arbeiten und das Styling des Haupthaars doch bitte der Paramount-Crew zu überlassen.

Doch trotz aller Bemühungen sah Elvis auch in Roustabout  nicht gerade wie ein Rocker aus. In den Jahren 1956/57 hätte man ihm den rebellischen Biker durchaus abgenommen, doch anno 1964 wirkte er mehr wie ein Büroangestellter, den es auf ein Motorrad verschlagen hatte.

 

Soundtrack

Die passend zum Filmstart auf den Markt gebrachte LP wird in den Billboard Charts zum Nummer 1-Hit und verkauft sich 3,75 Millionen Mal (was 4,7 Milliarden bezahlten Streams entspricht).

Über das Cover gelangt ihr zu einer detaillierten Beschreibung der Schallplatte.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Paramount den Film im Rahmen der Elvis - 8 Movies Collection auf einer DVD. In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

Über das Cover kommt ihr auch hier zu einer Review.

 

Sammler-Box

Anfang 2007 bringt ElvisUnlimited eine Sammler-Box zum Thema Roustabout  auf den Markt.

Der Weg zum Artikel führt abermals über das Cover.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Statt an exotischen Orten wie Mexico oder Hawaii lässt Hal B. Wallis das neuste Presley-Musical auf einem Rummelplatz spielen und versucht, die Rolle des Kings wieder mit mehr Ecken und Kanten zu gestalten. Das Ergebnis ist wie gehabt: Ein unterhaltsamer, ordentlich produzierter Film.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten und dem DVD-Cover bei Paramount, am Schallplatten-Cover bei RCA-Victor und an der Sammler-Box bei ElvisUnlimited.