It Happened At The World's Fair

 

Wie es sich für einen Film diesen Titels gehört, feiert It Happened At The World's Fair am 3. April 1963 auf der Weltausstellung in Los Angeles Premiere.

Auf der Jahreshitliste von Variety erreicht das Leinwandabenteuer den 55. Platz, MGM erwirtschaftet in den USA und Kanada Verleihgebühren von 2,25 Millionen US-Dollar. Es ist damnach davon auszugehen, dass It Happened At The World's Fair auf dem Heimatmarkt an den Kinokassen etwa fünf Millionen US-Dollar eingespielt hat. Aktuell hätte der Film gemäß der 13er Faustformel 65 Millionen eingespielt und 33 Millionen USD für MGM erwirtschaftet. Damit befindet sich das Musical auf demselben Niveau wie die Konkurrenzproduktion von Paramount.

In Deutschland ist die Musik-Komödie das erste Mal am 29. November 1963 in den Kinos zu sehen. Der Titel Ob Blond, Ob Braun... spielt dabei auf das damals sehr bekannte, von Robert Stolz geschriebene Lied Ob Blond, Ob Braun, Ich Liebe Alle Frauen aus dem Musical-Film Ich Liebe Alle Frauen (1935) an.

 

Handlung

Die Piloten Mike Edwards und Danny Burke wollen sich selbstständig machen, werden aber durch Dannys Hang zum Glücksspiel um Geld und Flugzeug gebracht. Auf der Suche nach einer Einnahmequelle begeben sie sich nach Seattle, wo sie auf die kleine Sue-Lin und ihren Onkel Walter treffen.

Als dieser plötzlich verschwindet, kümmert sich Mike um das Mädchen und verliebt sich in die auf dem Gelände der Weltausstellung arbeitende Krankenschwester Diane Warren. Doch dann kommt es zu jeder Menge Verwicklungen, das Jugendamt möchte Mike die kleine Sue-Lin entziehen und Danny lässt sich auf der Suche nach einem gut bezahlten Job mit Gangstern ein.

 

Stab

Ted Richmond (Produzent), Norman Taurog (Regie), Si Rose und Seaman Jacobs (Drehbuch), Leith Stevens (Musik), Joseph Ruttenberg (Kamera), Fredric Steinkamp (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Mike Edwards), Gary Lockwood (Danny Burke), Joan O' Brien (Diane Warren), Vicky Tiu (Sue-Lin), H.M. Wynant (Vince Bradley), edith Atwater (Miss Steuben) und Guy Richmond (Barney Thatcher). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Bislang hatte Elvis nur Jailhouse Rock (1957) für MGM gedreht, doch nach dem riesigen Erfolg der Paramount-Produktion G.I. Blues wollte das Studio wieder mit dem King ins Geschäft kommen. Und so bot man im Januar 1961 einen Vertrag über vier Spielfilme an, der Elvis für jedes Leinwandabenteuer eine Gage von 400.000 US-Dollar und eine pauschale Kostenerstattung von weiteren 100.000 US-Dollar garantierte. Zudem sollte der Star 50% des um die vorab gezahlte halbe Million bereinigten Reingewinns erhalten. Die Festsumme hätte aktuell also etwa 6,5 Millionen USD betragen.

Es ist offensichtlich, dass It Happened At The World's Fair  vor allem dem Ausbau des neuen, familienfreundlichen Image des Hauptdarstellers galt. Zwar gibt dieser nach wie vor den Frauenhelden, doch stellt er das Wohl der kleinen Sue-Lin eindeutig über seine eigenen Interessen und kümmert sich nahezu rührend um das Mädchen.

Auch optisch entfernte man sich so weit wie möglich vom Rebellen-Image der 1950er und präsentierte Elvis vor allem in schicken Business-Anzügen und mit wohlgeordneter Frisur. Cool war das alles nicht mehr, dafür konnte sich nun aber auch der konservativste Familienvater mit dem geläuterten Rock' n Roller anfreunden.

It Happened At The World's Fair war mit einem Budget von etwa 3 Millionen US-Dollar ausgestattet und entstand zwischen dem 27. August und 9. November 1962. Gedreht wurde im Studio in Los Angeles und auf der Weltausstellung in Seattle.

Der Film stellte übrigens das Schauspieldebut des späteren Leinwandstars Kurt Russell dar. Der damals 10jährige Junge durfte Elvis vor das Schienbein treten.

 

Soundtrack

Das Soundtrack-Album und die vorab veröffentlichte Single verkaufen sich etwa 4,5 Millionen Mal. Überraschenderweise platziert RCA Victor drei Jahre später das Kinderlied How Would You Like To Be auf der B-Seite der Single If Every Day Was Like Christmas. Somit kommen eine weitere Million Tonträger hinzu.

Über die jeweiligen Cover kommt ihr zu detaillierten Beschreibungen der Schallplatten. Hier findet ihr auch die Umrechnung in bezahlte Streams.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag bringt Warner Brothers im Jahr 2007 eine DVD-Serie mit allen MGM-Filmen des Kings auf den Markt. In dieser Version ist der Film auch als Stream und Download erhältlich. Anno 2021 folgt über die Archive Collection eine BluRay ohne deutsche Tonspur.

Über die Cover gelangt ihr auch hier zu den Reviews.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Qualitativ kann die MGM-Produktion durchaus mit der Konkurrenz von Paramount mithalten, die Filmschlager wirken allerdings vergleichsweise uninteressant.

  

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten bei MGM, am DVD Cover bei Warner Brothers und an den Schallplatten-Covern bei RCA Victor.