Kid Galahad

 

Am 29. August 1962 läuft Kid Galahad in den US-Kinos an und landet mit einem Verleih-Ergebnis von 1,8 Millionen US-Dollar in der Top10 der wöchentlichen Hitliste von Variety. Der Umsatz an den Kinokassen in den USA und Kanada dürfte bei 3,5 bis 4 Millionen US-Dollar gelegen haben. Gegenwärtig hätte das Musical also Bruttoeinnahmen von etwa 50 Millionen erwirtschaftet und dem Studio 25 Millionen USD eingebracht.

Weil auch die zweite Mirisch-Produktion mit Elvis nicht einmal die Hälfte der Ergebnisse von G.I. Blues und Blue Hawaii erreicht, verzichtet das Studio auf weitere Engagements des Sängers. 

In Deutschland ist das Boxer-Musical zum ersten Mal am 8. Februar 1963 in den Kinos zu sehen. Hierzulande trägt er den Titel Harte Fäuste, Heisse Liebe.

 

Handlung

Auf der Suche nach einem Job fällt der Ex-G.I. Walter Gulick dem klammen Boxpromoter Willy Grogan in die Arme. Zunächst will dieser den arglosen Walter gegen den brutalen Boxer Shakes verheizen, doch als sich der Neuling überraschend gut schlägt soll er zum Champion aufgebaut werden.

Privat knüpft Walter zarte Bande zu Rose, der jungen Schwester von Grogan. Der hat allerdings Schulden bei dem zwielichtigen Otto Danzig und möchte, dass Walter einen Kampf absichtlich verliert. Innerhalb und außerhalb des Boxrings muss Walter nun eine Entscheidung treffen.

 

Stab

David Weisbart (Produzent), Phil Karlson (Regie), William Fay (Drehbuch), Jeff Alexander (Musik), Burnette Guffey (Kamera), Steward Gillmore (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Walter Gulick), Gig Young (Willy Grogan), Lola Albright (Dolly Fletcher), Joan Blackman (Rose Grogan), Charles Bronson (Lew nyack) und David Lewis (Otto Danzig). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Bereits 1937 hatte es einen Film namens Kid Galahad gegeben, der ebenfalls auf dem Roman von Francis Wallace basierte. Regie hatte seinerzeit Michael Curtiz geführt, unter den Hauptdarstellern befanden sich Leinwandgrößen wie Humphrey Bogart und Bette Davis. Vier Jahre später gab es unter dem Titel The Wagons Roll At Night ein Re-Make, bei dem die Handlung in einen Zirkus verlegt wurde. Auch hier war wieder Humphrey Bogart mit von der Partie.

Neben seinem regelmäßigen Boxtraining hatte sich Elvis zur Vorbereitung auf seine Rolle auch den Originalfilm mehr als 30mal angesehen und wollte sogar Michael Curtiz als Regisseur verpflichten lassen - diesen Wunsch lehnte die Produktionsfirma jedoch ab. Kurioserweise ging Warner Brothers nicht gegen den Titel der Mirisch-Produktion vor, sondern benannte kurzerhand das eigene Werk in The Battling Bellhop um.

Gedreht wurde im November und Dezember 1961, die Außenaufnahmen entstanden im kalifornischen Idyllwind. Das Gesamtbudget betrug etwa 1,75 Millionen US-Dollar, wovon 500.000 US-Dollar für die Gage des Hauptdarstellers ausgegeben wurde. Zudem erhielt Elvis 50% des um die halbe Million gekürzten Reingewinns.

Grob in die Gegenwart übersetzt hätte Mirisch also 6,5 Millionen USD an Elvis gezahlt, da sich die Gagen verdreizehnfacht haben. Das restliche Budget wäre der durchschnittlichen Inflation unterworfen, die 1,2 Millionen wären also 10,8 Millionen USD wert. Somit hätte der Film Mirisch 17,3 Millionen gekostet.

 

Soundtrack

RCA veröffentlichte passend zum Filmstart eine Soundtrack-EP. Doch wie das Leinwandabenteuer selbst, so blieb auch der Tonträger hinter den Zahlen des Vorgängers Follow That Dream zurück.

Über das Cover gelangt ihr zu einer detaillierten Beschreibung der Schallplatte. Hier findet sich auch die Umrechnung der Verkaufszahlen in Streams.

 

Home Entertainment

Nach mehreren Auflagen im VHS- und DVD-Format erscheint im August 2018 auch eine HD-Version auf BluRay.

Über das Cover kommt ihr auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Prinzipiell würde ich Kid Galahad  als nette Romanze mit einem Touch von Gangsterstory und gelegentlichen Gesangseinlagen beschreiben. Obwohl Elvis körperlich nicht gerade meinen Vorstellungen von einem Boxer entspricht, sind die Kampfszenen gut gemacht und wirken durchaus glaubwürdig.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten Mirisch, am DVD-Cover bei Explosive Media und an den Schallplatten-Covern bei RCA Victor.