Follow That Dream

 

Mit Follow That Dream kommt am 11. April 1962 ein weiterer Presley-Film in die US-Kinos. In der Hitliste von Variety erreicht der Streifen den fünften Platz, mit den Einspielergebnissen des Blockbusters Blue Hawaii kann er jedoch bei weitem nicht mithalten.

In Deutschland ist die Musik-Komödie ab dem 10. August 1962 unter dem Titel Ein Sommer In Florida in den Kinos zu sehen.

 

Handlung

Als ihnen auf einer Landstraße in Florida das Benzin ausgeht, siedeln sich Vater Kwimper und seine mehr oder minder illegal adoptierten Kinder kurzentschlossen an einem Seeufer direkt neben der Straße an. Schnell spricht sich herum, dass die Regierung keinen Zugriff auf den Landstreifen hat und andere Siedler tun es ihnen gleich.

Doch schon bald tauchen Ganoven auf, die den Landfleck zum Betrieb eines Spielcasinos nutzen wollen. Zudem bekommt es Toby mit Aufsehern, einer Sozialarbeiterin und seiner "Schwester" Holly zu tun, die mehr als nur familiäre Gefühle für ihn hegt.

 

Stab

David Weisbart (Produzent), Gordon Douglas (Regie), Charles Lederer (Drehbuch, nach dem Roman Pioneer, Go Home! von Richard Powell), Hans J. Salter (Musik), Leo Tover (Kamera), William B. Murphy (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Toby Kwimper), Arthur O'Connell (Pop Kwimper), Anne Helm (Holly Jones), Joanna Moore (Alicia Claypoole) Jack Kruschen (Carmine), Simon Oakland (Nick) und Herbert Rudley (Endicott). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Nach seinen Engagements bei 20th Century Fox, Paramount und MGM trat Elvis nun für die Mirisch Brothers Production Company in Aktion. Im November 1960 hatte er dort für zwei Filme unterschrieben, für die er jeweils 500.000 US-Dollar Garantiegage und 50% des um diese Summe reduzierten Reingewinns erhielt. 1962 entstand unter dieser Vereinbarung auch der Boxer-Streifen Kid Galahad, den Vertrieb übernahm jeweils United Artists. In der Gegenwart hätte die garantierte Zahlung also bei etwa 6,5 Millionen US-Dollar gelegen.

Die Dreharbeiten dauerten vom 11. Juli bis zum 28. August 1961 und fanden in Crystal River, Inverness Ocala und Yankeetown statt.

Das Drehbuch basiert auf dem Roman Pioneer, Go Home von Richard Powell und wurde von Herman Raucher verfasst. Nachdem dieser sich jedoch weigerte, die von Mirisch gewünschten Änderungen vorzunehmen, beauftragte das Studio Charles Lederer mit der Überarbeitung des Scripts.

Als Randnotiz sei noch erwähnt, dass Follow That Dream  der einzige Farbfilm ist, in dem Elvis mit seiner natürlichen Haarfarbe auftritt.

 

Soundtrack

Die Soundtrack-EP verkaufte sich trotz der beständig abnehmenden Popularität dieses Formats 1,2 Millionen Mal.

Über das Cover gelangt ihr zu einer detaillierten Beschreibung der Schallplatte. Hier findet sich auch die Umrechnung in Streams.

 

Home Entertainment

Nach mehreren DVD-Auflagen kam 2015 erstmals eine HD-Version von Follow That Dream auf den Markt. Es dauerte allerdings noch drei weitere Jahre, ehe auch eine deutsche Version veröffentlicht wurde.

Über das Cover kommt ihr auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Die Presley-Fans des Jahres 1962 bevorzugten eindeutig Filme mit mehr Musik. Ich persönlich halte Follow That Dream jedoch für gelungenes Entertainment, zumal mir auch Elvis' Darstellung des leicht begriffsstutzigen Toby Kwimper gut gefällt.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Plakaten Mirisch, am DVD-Cover bei Explosive Media und an den Schallplatten-Covern bei RCA Victor.