Elvis On Tour

Nur zwei Jahre nach That's The Way It Is  eröffnet am 1. November 1972 mit Elvis On Tour  der nächste Konzert-Film des Kings.

Obwohl der Streifen in nicht einmal 200 Kinos gezeigt wird, spielt er schon in der ersten Woche fast eine halbe Million US-Dollar ein und platziert sich damit auf Rang 13 der Hitliste von Variety.

Im folgenden Jahr wird Elvis On Tour  als Bester Dokumentarfilm Des Jahres 1972  mit einem Golden Globe ausgezeichnet.

In Deutschland war der Film nicht im Kino zu sehen. Eine für das Fernsehen teilweise synchronisierte Fassung wird am 25. April 1986 in der ARD gezeigt. Die Sehbeteiligung beträgt 4%.

Aufgrund der Überschneidungen des Repertoires verzichtet RCA auf die Veröffentlichung eines separaten Soundtrack-Albums und belässt es stattdessen bei der im Juni 1972 aufgenommenen Live-LP Elvis As Recorded At Madison Square Garden.

 

Handlung

Der Film zeigt den King auf der Bühne, bei Konzertproben, in Autos und Flugzeugen sowie bei der Aufnahme seiner neusten Single Separate Ways.

Zudem gibt es Ausschnitte aus der legendären Ed Sullivan Show von 1956 zu sehen und einen Audiokommentar, bei dem Elvis über verschiedene Aspekte seiner Arbeit und seines Privatlebens spricht.

Um den Zuschauer mehr ins Geschehen einzubeziehen, wird häufig auf das Split-Screen-Verfahren zurückgegriffen

 

Stab

Pierre Adridge und Robert Abel (Produzent, Drehbuch und Regie),Robert E. Thomas (Kamera), Ken Zemke und Martin Scorsese (Schnitt).

 

Produktion

Die Dreharbeiten begannen am 30. März 1972 im RCA Studio C in Hollywood, Kalifornien. Dort simulierte man für die MGM-Kameras zunächst eine Aufnahme-Session und fuhr am nächsten Tag mit einer Konzertprobe fort. Auch in Buffalo, New York wurde am 5. April im Memorial Auditorium eine Probe anberaumt, die entsprechend gefilmt wurde.

Die Dreharbeiten vor Publikum fanden schließlich am 9. April in Hampton Roads, am 10. April in Richmond, am 14. April in Greensboro und am 18. April in San Antonio statt. Natürlich war auch RCA dabei, um die Shows für das damals noch geplante Soundtrack-Album mitzuschneiden.

Beinahe wäre das Projekt allerdings an den Gagenforderungen von Elvis und seinem Manager gescheitert. Während der Filmkonzern 650.000 US-Dollar (und damit 150.000 US-Dollar mehr, als Elvis für That's The Way It Is  erhalten hatte) bot, bestand die Gegenseite auf eine volle Million.

Als Parker schließlich drohte, kurzfristig aus dem Projekt auszusteigen, gab MGM nach und zahlte die gewünschte Summe. Damit betrug Elvis' Gage 62,5% der Produktionskosten.

Im direkten Vergleich zu That's The Way It Is  fällt auf, dass Elvis' Gesicht in einigen Szenen merkwürdig aufgedunsen und blass wirkt. Den physischen Nachteil macht der King jedoch mit seiner absolut starken Stimme und den hervorragenden Darbietungen der Songs mehr als wett.

 

Home Entertainment

Im Jahr 2010 bringt Warner Brothers eine BluRay mit einer HD-Version von Elvis On Tour  auf den Markt.

Über das Cover gelangen Sie zu einer Review. 

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Ohne Frage ist Elvis On Tour  gut gemacht. Der Zuschauer bekommt den Eindruck, den King ein kurzes Stückchen begleitet und einen kleinen Einblick in sein interessantes, zuweilen aber auch recht hektisches Leben erhalten zu haben. Der Fokus liegt auf den Live-Sequenzen, die ein paar wirklich gelungene Darbietungen enthalten und auch nach Jahrzehnten noch faszinieren