Live A Little, Love A Little

(Liebling, Lass Das Luegen)

 

Mit Live A Little, Love A Little  kommt am 23. Oktober 1968 der nunmehr 28. Spielfilm des King in die amerikanischen Kinos.

Obwohl der Vorgänger Speedway  erfolgreich gelaufen war, hält sich das Interesse an dem neuen Film in Grenzen, so dass MGM in vielen Ländern auf eine Veröffentlichung verzichtet.

Auch die deutschen Fans bekommen den Streifen nicht zu sehen. Erst am 20. August 1987 wird eine nachträglich synchronisierte Fassung unter dem Titel Liebling, Lass Das Lügen  im Fernsehen gezeigt.

 

Handlung

Durch widrige Umstände fällt der Fotograf Greg Nolan der schönen Alice in die Arme, die ihn betäubt und mehrere Tage lang bei sich einquartiert. Als Greg wieder erwacht, erfährt er dass die Dame eigentlich Suzy heißt und in seinem Namen Job und Wohnung gekündigt hat.

In Ermangelung eines adäquat bezahlten Jobs nimmt Greg zwei Stellen an und arbeitet nun für den konservativen Mr. Pennlow und den offenherzigen Mike Landsdown. Im Folgenden hetzt Greg zwischen beiden Jobs (bei denen er einmal hochgeschlossen-elegant und einmal sportlich-lässig gekleidet erwartet wird) hin und her, erfährt dass Alice/Suzy eigentlich Bernice heißt und lernt deren Ex-Mann kennen.

Nach vielen Irrungen und Wirrungen finden Greg und Bernice schließlich doch noch zueinander.

 

Stab

Douglas Laurence (Produzent), Norman Taurog (Regie), Michael A. Hoey und Dan Greenburg (Drehbuch, nach dem Roman Kiss My Firm, But Pliant Lips von Dan Greenburg), Billy Strange (Musik), Fred Koenekamp (Kamera), John McSweeney (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Greg Nolan), Michele Carey (Bernice), Don Porter (Mike Landsdown), Rudy Vallee (Pennlow), Dick Sargent (Harry), Celeste Yarnall (Ellen) und Sterling Holloway (Milchmann). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Peter Kirchberger.

 

Produktion

Der Film entstand aufgrund Elvis' Vertrag mit MGM aus dem Jahr 1966. Somit kassierte der King eine garantierte Gage von 850.000 US-Dollar und eine Beteiligung am Reingewinn von 50%.

Die Dreharbeiten dauerten vom 13. März bis zum 1. Mai 1968, gefilmt wurde in den MGM Studios in Culver City, die Außenaufnahmen entstanden in der Gegend rund um Los Angeles.

Während einer Szene ist übrigens auch Vernon Presley als Model zu sehen. Dass es sich bei der Dogge Albert aber um Elvis' eigenen Hund Brutus handeln soll, ist nichts als ein Gerücht. Hier vertraute Norman Taurog dann doch lieber auf einen trainierten Film-Hund.

Nach mehreren zaghaften und eher kosmetischen Versuchen drehte MGM mit Live A Little, Love A Little  tatsächlich einen modernen Presley-Film. Das Erscheinungsbild des Hauptdarstellers entsprach dem aktuellen Trend, die Handlung war frech und die Songs klangen zeitgemäß.

 

Soundtrack

Ursprünglich hatte RCA Victor nach Almost In Love / A Little Less Conversation  eine weitere Soundtrack-Single zum Film Live A Little, Love A Little  auf den Markt bringen wollen.

Nachdem die Scheibe weltweit aber nur 500.000 Käufer gefunden hatte, ließ man den Plan fallen und beschränkte sich auf die Veröffentlichung von Edge Of Reality  auf der B-Seite der 45er If I Can Dream.

Im Herbst 2015 brachte das Sammler-Label Follow That Dream Records schließlich doch noch einen vollständigen Soundtrack auf den Markt. Neben den regulär veröffentlichten Masters finden sich hier auch zahlreiche Outtakes der entsprechenden Lieder.

Mit einem Click auf die jeweiligen Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der Tonträger.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Warner Brothers den Film im Rahmen der Hollywood Collection  auf einer DVD.

In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Elvis agiert mit Elan, die Songs sind gut und die stets knapp bekleidete Michele Carey erfreut das Auge des Betrachters. Trotz der unlogischen und verworrenen Handlung ist der Film hochgradig unterhaltsam und gefällt mir daher besser als die meisten der typischen Musicals.