Clambake

Der dritte Presley-Film des Jahres 1967 feiert am 22. November Premiere und erreicht in der wöchentlichen Kinohitparade von Variety den 15. Platz.

In Deutschland ist Clambake erstmals am 22. November 1987 im TV zu sehen und trägt dort den Titel Nur Nicht Millionär sein.

Handlung

Scott Heyward ist seines Daseins als Millionärssohn überdrüssig und tauscht kurzentschlossen mit dem Wasserski-Lehrer Tom Wilson die Identität. So möchte er eine Frau finden, die wirklich ihn und nicht sein Vermögen liebt.

Scott verguckt sich in die schöne Dianne Carter, doch die ist eigentlich auf der Suche nach einem reichen Mann. Dieser taucht in Gestalt des umschwärmten Playboys und Speedboat-Fahrers James Jamison III auf, der sich auch gleich um Dianne bemüht.

Am Ende wird natürlich alles gut. Scott tritt im großen Rennen gegen Jamison an und gewinnt. Zudem erkennt auch Dianne, dass sie eigentlich Scott liebt und kann es kaum fassen, als dieser seine wahre Identität enthüllt.

 

Stab

Jules Levy, Arthur Gardner und Arnold Laven (Produzent), Arthur H. Nadel (Regie), Arthur Browne jr. (Drehbuch), Jeff Alexander (Musik), William Margulies (Kamera), Tom Rolf (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Scott Heyward), Shelley Fabares (Dianne Carter), Will Hutchins (Tom Wilson), Bill Bixby (James Jamison III), James Gregory (Duster Heyward) und Gary Merrill (Sam Burton). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Peter Kirchberger.

 

Produktion

Man könnte Clambake  als den Presley-Film bezeichnen, den niemand machen wollte.

Die Grundlage des Leinwandabenteuers ist ein Vertrag zwischen Elvis und United Artists aus dem Jahr 1964. Damals hatte sich der Entertainer für zwei Projekte verpflichtet, die mit jeweils $ 650.000 vergütet wurden. Die erste dieser beiden Produktionen hieß Frankie And Johnny  und war 1966 im Kino gezeigt worden.

Zwar hatte der Streifen durchaus Gewinne eingebracht, aber längst nicht in der prognostizierrten Höhe. Ein zynischer Kritiker hatte gar geschrieben "Frankie And Johnny" is dying all over the country. Das Interesse an einem zweiten Film mit Elvis war also eher gering.

Der King selbst brannte auch nicht gerade darauf, in Hollywood eine weitere Musik-Komödie zu drehen. Die Begeisterung für die Schauspielerei hatte er längst verloren, aktuell widmete er sich sowieso lieber seiner neu erworbenen Ranch. Unter einem Vorwand zögerte er seine Abreise hinaus und traf erst mit einigen Tagen Verspätung in Los Angeles ein.

Aber kaum war er dort angekommen, verletzte er sich am Kopf und stand der Produktionsfirma für weitere zwei Wochen nicht zur Verfügung. Als er schließlich am Set erschien, hatte er so stark zugenommen, dass seine Garderobe vollständig umgearbeitet werden musste.

Die Dreharbeiten für Clambake liefen vom 22. März bis zum 27. April 1967. Gearbeitet wurde in Miami Beach, Key Biscayne, Santa Clarita und den Universal Studios in Los Angeles. Bei den meisten Außenaufnahmen arbeitete der Regisseur Arthur H. Nadel mit Doubles, Elvis selbst trat ausschließlich in Los Angeles in Aktion.

Man kann im Film übrigens auch einige Mitglieder der Memphis Mafia sehen. Die prominenteste Rolle spielt Charlie Hodge, der den persönlichen Barbier von Elvis' Film-Vater darstellt. Red West spielt einen Eisverkäufer, in anderen Szenen sind auch kurz Lance le Gault und Joe Esposito zu sehen.

 

Soundtrack

Passend zum Filmstart veröffentlichte RCA Victor Ende 1967 eine Single und ein Album. Zu Beginn des folgenden Jahres schob das Label als Nachschlag noch eine zweite 45er hinterher.

Zusammengerechnet gingen die Tonträger etwa vier Millionen Mal über die Ladentheken.

Über die Cover gelangen Sie zu Reviews der einzelnen Veröffentlichungen.

 

Home Entertainment

Im November 2018 kam über das Label Explosive Media / Koch Media eine BluRay auf den Markt, die eine ins HD-Format hochgerechnete Fassung von Clambake enthält.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Der Hauptdarsteller wirkt ein wenig außer Form und hinterlässt auch sonst keinen übermäßig motiverten Eindruck. Zudem variiert die Qualität der Filmschlager erheblich. Es gibt sicherlich bessere Presley-Musicals als dieses.