Easy Come, Easy Go

(Seemann, Ahoi!)

Am 22. März 1967 läuft Easy Come, Easy Go  in den US-Kinos an. Von den Kinobetreibern kassiert Paramount Verleihgebühren von 1,95 Millionen US-Dollar, was auf Umsätze von etwa vier Millionen US-Dollar schließen lässt.

Damit notiert Variety den Film auf dem fünfzigsten Platz der Jahresliste.

In Deutschland wird Seemann Ahoi!  ab dem 22. Dezember aufgeführt.

 

Handlung

Der ehemalige Marinetaucher Ted Jackson möchte zusammen mit seinem Kumpel Judd und dem Beatnik-Girl Jo Simington aus dem Wrack der Port Of Call eine Kiste mit Münzen bergen. Doch die schöne Dina Bishop und ihr Freund Gil sind ebenfalls hinter dem Schatz her.

Schlussendlich machen Ted und seine Freunde das Rennen und können die Beute aufteilen. Doch die Münzen sind weit weniger wert als gedacht und so spendet jeder seinen Anteil für die Errichtung von Jos lange geplantem Zentrum für Kunst und Kultur.

 

Stab

Hal B. Wallis (Produzent), John Rich (Regie), Allan Weiss und Anthony Lawrence (Drehbuch), Joseph Lilley (Musik), William Margulies (Kamera), Archie Marsheck (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Ted Jackson), Dodie Marhall (Jo Symington), Pat Priest (Dina Bishop), Pat Harrington (Judd Whiteman), Sip Ward (Gil Carey), Dandy Kenyon (Schwartz), Frank McHugh (Captain Jack) und Elsa Lanchester (Madame Neherina). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

In den vergangenen zwei Jahren hatte Hal B. Wallis zunehmend Kritik am Erscheinungsbild und der allgemeinen Arbeitseinstellung des Kings geäußert. Da auch der kommerzielle Erfolg langsam nachließ, bot der Produzent dem Sänger nur noch einen Vertrag über ein Einzelprojekt an.

Auch die Gage und der Anteil am um diese Summe reduzierten Reingewinn lagen mit 500.000 US-Dollar und 20% deutlich unter den Verträgen mit MGM und United Artists. Dennoch stimmten Elvis und Colonel Parker dem Angebot zu.

Gedreht wurde zwischen dem 3. Oktober und 7. November 1966, die meisten Aufnahmen entstanden in den Paramount-Studios in Hollywood und der Long Beach Naval Station in San Pedro.

Wie es MGM mit Spinout  vorgemacht hatte, so wollte auch Paramount das Elvis-Musical ein wenig modernisieren. Daher umgab man den Entertainer mit Hippies und freigeistigen Künstlern und ließ ihn in einem trendigen Club auftreten.

An der typischen Machart der Filmschlager wurde freilich nichts geändert und auch das allgemeine Erscheinungsbild des Sängers passte ganz und gar nicht zum Summer Of Love.

Da Easy Come, Easy Go  bei einem Budget von 2 Millionen US-Dollar auf dem Heimatmarkt (USA und Kanada) nur Verleihgebühren von von 1,95 Millionen US-Dollar einspielte, verzichtete Paramount auf weitere Engagements des Kings.

Zwar erwirtschaftete das Studio durch das Auslandsgeschäft auch mit diesem Film noch Gewinne, doch gegen die Margen früherer Presley-Streifen waren die Beträge bestenfalls ein schlechter Scherz.

 

Soundtrack

Parallel zum Kinostart brachte RCA Victor eine Soundtrack-EP auf den Markt. Mit einem weltweiten Absatz von nur 30.000 Kopien stellt die Scheibe den größten Flop in der Karriere des Kings dar.

Über das Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der Schallplatte.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Paramount den Film im Rahmen der Elvis - 8 Movies Collection  auf einer DVD.

In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Auf die damaligen Kinobesucher muss Easy Come, Easy Go wie die Anbiederung eines aus der Mode gekommenen Musical-Stars gewirkt haben. Aus heutiger Sicht ist der Film allerdings nicht besser oder schlechter als die anderen Streifen dieser Art und bietet solide Unterhaltung.

 

Soweit bekannt liegen die Bildrechte an den Kinoplakaten sowie dem DVD-Cover bei Paramount und an den Schallplatten-Hüllen bei RCA Victor.