Spinout

(Sag Niemals Ja)

Nach einer Sneak-Preview am 13. September 1966 startet die MGM-Produktion Spinout  am 23. November landesweit in den Kinos.

Auf dem heimischen Markt spielt das Leinwandabenteuer drei Millionen US-Dollar ein und wird von Variety auf Rang 57 der erfolgreichsten Filme des Jahres gesetzt.

Die deutschen Fans können das Rennfahrer-Musical ab dem 9. Juni 1967 sehen.

 

Handlung

Mike McCoy ist Sänger einer Beat Band und passionierter Rennwagenfahrer. Als er den Wunsch des Millionärs Howard Foxhugh ablehnt, gegen fürstliche Bezahlung ein Geburtstagsständchen für seine Tochter zu singen, macht dieser seinen Einfluss geltend und lässt die Veranstalter sämtliche Termine von Mike absagen.

Mike singt und bekommt gleichzeitig das Angebot, beim großen Straßenrennen den neuen Rennwagen von Foxhugh zu fahren. Wieder sagt McCoy ab und wieder kann der Millionär ihn durch einen Trick zumindest zum Bleiben bewegen.

Doch nicht nur Foxhugh, sondern auch dessen Tochter Cynthia, die Journalisten Diana St. Clair und die Schlagzeugerin Les haben Interesse an Mike - wenn auch etwas anders gelagert. Nach vielen Verwicklungen führt Mike schließlich alle drei Damen zum Altar - als Trauzeuge.

 

Stab

Joe Pasternak (Produzent), Norman Taurog (Regie), Theodore J. Flicker und George Kirgo (Drehbuch), George Stoll (Musik), Daniel L. Fapp (Kamera), Rita Roland (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Mike McCoy), Shelley Fabares (Cynthia Foxhugh), Diane McBain (Diana St. Claire), Deborah Walley (Les), Dodie Marshall (Susan), Jack Mullaney (Curly) und Will Hutchins (Leutnant Tracy Richards). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Für Spinout  erhielt der King eine Gage von 750.000 US-Dollar und eine Gewinnbeteiligung von 40 Prozent. Damit gehörte er auch 1966 zu den zehn bestbezahlten Stars in Hollywood. Im Gegensatz zu seinen Schauspielerkollegen verdiente er allerdings zusätzlich noch an den Soundtrack-Alben, den begleitenden Singles und am Verlagsgeschäft.

Gedreht wurde zwischen dem 26. Februar und 6. April 1966 auf dem MGM-Studiogelände in Culver City, die Außenaufnahmen fanden auf dem Ascot Park Speedway in Gardena, im Dogder Stadium in Los Angeles, im Hidden Valley in Thousand Oaks und am Malibu Lake statt.

Weil die Presley-Filme inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäß wirkten, nahm MGM ein paar Korrekturen vor und reicherte Spinout  mit modernen Elementen an. So ist Mike (Elvis) Sänger einer Beat-Band mit einer Frau am Schlagzeug und auch beim Arrangement der Filmschlager orientierte man sich ein wenig an der Konkurrenz aus Großbritannien. Wie die Beatles nutzte nun auch der King Hammondorgeln, Streicher und hart gespielte E-Gitarren.

Im Vergleich zu den vorangegangenen Filmen zeigte sich Elvis hier wieder in besserer Form und um einige Kilos leichter. Infolgedessen durften nun auch wieder aktuelle Fotos für die Werbung eingesetzt werden. Auch RCA Victor machte davon regen Gebrauch und nutzte die Promo-Bilder für zahlreiche Single-Veröffentlichungen der Jahre 1966/67.

 

Soundtrack

Im September 1966 veröffentlichte RCA Victor vorab den Titelsong auf einer Single, einen Monat später folgte das Album. In den Charts erreichten die Produktionen den 40sten bzw. 18ten Platz, der Gesamtabsatz liegt bei 3,75 Millionen Einheiten.

Über die jeweiligen Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der beiden Schallplatten.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag bringt Warner Brothers im Jahr 2007 eine DVD-Serie mit allen MGM-Filmen des Kings auf den Markt.

In dieser Version ist der Film auch als Stream und Download erhältlich.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Natürlich birgt auch Spinout  keine Überraschungen, die von MGM vorgenommenen Anpassungen waren lediglich kosmetischer Natur. Doch trotz der mangelnden Originalität würde ich den Streifen als solide inszeniert und durchaus unterhaltsam beschreiben.