Girl Happy

(Kurven-Lilli)

Der erste Elvis-Film des Jahres 1965 heißt Girl Happy  und läuft im April in den Kinos an.

Mit einem Einspielergebnis von 3,1 Millionen US-Dollar landet der Streifen auf dem 25. Platz der Box Office Chart und ist damit sogar noch ein wenig erfolgreicher als die Paramount-Produktion Roustabout.

In Deutschland der Streifen ab dem 4. Februar 1966 zu sehen. Seine Fernsehpremiere erlebt der Film am 18. Mai 1986 in der ARD. Die Sehbeteiligung liegt bei 15%.

 

Handlung

Rusty Wells und seine Beat Band spielen im Club 77 in Chicago. Weil seine gerade volljährig gewordene Tochter zusammen mit ihren Freundinnen Urlaub in Fort Laudadale machen möchte, engagiert Big Frank, der Besitzer des Clubs, die Jungs als heimliche Aufpasser. Natürlich verliebt sich Rusty in die junge Dame und es kommt zu Turbulenzen.

 

Stab

Joe Pasternak (Produzent), Boris Sagal (Regie), Harvey Bullock und R.S. Allen (Drehbuch), George Stoll (Musik), Philip H. Lathrop (Kamera), Rita Roland (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Rusty Wells), Shelley Fabares (Valerie), Harold J. Stone (Big Frank), Gary Crosby (Andy), Joby Baker (Wilbur), Nita Talbot (Sunny Daze), Mary Ann Mobley (Deena) und Fabrizio Mioni (Romano). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Mit Girl Happy  endete Elvis' Vertrag aus dem Jahre 1961. Gemäß dieser Vereinbarung erhielt der King eine Gage von 400.000 US-Dollar zuzüglich einer Kostenpauschale von 100.000 US-Dollar und einen Anteil des um diese Summen reduzierten Reingewinns von 50%.

Die Dreharbeiten dauerten vom 22. Juni bis zum 31. Juli 1964 und fanden in Fort Laudadale, Florida und auf dem MGM-Studiogelände in Culver City, Kalifornien statt.

Inhaltlich versuchte man vom Spring-Break-Hype jener Tage zu profitieren. Als Zugeständnis an den damaligen Musikgeschmack spielt Elvis hier übrigens erstmals den Sänger einer Beat Band. Leider vergaß man, auch die Musik entsprechend anzupassen - mit dem aktuellen Mersey Beat hatten die Filmschlager rein gar nichts gemein.

Mary Ann Mobey spielte auch in Harum Scarum, dem nächsten MGM-Film des Kings mit. Ein Wiedersehen mit Shelley Fabares gab es in Spinout  und Clambake.

 

Soundtrack

Im Februar 1965 bringt RCA Victor die Single Do The Clam / You'll Be Gone  auf den Markt, einen Monat später folgt das Album. Im Oktober schiebt das Label noch die Single Puppet On A String  hinterher und koppelt die Ballade mit Wooden Heart  aus dem Film G.I. Blues.

Das Album wird zum Top10-Hit und verkauft sich 2,5 Millionen Mal. Durch die beiden Single-Veröffentlichungen kommen weitere 2,1 Millionen Tonträger hinzu.

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Home Entertainment

Zum 30sten Todestag des Kings veröffentlicht Warner Brothers den Film im Rahmen der Hollywood Collection  auf einer DVD.

In dieser, digital restaurierten Fassung wurde der Streifen auch auf einem einzelnen Datenträger herausgebracht und ist als Stream oder Download erhältlich.

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Trailer

 

Fazit & Bewertung

Mit Girl Happy  lieferte MGM einen unterhaltsamen Strand-Film mit einem Hauptdarsteller in Top-Form und jeder Menge Musik. Leider hatten die Songs nicht mehr die Qualität früherer Produktionen und auch der Gesang des Kings hatte schon einmal besser geklungen. Das flott geschriebene Drehbuch und die Spielfreude der Hauptakteure machen diese Nachteile aber mehr als wett.