It Happened At The World's Fair

(Ob Blond, Ob Braun...)

Wie es sich für einen Film diesen Titels gehört, feiert It Happened At The World's Fair  am 3. April 1963 auf der Weltausstellung in Los Angeles Premiere.

In den USA und Kanada spielt der Film 2,25 Millionen US-Dollar ein und wird damit von Variety auf dem 55. Platz der Jahreshitliste notiert.

In Deutschland ist die Musik-Komödie das erste Mal am 29. November 1963 in den Kinos zu sehen.

Handlung

Die Piloten Mike Edwards und Danny Burke wollen sich selbstständig machen, werden aber durch Dannys Hang zum Glücksspiel um Geld und Flugzeug gebracht. Auf der Suche nach einer Einnahmequelle begeben sie sich nach Seattle, wo sie auf die kleine Sue-Lin und ihren Onkel Walter treffen.

Als dieser plötzlich verschwindet, kümmert sich Mike um das Mädchen und verliebt sich in die auf dem Gelände der Weltausstellung arbeitende Krankenschwester Diane Warren. Doch dann kommt es zu jeder Menge Verwicklungen, das Jugendamt möchte Mike die kleine Sue-Lin entziehen und Danny lässt sich auf der Suche nach einem gut bezahlten Job mit Gangstern ein.

 

Stab

Ted Richmond (Produzent), Norman Taurog (Regie), Si Rose und Seaman Jacobs (Drehbuch), Leith Stevens (Musik), Joseph Ruttenberg (Kamera), Fredric Steinkamp (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Mike Edwards), Gary Lockwood (Danny Burke), Joan O' Brien (Diane Warren), Vicky Tiu (Sue-Lin), H.M. Wynant (Vince Bradley), edith Atwater (Miss Steuben) und Guy Richmond (Barney Thatcher). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt.

 

Produktion

Bislang hatte Elvis nur Jailhouse Rock  (1957) für MGM gedreht, doch nach dem riesigen Erfolg der Paramount-Produktion G.I. Blues  wollte nun auch Metro-Goldwyn-Mayer wieder mit dem King ins Geschäft kommen.

Und so bot man im Januar 1961 einen Vertrag über vier Spielfilme an, der Elvis für jedes Leinwandabenteuer eine Gage von 400.000 US-Dollar und eine pauschale Kostenerstattung von weiteren 100.000 US-Dollar garantierte. Zudem sollte der Star 50% des um die vorab gezahlte halbe Million bereinigten Reingewinns erhalten.

Es ist offensichtlich, dass It Happened At The World's Fair  vor allem dem Ausbau des neuen, familienfreundlichen Image des Hauptdarstellers galt. Zwar gibt dieser nach wie vor den Frauenhelden, doch stellt er das Wohl der kleinen Sue-Lin eindeutig über seine eigenen Interessen und kümmert sich nahezu rührend um das Mädchen.

Auch optisch entfernte man sich so weit wie möglich vom Rebellen-Image der 1950er und präsentierte Elvis vor allem in schicken Business-Anzügen und mit wohlgeordneter Frisur. Cool war das alles nicht mehr, dafür konnte sich nun aber auch der konservativste Familienvater mit dem geläuterten Rock' n Roller anfreunden.

It Happened At The World's Fair  war mit einem Budget von etwa 3 Millionen US-Dollar ausgestattet und entstand zwischen dem 27. August und 9. November 1962. Gedreht wurde im Studio in Los Angeles und auf der Weltausstellung in Seattle.

Der Film stellte übrigens das Schauspieldebut des späteren Leinwandstars Kurt Russell dar- der damals 10jährige Junge durfte Elvis vor das Schienbein treten.

 

Soundtrack

Das Soundtrack-Album und die vorab veröffentlichte Single verkaufen sich etwa 4,5 Millionen Mal.

Überraschenderweise platziert RCA Victor drei Jahre später das Kinderlied How Would You Like To Be  auf der B-Seite der Single If Every Day Was Like Christmas. Somit kommen eine weitere Million Tonträger hinzu.

Über die jeweiligen Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der Schallplatten.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag bringt Warner Brothers im Jahr 2007 eine DVD-Serie mit allen MGM-Filmen des Kings auf den Markt.

In dieser Version ist der Film auch als Stream und Download erhältlich.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Dass It Happened At The World's Fair  kommerziell nicht mit den großen Erfolgen der Paramount-Musicals mithalten konnte, dürfte vor allem dem kurzen und vergleichsweise uninteressanten Soundtrack geschuldet gewesen sein.