Wild In The Country

(Lied Des Rebellen)

Im Juni 1961 bringt 20th Century Fox den Film Wild In The Country  in die Kinos. Das Einspielergebnis innerhalb der USA und Kanadas beläuft sich auf 2,5 Millionen US-Dollar.

In Deutschland das musikalische Drama zum ersten Mal am 1. September 1961 in den Kinos zu sehen.

Handlung

Nachdem ihn sein hitziges Temperament in Schwierigkeiten gebracht hat, soll Glenn Tyler künftig fernab seines überforderten Vaters bei seinem Onkel leben und wöchentlich einen Therapeuten aufsuchen. Dieser ist weiblich, heißt Irene Sperry und entdeckt Glenns schriftstellerisches Talent.

 

Stab

Jerry Wald (Produzent), Philip Dunne (Regie), Clifford Odets (Drehbuch, nach dem Roman The Lost Country von J.R. Salamanca), Kenyon Hopkins (Musik), William C. Mellor (Kamera), Dorothy Spencer (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Glenn Tyler), Hope Lange (Irene Sperry), Tuesday Weld (Noreen Braxton), Millie Perkins (Betty Lee Parsons), Rafer Johnson (Davis), John Ireland (Phil Macy), Gary Lockwood (Cliff Macy) und William Mims (Onkel Rolfe Braxton). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Rainer Brandt. 

 

Produktion

Nur wenige Wochen nach dem Ende der Produktion von Flaming Star  begann 20th Century Fox am 11. November 1960 bereits das nächste Film-Projekt mit dem King. Bis zum 18. Januar 1961 drehte man in St. Helena, im Napa Valley, an der University Of California und natürlich auf dem Fox-Studiogelände in Los Angeles.

Für die Mitwirkung in Wild In The Country  erhielt Elvis 250.000 US-Dollar. Das Gesamtbudget betrug etwa 2,9 Millionen US-Dollar.

Obwohl es sich prinzipiell um einen ernsthaften Film handelt, mochte 20th Century Fox nicht ganz auf musikalische Einlagen verzichten und ließ Elvis neben dem Titelsong auch In My Way, Husky Dusky Day  und I Slipped, I Stumbled, I Fell  singen. Gerade der letzte Titel wirkt völlig deplatziert. Glenn Tyler (Elvis) fährt in einem Auto und stellt das Radio an. Dort läuft gerade eine Instrumentalversion des Liedes, zu der er nun singt.

In einem Musical a' la G.I. Blues  wäre eine solche Szene völlig in Ordnung, in einem dramatischen Film, der vom Publikum ernst genommen werden soll, sind sie jedoch fehl am Platz.

In der Presse kam Wild In The Country  nicht sonderlich gut davon. Variety hielt den Streifen für substanzlos und die Geschichte für wackelig, die New York Times schrieb von einer Verzerrung sozialer Realitäten und die österreichische Filmschau nannte das Werk einen mit Psychoanalyse verbrämten Schlagerfilm.

Das Publikum fand offenbar ebenfalls keinen Gefallen an dem Werk und blieb den Lichtspielhäusern fern. Nach zwei vergleichsweise erfolglosen Filmprojekten verlor 20th Century Fox schließlich das Interesse und verzichtete auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem King. 

 

Soundtrack

Im Februar 1961 brachte RCA Victor zunächst Lonely Man  auf der B-Seite der Single Surrender  heraus, im Mai folgte der Titelsong des Spielfilms auf der B-Seite von I Feel So Bad.

Insgesamt verkauften sich die beiden Tonträger 8,5 Millionen Mal.

Die restlichen Songs verteilte das Label später auf den LPs Something For Everybody  (1961) und Elvis For Everyone!  (1965).

Ein zusammenhängender Soundtrack wurde im Jahr 2009 von dem Sammler-Label Follow That Dream Records veröffentlicht. Neben den bekannten Masters waren hier auch Outtakes zu hören.

Über die jeweiligen Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der Schallplatten.

 

Home Entertainment

Anno 2012 bringt 20th Century Fox eine DVD-Serie mit allen Filmen auf den Markt, die der King seinerzeit für das eigene Studio und die inzwischen übernommenen Firmen Mirisch und United Artists gedreht hat.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Wie auch schon in Flaming Star  schlägt sich Elvis passabel, kann aber schlussendlich seiner Figur aufgrund der fehlenden schauspielerischen Fähigkeiten nicht die nötige Tiefe verliehen. Zudem wirkt die Filmhandlung streckenweise konstruiert und macht sich durch die Gesangseinlagen unglaubwürdig.