Jailhouse Rock

(Rhythmus Hinter Gittern)

Nach seiner Premiere am 17. Oktober 1957 ist Jailhouse Rock  ab dem achten November auch landesweit in den Kinos zu sehen.

In der wöchentlichen Hitliste von Variety landet der Film auf Rang 3, in der Jahresauswertung erreicht er den 14. Platz. Das US-Einspielergebnis liegt bei etwa vier Millionen Dollar.

In Deutschland ist der Streifen das erste Mal am 3. April 1958 in den Kinos zu sehen.

Handlung

Nach einer Schlägerei mit Todesfolge landet der Arbeiter Vince Everett im Gefängnis. Dort trifft er auf den ehemaligen Country-Star Mickey Shaughnessy, der ihm das Singen und Gitarrenspiel beibringt.

Als seine Performance bei einer aus dem Gefängnis gesendeten TV-Show einschlägt, wird Vince erst von Mickey und - später in Freiheit - auch von den Bossen der Schallplattenfirmen ausgenutzt. Zusammen mit der Künstleragentin Peggy gründet er sein eigenes Label und schafft es schließlich bis an die Spitze.

Doch Vince ist arrogant und behandelt seine Umgebung schlecht. Irgendwann reicht es sogar dem inzwischen ebenfalls wieder freigelassenen Mickey, es kommt zu einer Schlägerei und Vince wird am Kehlkopf verletzt.

Als seine Karriere auf dem Spiel steht, erkennt er seine Fehler und beginnt ein neues Leben.

 

Stab

Pandro S. Berman (Produzent), Richard Thorpe (Regie), Guy Trosper (Drehbuch, nach einer Erzählung von Ned Young), Jeff Alexander (Musik), Robert Broner (Kamera), Ralph E. Winters (Schnitt).

 

Besetzung

Elvis Presley (Vince Everett), Judy Tyler (Peggy Van Alden), Mickey Shaughnessy (Hunk Houghton), Vaughn Taylor (Mr. Shores), Jennifer Holden (Sherry Wilson) und Dean Jones (Teddy Talbot). Die Synchronisation der Presley-Rolle übernahm Herbert Stass.

 

Produktion

Vermutlich aufgrund seiner mangelnden Erfahrung im Filmgeschäft hatte Colonel Parker im Vorjahr seinen Klienten weit unter Marktwert an Paramount verkauft. Doch der Manager lernte schnell, für Love Me Tender  erhielt Elvis bereits 100.000 US-Dollar, MGM musste für Jailhouse Rock  sogar 250.000 US-Dollar zahlen. Hinzu kam noch eine Gewinnbeteiligung von sagenhaften 50%.

Da MGM den Film trotz des großen Aufwands für den Hauptdarsteller lediglich mit 400.000 US-Dollar budgetierte, mussten Pandro S. Berman und sein Regisseur Richard Thorpe effektiv mit 150.000 US-Dollar auskommen. Daher drehte man den Streifen in kostengünstigem Schwarz/Weiß und verzichtete auf das Engagement bekannter Schauspieler. Für längere Dreharbeiten stand natürlich ebenfalls kein Geld zur Verfügung, die Arbeiten an Jailhouse Rock  dauerten lediglich vom 13. Mai bis zum 14. Juni 1957.

Bedingt durch den knappen Zeitplan wurde nicht immer sauber gearbeitet. So tragen die Musiker von Vince Everett während der Weitwinkelaufnahmen bei (You're So Square) Baby, I Don't Care  plötzlich Sonnenbrillen und auch der Hauptakteur ist mit seinen langen Hosen und dem Rollkragenpullover für eine Pool-Party nicht gerade passend gekleidet.

Das absolute Highlight des Films ist jedoch die Inszenierung des Jailhouse Rock. Diese Szene wird heute als Blaupause für die in den 1980ern populär gewordenen Musik-Clips angesehen.

Von der Paramount-Produktion Loving You  übernahm man den Gag, die Film-Band mit Elvis' tatsächlichen Musikern Scotty Moore, Bill Black und D.J. Fontana zu besetzen.

 

Soundtrack

Begleitend zu dem Leinwandabenteuer veröffentlichte RCA Victor eine Single und eine EP.

Beide Produktionen avancierten zu absoluten Top-Sellern und gelten auch noch heute als Klassiker im Katalog des Kings.

Über die jeweiligen Cover gelangen Sie zu detaillierten Beschreibungen der beiden Schallplatten.

 

Home Entertainment

Zum 30sten Todestag bringt Warner Brothers im Jahr 2007 eine DVD-Serie mit allen MGM-Filmen des Kings auf den Markt.

In dieser Version ist der Film auch als Stream und Download erhältlich.

In den USA ist auch eine HD-Fassung im BluRay-Format erschienen. Hier ist allerdings keine deutsche Tonspur verfügbar.

Über das Cover gelangen Sie auch hier zu einer Review.

 

Trailer

 

Fazit & Bewertung

Ohne Frage handelt es sich bei Jailhouse Rock  um ein hastig produziertes B-Movie. Gleichzeitig fängt der Film aber das Image des King Of Rock' n Roll perfekt ein und glänzt mit einem exzellenten Soundtrack.